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Breakout: Ein gnadenloser Schweizer Film

9. Januar 2007 um 9:45

Gestern war ich an der Premiere des neuen Mike Eschmann Films “Breakout”. Eine gnadenlos ehrlich erzählte und doch für die Schweiz leicht überspitze Geschichte. Eschmann hat ausgezeichnete Regiearbeit geleistet und der Mann wird, meiner Meinung nach, der Schweiz nicht mehr allzulange erhalten bleiben. Newcomer Nils Althauss und der Musiker “Stress” haben in ihren Rollen überzeugt. Den Film jedoch unter 16 Jahren freizugeben, wäre “grob fahrlässig” gewesen. Die schonungslosen Bilder der Schlägereien und die verbalen Dauerattacken waren selbst für mich sehr heftig. Die genialen Tanzszenen entspannen die Stimmung wieder.

Der Film beginnt rasant und sehr brutal, doch als “Nia” der Hauptdarsteller in der Erziehungsanstalt landet, nimmt die Spannung schnell ab und der Film wird schwerfällig und langweilig. Das Problem: Es gibt zwei massive Fehlbesetzungen. Melanie Winiger war als Anwältin “Nicole” absolut schwach und hat nicht überzeugt. Übrigens, als gestern Abend die vielfach diskutierte Szene mit dem Busen kam, schrie Melanie Winiger laut durchs Kino: “Äs sind nöd mini”. Typische Reaktion von einem Menschen mit POS-Syndrom! Schlimmer aber war die Leistung des neuen MusicStar-Moderators Max Loong, der sich gerne damit schmückt, an der berühmten Lee-Strasberg-Schule in Los Angeles ausgebildet worden zu sein. Als böser Bube hat er eine lächerliche Figur abgegeben. Kopftuch, grosse Halskette, lange T-Shirts und dazu ein Bubigesicht. Das passt einfach nicht. Diese Rolle hätte sogar ich um ein Vielfaches besser gespielt.

Breakout – ein Film der mit Vorsicht zu geniessen ist, denn er birgt für die Jugend unglaublichen Zündstoff, und ich sehe noch mehr Probleme auf Zürich zukommen.

Fidel Stöhlker

5 Kommentare zu “Breakout: Ein gnadenloser Schweizer Film”

  1. Dani

    Hallo zusammen…

    …ich selber habe bei diesem Film als Statist mitgewirkt. Jetzt wo ich das Endergebniss (nur Trailer) gesehen habe, hätte ich mir es nochmals anderst überlegt. Der Film hat zwar meiner Meinung nach viel Action usw.,bringt aber die heimische Hip-Hop/ B-Boy Scene in Verruf… ich selber komme aus Zürich und bin dieser Szene anhängig… so überspitzt wie im Film geht es äusserst selten zu!! (Übrigens kann ich die Schlagzeile aus der Zeitung: “die Statisten im Knast kähmen alle aus Seebach und seien auch im richtigen Leben Kleinkriminelle” nur belächeln. Die Hälfte der Statisten war nicht mal aus Zürich.;-)) Und ich verdiene mein Geld mit Arbeiten und nicht mit dealen oder waffenschieben;-)

    Melanie Winiger hat auf mich im Fernsehen immer sehr sympatisch gewirkt, sie live zu erleben ist jedoch leider das Gegenteil. Naja was kann man anderes erwarten von einer “VIP Persöndlichkeit”;-)!

    Mike Eschmann hat sehr gute Arbeit geleistet und man merkt auch, dass er etwas von seinem Handwerk versteht.

    Dass die Glatzen im Film von Ausländern gespielt werden finde ich sehr amüsant.:-)

    Nun gut ich schaue mir den Film mit Sicherheit mal an und werde meinen Komentar allenfals vortführen.

    Gruss Dani

  2. Angelina

    gatz eigetnli no??? de wo das gad da gschriebe het het kei ahnig!!! sicher widr mal so en bünzli schwiizer wo nöd weiss wiä d realität isch … es isch de besti film und du muesch gar nöd meine du chänsch das besser als de Max Loong spiele. Aso bitte wer meinsch wer du bisch. De film isch abartig hammer geil und ich verstah das diä lüüt wo ebe genau gege jugendgwalt sind das nid versönd und darum de film nöd guet findet. Find i schad proiberet ihr eu nid mal i diä Persone iä zversetze ich bin jugendlich und weiss genau wiä das gmeint isch. Gasch serverschinlich is gymi und kiffsch und meinsch segs etz scho krass aber du weisch nid was schsucht abgaht i dere schwiiiz und vo use dra hesch nöd mal en chline schimmer. Echt pienlich dich söt mer mal 1wuche det ane bringe den weisch wiä s isch. De film isch mega guet er zeigt di nackt warheit de wo sie nöd verträgt de isch eifach kein realist.

  3. Fidel S. Stöhlker

    Danke für Eure Kommentare – interessante Meinungen. Ich habe zwar nie geschrieben, dass ich den Film nicht gut finde, sondern nur sehr brutal und etwas überspitzt. Ich habe gesagt, dass mich die schauspielerische Leistung von Max Loong in dieser Rolle überhaupt nicht überzeugt hat. Er ist der Traum-Schwiegersohn vieler Schweizer Mütter und er macht seine Moderationen ganz gut. Aber als böser Bube – niemals. Lest den Kommentar von Angelina: interessante Sprache, nicht? Genau das meine ich in meinem Beitrag mit “Zündstoff für die Jugend”. Der Film gibt den naiven Jungen einen Riesenkick und Aggressionen werden schnell wachsen. Die Reaktion von Angelina ist eine davon aber ‘ne harmlose.

    Dani, Statist in Breakout, bestätigt, was ich als Aussenstehender beobachtet habe. Meine Beobachtungsgabe scheint noch voll in Takt zu sein. Jetzt bestätigt offenbar ein Mitglied der Szene, dass es auf der Strasse nur ganz selten so zu und her geht. Auch ich habe mit einzelnen Jungs nach dem Film gesprochen und neugierig nachgefragt. Kein einziger hat mir bestätigt, dass die Szene dermassen abgestumpft, kriminell und brutal ist.

    Trotzdem, schaut Euch den Film an und schreibt uns Eure Meinung.

  4. Deadman

    lol dr Film isch echt guet glunge. I muss zwar zuege, dass dr Film au übrtriebe isch, den so viel Gwalt gits in dr Schwiz (nonig) nid. Jedoch wirds als wie meh zu dem cho, wies scho in Dütschland dr Fall isch. Dr Film an sich findi i echt toll.

    Und zu dr Kritik “Schlimmer aber war die Leistung des neuen MusicStar-Moderators Max Loong, der sich gerne damit schmückt, an der berühmten Lee-Strasberg-Schule in Los Angeles ausgebildet worden zu sein. Als böser Bube hat er eine lächerliche Figur abgegeben. Kopftuch, grosse Halskette, lange T-Shirts und dazu ein Bubigesicht. Das passt einfach nicht. Diese Rolle hätte sogar ich um ein Vielfaches besser gespielt.” sägi nur:

    Dr Max Loong het sini Rolle meh als guet gspielt. Es isch echt genial und “Bubigesicht” isch völlig drnebe. Ich wött nid wüsse wie Scheisse dr Film mit dem wo die Kritik gschribe het worde wär. Will behaupte chan me viel, das me öbbis besser gmacht het, abr das au umsetze nid.

  5. rulett stratégiák

    Tja, das Leben kann so einfach sein, mann muss nur glück haben.

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