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Weblog
Tagesarchiv für 21. Juni 2007
Donnerstag, den 21. Juni 2007 um 15:34
Ich würde Roger Köppel so gerne glauben, er sei von Christoph Blocher unabhängig, aber es fällt schwer. In der jüngsten “Weltwoche”, die eigentlich eine “BlocherWoche” genannt werden muss, stellt er den grossen Meister mit einem Aufsatz zu Führungsprinzipien vor. Gleichzeitig wird damit ein Buch gelobt, das zurecht niemand sonst zur Kenntnis nimmt “Das Blocher-Prinzip” von Matthias Ackeret. Wenn die “Weltwoche”, der von der “NZZ” verklausuliert Erfolgslosigkeit nachgesagt wird, derlei nötig hat, geht es ihr wirklich schlecht. Noch wartet die Schweiz auf eine wirkliche Weltwoche.
Kommunikation | 1 Kommentar »
Donnerstag, den 21. Juni 2007 um 15:14
Gerade der Soziologe Ulrich Beck, der als kluger Mensch gilt, verlangt jetzt : “Eine Utopie muss her.” Ach ja, sind die Völker nur durch Utopien führbar? Die Utopie des Aufstiegs zum Reichtum (Tellerwäscher-Karriere), die Utopie der Volksherrschaft (Demokratie), die Utopie der Klassenherrschaft (Kommunismus). Die Realität der hier und da eingeschränkten Klassenherrschaft von oben ist wohl kaum abzustreiten, aber wer eine Utopie verlangt, spricht von einer Vision. Wer Visionen hat, solle zum Arzt gehen, sagte eine Reihe von Politikern. Ich sage, weil ich es mehrfach erlebt habe: “Die Steigerung der Vision ist die Halluzination.”
Merke: Ein halluzinatorisches Leben ist ein ärmlicher Zustand. Sollte die Hälfte des Volkes dem verfallen sein, sind die Drogenaffären dieser Welt nur “peanuts”.
Gesellschaft | 1 Kommentar »
Donnerstag, den 21. Juni 2007 um 14:51
Der Mindestlohn, eine Rente ohne Arbeit, ist völliger Blödsinn. Ich könnte in einer Alphütte mit Sicherheit so leben, dass dieser Mindestlohn für mein fröhliches Überleben ausreichen würde. In Deutschland diskutiert man heftig, ob dieser einzuführen ist, denn die Angst vor möglichen Unruhen wird grösser. Derzeit ist die wirtschaftliche Lage für das Volk zwar nicht übel, aber in zwei Jahren dürften wir nicht nur eine höhere Inflation haben, sondern auch eine Kostenexplosion bei staatlichen und halbstaatlichen Gebühren. Jedoch, die deutschen Politiker haben vergessen, dass schon Ludwig Erhard, zu dessen Zuhörern ich noch zählte, bereits ein Mindestlohngesetz eingeführt hatte; offensichtlich wurde es vergessen. Bin froh, dass wir in der Schweiz weit davon entfernt sind. Die IV, die nun zurecht wieder abgebaut wird, hatte bisher die Funktion eines Mindestlohns bei uns; viele Firmen benutzten sie, um ältere Mitarbeiter leicht abzubauen.
Politik | 1 Kommentar »
Donnerstag, den 21. Juni 2007 um 14:28
Zwischen Aegypten und dem Gaza-Streifen sind mehrere Dutzend Tunnels im Betrieb, worin Waffen oder Geld in den Norden geschmuggelt werden. Betrieben werden diese Tunnels, die bis zu einen Kilometer lang sein können, von Stammeschefs. Sie verlangen für eine halbe Stunde Benutzung USD 30 000 bis 50 000.–. Steuerfrei. Von jeder Waffe, die durch die Tunnels transportiert wird, verlangen sie ein Viertel des Preises als Tarif.
Merke: Der Krieg bleibt der Vater aller Dinge. Einige mögen jammern oder verhungern, andere verdienen immer. Boeing hat jetzt auch verlangt, man möge in den USA auf keinen Fall abrüsten, denn die Drohung des Terrorismus bleibe bestehen. Der Meinung bin ich auch.
Wirtschaft | Keine Kommentare »
Donnerstag, den 21. Juni 2007 um 10:49
Während Fifa-Präsident Sepp Blatter die Fairness des Spiels und der Spieler als eine der wichtigsten Eigenschaften des Fussball-Sports bezeichnet, sind Fussballer anderer Meinung. So wurden mir die Ergebnisse einer Umfrage unter Fussballern zugespielt. Daraus ging hervor, dass für die Spieler der Erfolg mit Abstand an der ersten Stelle steht. Das ist klar, denn die Verträge der Spieler sind immer mehr an den Boni ausgerichtet. Freude am Spiel wird auch sehr hoch bewertet. Am Ende der wichtigen Eigenschaften stehen das Geld für die Spieler und, nochmals eine Stufe tiefer, die Fairness. Jetzt könnte man sagen, wenn die Aussagen zur Bedeutung des Geldes nicht stimmen, dann stimmt auch die Aussage zur Fairness nicht. Jedoch, ich glaube den Spielern. Jeder Profi arbeitet zuerst einmal gut und mit Freude, dann stimmt die Kasse von alleine.
Gesellschaft | Keine Kommentare »
Donnerstag, den 21. Juni 2007 um 9:44
Wichtig ist nur die Begründung für uns: Mit dem Hinweis darauf, dass Basel II dies verlange, verzichten die niederländischen Banken auf die Betreuung ausländischer Kunden ohne Wohnsitz in den Niederlanden. Sollte dies zutreffen und Basel II auch für die Schweizer Banken gelten, wäre dies keine gute Botschaft für den Finanzplatz Schweiz. Andernseits, die Lex Koller wird ohnehin demnächst fallen, gibt dies unseren Immobilien den längst erhofften Schub. Wer Geld in die Schweiz bringt, soll auch ein Haus kaufen.
Wirtschaft | Keine Kommentare »
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