Von Ai Weiwei zu O weiowei.
25. Juni 2007 um 14:14Als Ai Weiwei die Schweiz besuchte, traf ich ihn das erste Mal: Ein untersetzter Chinese, sehr handfest, eine Art chinesischer Hodler. Jetzt erst beginne ich, ihn zu bewundern, bringt er doch 1001 (“Tausend und eine Nacht?”) Festlandchinesen an die Documenta nach Kassel und lässt sie einfach durch Deutschland laufen. Wer zahlt das? Hat er drei Grossraum-Flugzeuge gemietet? Ai Weiwei passt in die globale Landschaft, sagt er doch: “Ich verlasse mich ungern auf den Staat.” Und “Viele Grenzen existieren heute nur noch in unserer Vorstellung.” Damit ist er Liebkind bei allen Konzernen, die Grenzen nur dann mögen, wenn Steuervorteile damit verbunden sind. O weiowei, haben wir viel von ihm zu lernen.

