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Monatsarchiv für März 2007

Raubzüge auf die Goldküsten-Gemeinden

Donnerstag, den 29. März 2007 um 13:09

Wir leben in der Zeit des kleinen Mannes (Frau incl.), der sich aufgrund seiner demokratischen Rechte gegen den reichen Nachbarn zur Wehr setzt. Beispiele:

– Der Kanton Zürich macht in Bern selten einen Stich, weil unsere Zürcher National- und Ständeräte lieber miteinander streiten als miteinander für den Kanton in Bern kämpfen. Die kleinen Kantone stehen zusammen – gegen Zürich.
– Die ärmeren Zürcher Gemeinden wollen jetzt einen neuen kantonalen Finanzausgleich erzwingen, der die reichen Gemeinden (u.a. Küsnacht, Zumikon, Zollikon, Maur etc.) dazu verurteilt, ihren Bürgern noch höhere Steuern aufzuerlegen. Die Bewohner dieser Gemeinden müssten heute nur ein Viertel an Steuern bezahlen, wären sie nicht Opfer von Raubzügen anderer. Flüchten können nur die ganz Reichen, wie Marcel Ospel mit Familie Bodmer und Tausende anderer, in den Kanton Schwyz oder Ueli Prager und Tito Tettamanti gleich nach London.
– Die armen südbadischen Gemeinden lassen den Fluglärm über der Region Zürich niedergehen, damit die Aargauer, Basler und Solothurner Touristen im Südschwarzwald günstige Ferien machen können. Dort sind die Hotels oft bis zur Hälfte mit Schweizern belegt.

Ein neuer Klassenkampf ist in Gang gekommen. Die globalen Sieger (Bankiers, Financiers, Russen, Ölproduzenten, globale Konzerne) setzen ihre Interessen gegen die „alten Reichen“ der ehemaligen nationalen Eliten durch. Das ist Freienbachs Sieg über Zumikon.

Intelligenter Schachzug des Oerlikon-Chefs

Donnerstag, den 29. März 2007 um 7:35

Mit der Verzichtserklärung auf einen Teil seines Gehalts von CHF 26 Mio., zeigt Thomas Limberger, Chef von OC Oerlikon, echtes Geschick im Umgang mit der öffentlichen Meinung. Dies könnte in der Diskussion um die gewaltigen Managerlöhne zum Präzedenzfall werden. Limberger gehört offenbar zu einer neuen intelligenten Manager-Garde die verstanden hat, was echte Public Relations sind. Dieser Schachzug bringt ihm einen unerhörten Sympathieschub in der Bevölkerung. „Raider“ Georg Stump kümmert die ganze Diskussion um die Managerlöhne sicherlich wenig. Gewinn steht im Vordergrung, nicht der Mensch. Aber seine Mitarbeiter denken jetzt weiter.

Nun darf die Nation besonders gespannt sein, ob Daniel Vasella, Marcel Ospel und die CS-Spitze genauso intelligent mit den Gefühlen der Eidgenossen umgehen, worin sie bisher ja kläglich versagt haben. Heute hat die junge Generation ein deutliches Zeichen gesetzt und dazu gratulieren wir im Besonderen Herrn Thomas Limberger von OC Oerlikon. Hut ab!

Fidel Stöhlker

Trevisan hat ein Ackermann-Problem

Mittwoch, den 28. März 2007 um 16:11

Tobias Trevisan leitet die seit Jahren zerstrittene FAZ-Gruppe in Frankfurt, wie „Joe“ Ackermann dort die Deutsche Bank. Ackermann bringt jetzt bessere Gewinne und hat auch seinen Rücktritt schon angekündigt. Trevisan wird aus dem FAZ-Haus, Ackermann nicht unähnlich, angegriffen, er wurschtle sich – zudem noch mit Schweizer Hilfe – einfach durch. Es wäre schade, wenn die FAZ so untergehen würde, wie dies bei DaimlerChrysler der Fall ist. Trevisan, 48, steht sofort unter verschärfter Beobachtung.

Fast hätte ich Thomas Matter geglaubt. Warum?

Mittwoch, den 28. März 2007 um 15:53

Als Rolf Soiron, das Multitalent von Holcim und anderen grossen Firmen, Thomas Matter verteidigte, hätte ich die These, der Swissfirst-Banker sei unschuldig, fast geglaubt. Soiron ist ein philosophischer Fels in der Brandung der fast-money-people. Jetzt hat die Bankenkommission Matter einen scharfen Verweis erteilt. Das ist kein Berufsverbot, kommt aber sehr an ein solches heran. Wie schrieb ich früher: Dem Aufsteiger Rumen Hranov, der damit von der Bankenkommission bestätigt wurde, möchte ich nicht in den Weg kommen. Er ist ein grosser Unternehmer, der weder Umwege macht noch Pardon gibt. Schade um Thomas Matter, der einfach zuviel wollte und die anderen Menschen nicht ernst nahm. Wer viel Geld hat, denkt oft so.

Carla del Pontes Schock

Mittwoch, den 28. März 2007 um 11:31

Kein Medium hat gewagt zu wiederholen, was Carla del Ponte in der „Basler Zeitung“ schrieb: „Die Schweiz steht gleich wie die Guantanamo-Häftlinge vor einem juristischen Vakuum, das ihr zum Nachteil gereicht.“ Fragt sich nur, wer sind in diesem Fall die Amerikaner?

EDU gegen die Eidgenossen

Mittwoch, den 28. März 2007 um 10:15

Nationalrat Christian Waber, schon wieder ein Einmal-Populist. Mit seiner Aktion gegen unseren Bobo-National macht er aus uns Eidgenossen eine internationale Lachnummer. Ich bin aus Deutschland bereits angefragt worden, was solche idiotischen Aktionen gegen die eigenen Bürger sollen. Kleingeister wie er sollten überhaupt keine Plattform erhalten, denn sie schaden uns ausschliesslich. Es ist besonders einfach zu sagen, unsere Jugend habe eine „bessere Botschaft“ verdient. Leider hat er nicht begriffen, dass es am ESC nicht um die Botschaft geht, sondern um die Show. Und welcher Sänger oder welche Gruppe sollte anstelle von Bobo antreten? Oder sollen wir wieder einen schlechten Import einkaufen, der uns zéro points beschert?

Gegen unsere echten Gewalt-Probleme im Lande, geht Monsieur Einmal-Populist nicht vor. Soll er Samstagnacht doch einen Ausflug Richtung Escherwyssplatz und Maag-Areal in Zürich machen. Dann wird er rasch erkennen, dass unsere Jugend sich für die ESC Thematik gar nicht interessiert. Aber er wird den echten Problemen gegenüber stehen.

Fidel Stöhlker

Die NZZ ist eine unabhängige Zeitung – ist sie es?

Mittwoch, den 28. März 2007 um 9:26

Die NZZ hat Mitte März in einem Leitartikel Deutschland als „ängstliche Grossmacht“ bezeichnet und die weitgehenden Mitwirkungsrechte des deutschen Parlaments bei Einsätzen der deutschen Bundeswehr beklagt. Niemand aus der Schweiz nahm dazu Stellung, vielleicht wurde es auch gar nicht gelesen oder, schlimmer noch, nicht ernst genommen. Erst jetzt, zwei Wochen später, publiziert die „NZZ“ dazu zwei Leserbriefe aus deutscher Feder: Die NZZ-Bewertungen seien ideologisch fixiert und daher zumeist inakzeptabel.
Das ist genau das, was wir an den Deutschen in unserem Land nicht mögen. Sie mischen sich in die Schweizer Innen- wie Aussenpolitik ein und kritisieren unsere „NZZ“, was bei uns keinem anständigen Menschen einfallen würde.

Merke: Die „NZZ“ war immer USA-freundlich. Der „grosse Bruder“ gilt bei vielen als Schutzmacht gegen die böse EU und die noch böseren Deutschen.

Der Klimawandel ist eine Schwindel-These.

Dienstag, den 27. März 2007 um 12:57

Kohlendioxyd ist harmloser als gedacht. Alle Katastrophentheorien sind ebenso falsch wie jene aus den 80er Jahren, unser Planet kühle total ab. In den USA siegen Wissenschafter, die diese These vertreten, bereits gegen ihre Gegner. Der Film The Great Global Warming Swindle“ ist bereits angelaufen. Al Gore habe ich noch nie ein Wort geglaubt, warum jetzt? Wir sollten uns ernsthaft fragen, wer hinter jeder These steht. Die Erde war schon einmal wärmer, in Grönland und in Zermatt. Keine Panik, Freunde.

„Unser“ Martin Walser ist 80.

Dienstag, den 27. März 2007 um 8:01

Zuletzt sah ich ihn bei Helga Brummer, der geheimnisvollen Freundin grosser Männer, in Kostanz im Wohnzimmer sitzen: sehr deutsch, sehr verspielt, sehr liebenswürdig. Ihn zu feiern, fällt den Deutschen schwer, auch wenn er sich kurz vor seinem Geburtstag – sehr PR-wirksam – wegen seiner Ausfälle gegen MRR entschuldigte. Felicitas von Lovenberg, eine Sabine Christiansen der deutschen Kulturszene, musste ihn würdigen. Sie zog sich mit der Bemerkung aus der Schlinge: „..in den Schwächen ihrer Figuren und ihres Autors, gehört sie (seine Literatur) zum stärksten, was wir haben.“ Ja, viel mehr hat Deutschland nicht zu bieten. Grass ist am Ende, Wolf Biermann’s selbstgewählte Clown-Rolle wird immer wirklicher. Deshalb hat es Joachim Kaiser besser gesagt: „Voller Bewunderung, leisem Schauder und herzlicher Sympathie.“ Auch wir Schweizer feiern „unseren“ Martin Walser wie einen eigenen. Klar, von diesem Kaliber haben wir ohnehin niemand (mehr).

Ringier hisst die weisse Flagge

Montag, den 26. März 2007 um 10:35

Noch nie hat Michael Ringier derart offen zugegeben, er suche für seinen Verlag einen Fusionspartner. Ist Osteuropa tut er, was er in der Schweiz nicht tun will: Er verdient dort Geld mit aggressivem Boulevard-Journalismus. Auch die jetzt angesagte Drehung des Chefredaktoren-Karussels wird die nationalen Ringier-Medien nicht retten; der Fisch stinkt vom Kopf her, der Verlag hat die falsche gesellschaftspolitische Positionierung im Binnenmarkt. Frank A. Meyer, wurde beiläufig mitgeteilt, werde nun nach Berlin umziehen, wo er seinen Lebensmittelpunkt hat. Als Mittelsmann für eine angesagte Fusionspartnerschaft mit einem grossen deutschen Verlagshaus wäre er sicher geeignet. Ab heute werden die Drähte zwischen den Verlagshäusern nicht mehr summen, sondern singen.

 
     
     
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