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Weblog
Tagesarchiv für 27. April 2007
Freitag, den 27. April 2007 um 16:21
Weil die Blochers alle Eigenschaften einer eigentlichen Königsfamilie entwickeln (Schloss, Politik, vielseitige Präsenz), muss uns auch Miriam Blocher beschäftigen, welche die Emser Werke nicht führen durfte und dafür die “Basler Läckerli” übernahm. Miriam, ganz stolz, gab kürzlich zu, nie ein Buch zu lesen und Mickey Maus auf dem Nachttisch zu haben. Sie hat sich damit als Aurora, die Göttin der Morgenröte, stilisiert, welche die Zukunft des beginnenden Tages ankündigt. Warum? Die Bilderschrift war lange Zeit ein Mittel der Unterprivilegierten, die damit das verbalzentrische Dogma der neuzeitlichen Intellektualität unterliefen. Betrachten wir die Wahl- und Abstimmungskämpfe ihres Vaters, wird Miriam Blocher glänzend bestätigt. Mit ihrer Nichtwahrnehmung komplexer Zusammenhänge schafft sie unternehmerische Lösungen, finanziell gut für sie, sehr zuckerhaltig für ihre Kunden. Vielleicht ist Miriam, ganz gegen alle Erwartungen, der wirkliche Nachfolger im Geiste ihres talentierten und weitsichtigen Vaters.
Kommunikation | Keine Kommentare »
Freitag, den 27. April 2007 um 15:48
Er hat einen 1,1 Mia.-Konzern, Stadler Rail, aufgebaut, mit dem er erfolgreich Zugkompositionen verkauft. Er hat auch einen 500 Mio.-Konzern aufgebaut mit Landwirtschafts- und Kommunalmaschinen. Er, das ist Peter Spuhler, Superstar. Als ihn kürzlich die “HandelsZeitung” interviewte, nannte er die Führung beider Konzerne “mein Hobby”. Ungefragt sagte er, damit sei die “latente Frage” beantwortet, ob er Bundesrat werden wolle. Niemand hatte ihn dazu gefragt, aber er hält sich im Gespräch. Parteifreund Christoph Blocher, Bundesrat, sagte kürzlich ähnliches: “Wären die Ems-Werke in Gefahr, würde ich als Bundesrat zurücktreten.” Merke: Business first.
Wirtschaft | 2 Kommentare »
Freitag, den 27. April 2007 um 14:54
Unsere talentierte Bundesrätin Doris L. redet den Werbern ins Gewissen. Lange Zeit hat dies Ulrich Bremi mit grossem Glanz getan. Otto Ineichen kam dann ebenso wenig an wie Carlo Schmid. Beides sind zwar Saftwurzeln, aber einen wirklichen Bezug zur klassischen Werbung haben sie nie gefunden. Jetzt tritt Doris L. mit der Aussage an “„Wenn die Werbung lauter ist, mischt sich der Staat nicht ein.” Dieser Satz ist so richtig wie die Behauptung “Wenn der Mensch edel ist, muss er nicht beichten”. Der Mensch ist so wenig edel wie die Werbung lauter. Doris L. wollte den Werbern ein wenig Mut machen, und das ist gut so.
Kommunikation | Keine Kommentare »
Freitag, den 27. April 2007 um 14:11
Als ich im TeleZüri einmal sagte, Moritz Leuenberger “tanze und spiele”, während sein Volk leidet und ich ihn mit dem römischen Cäsaren Nero verglich, tobten die Zürcher während einiger Wochen. Schliesslich stimmten 11 000 Zürcher ab, ob ich weiter im SonnTalk von TeleZüri auftreten dürfe; zwei Drittel gaben mir die Stimme. Jetzt hat Unia-Chef André Daguet die Feststellung gemacht, “Moritz geht lieber in die Oper als zu arbeiten”. Wir sind nicht weit auseinander. Moritz ist ein Problem, weil er ein Problem hat: Er ist ein Schöngeist, der als Markklöschen in der Suppe der Medien (SRG und Ringier) und der seiner Partei schwimmt. Jetzt stösst er seinen eigenen Leuten sauer auf. Pauvre Nero, Deine Freunde warten schon hinter dem Vorhang.
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Freitag, den 27. April 2007 um 13:41
Wie die jüngsten Wahlen in Frankreich zeigten, sind es vor allem junge Menschen, die in die Gesellschaft nicht voll integriert sind, die Grün wählen. Es ist eine Farbe der Hoffnung und der Zukunft. Wer sich in die Gesellschaft integriert fühlt, wählt rechts oder links. Schon die Bayrou-Mitte-Wähler zeigen Zeichen der Orientierungslosigkeit, wie die französischen Demoskopen bestätigen. Was heisst das für die Schweiz? Unsere grünen Politiker, auch der liberalen Fraktion, leben von der Unsicherheit vieler. Je mehr unsere Gesellschaft unter den Druck sich ändernder Verhältnisse kommt, desto mehr scheren die Menschen aus. Oft sind es die Intelligentesten.
Politik | Keine Kommentare »
Freitag, den 27. April 2007 um 13:01
Es sind nicht nur Menschen, die Amok laufen, sondern auch Tiere sind davon befallen. So die wertvolle Charolais-Kuh “Beate”, welche Teile der Innenstadt von Hannover drei Stunden besetzt hielt, um dann erschossen zu werden. Wenn ein Mensch Amok läuft, ist dies die Folge einer emotionellen Blockade, die sich oft über Jahre aufbaut. Verschärft sich die Situation und ist eine Waffe zur Hand, läuft dieser Mensch Amok; die Opfer sind meist zufällig. Die schöne Kuh “Beate” hatte nur spitze Hörner und einen massiven Körper, dazu kräftige Beine. Das genügte, um sie als Terroristin abzuschiessen.
Gesellschaft | Keine Kommentare »
Freitag, den 27. April 2007 um 11:59
Es sind nicht nur Menschen, die Amok laufen, sondern auch Tiere sind davon befallen. So die wertvolle Charolais-Kuh “Beate”, welche Teile der Innenstadt von Hannover drei Stunden besetzt hielt, um dann erschossen zu werden. Wenn ein Mensch Amok läuft, ist dies die Folge einer emotionellen Blockade, die sich oft über Jahre aufbaut. Verschärft sich die Situation und ist eine Waffe zur Hand, läuft dieser Mensch Amok; die Opfer sind meist zufällig. Die schöne Kuh “Beate” hatte nur spitze Hörner und einen massiven Körper, dazu kräftige Beine. Das genügte, um sie als Terroristin abzuschiessen.
Gesellschaft | Keine Kommentare »
Freitag, den 27. April 2007 um 7:49
In Frankfurt starren die Mitarbeiter der renommierten FAZ gebannt auf das Website-Abenteuer von Geschäftsführer Tobias Trevisan. Sein neues und sehr teures 40-Personen-Team muss kostendeckende Resultate bringen, was heute noch nicht der Fall ist. Geht dies so weiter, fällt auch Trevisan, der in Frankfurt wenig Kontakt mit der Redaktion hat und am Wochenende vorzugsweise in die Schweiz zurückfliegt. Bis heute hat niemand verstanden, wieso er überhaupt in diese Position gewählt wurde. Wahrscheinlich ist es, dass er als junger Mann des Tycoons und Präsidenten des FAZ-Aufsichtsrats Wulf H. Bernotat an dessen Zügel geführt wird. Bernotat wollte keine starke Persönlichkeit an der Spitze der FAZ. Scheitert Trevisan, muss die Ablösung langsam erfolgen, damit das Image des Präsidenten nicht beschädigt wird.
Kommunikation | Keine Kommentare »
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