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Weblog
Tagesarchiv für 9. Januar 2007
Dienstag, den 9. Januar 2007 um 16:52
Das Inserat hiess einmal “Dahinter steckt immer ein kluger Kopf” und warb für die “Frankfurter Allgemeine Zeitung”. Jetzt hat die Deutsche Bank dieses Sujet übernommen und wirbt damit und dem Slogan “A passion to perform” in internationalen Medien für ihre Dienstleistungen. Noch scheint dies in Frankfurt niemand bemerkt zu haben; man müsste nur kurz über die Strasse gehen, um diesen merkwürdigen kreativen Vorgang zu bereinigen.
Kommunikation | Keine Kommentare »
Dienstag, den 9. Januar 2007 um 16:23
Mit Micheline Calmy-Rey und Doris Leuthard haben wir nun zwei Bundesrätinnen, die eine bewusst frauenfreundliche Politik verfolgen. Beide tun dies natürlich ganz uneigennützig, dies im Gegenteil zum nördlichen Nachbarland, wo der Konflikt zwischen weiblichen und männlichen Politikern bereits ganz andere Ausmasse angenommen hat. Bekanntlich war es “Angie” Merkel, die Kanzler Helmut Kohl zum Rücktritt aufforderte; heute weiss man, warum. Jetzt fordert eine Frau, Gabriele Pauli, Landrätin, CSU-Parteichef Edmund Stoiber heraus, dessen Zukunft ernsthaft gefährdet ist. Bei uns wird Christa Markwalder bereits als Nachfolgerin von FDP-Parteichef Fulvio Pelli gehandelt. Merke: Dieser Krieg steht erst am Anfang.
Politik | Keine Kommentare »
Dienstag, den 9. Januar 2007 um 15:33
Die Weltpolitik ist zum Lachen, wäre sie nicht so todernst. Was Otto Stich für unseren Bundesrat, ist Jimmy Carter für die US-Regierung, beide nerven. Jetzt hat Jimmy Carter, der Erdnussfarmer, ein neues Buch vorgelegt, das von unseren Schweizer Medien noch verschwiegen wird. Darin beschuldigt er die israelische Regierung, die von Politskandalen zu Sexskandalen und Finanzskandalen taumelt, sie betreibe gegenüber den Palästinensern eine Politik der Apartheid. Die israelische Lobby, bestätigt Carter, übe in Washington zuviel Druck aus. Carter steht nun für viele in einer Reihe mit Historikern der Harvard University und Mehmed Ahmedi Nejad, die Israel der übertriebenen Aggression beschuldigen. Während israelische Kreise schon den Einsatz der Atombombe gegen den Iran fordern, schiesst Jimmy Carter mit Erdnüsschen. Ein merkwürdiger Krieg bahnt sich an. Ariel Scharon müsste eigentlich aus seinem Koma aufwachen und diesem Unfug ein Ende machen.
Politik | Keine Kommentare »
Dienstag, den 9. Januar 2007 um 13:44
Es gibt jede Menge intelligente junge Menschen, die von ihren Familien her über derart viel Geld verfügen, dass sie nicht zur vollen Leistung kommen. Ganz im Gegenteil die Juden: Weil sie in Europa immer gejagt, gehetzt und getötet wurden, mussten diese 0,2% der Weltbevölkerung mehr leisten als andere; sie hatten auch oft die besseren Schulen und darin die besseren Lehrer, Ergebnis; 170 jüdische Nobelpreisträger, die damit auch die Amerikaner und Deutschen weit distanzieren.
Es ist die mangelnde Herausforderung, das Nichterkennen der Chancen, das unsere Generationen frühzeitig ermüdet, Es ist auch die angenommene Hilflosigkeit gegenüber Klügeren, welche sich diese Situation znutze machen, Ohnmacht macht hilflos.
Gesellschaft | Keine Kommentare »
Dienstag, den 9. Januar 2007 um 12:19
Bruno Gehrig, Multi-VR bei Swiss Life, HoffRoche und Swiss, liess mich wissen, ich lebe mit meinen Rentenansprüchen auf Kosten unserer Kinder. Dies bringt mich, da ich Gehrig für einen intelligenten Menschen halte, zum Nachdenken,
Was also haben wir für die Zukunft zu erwarten:
1. Die Einkommensunterschiede zwischen Besser- und Weniger-Verdienenden werden zunehmen, Letzteren hat nun auch SP-Bundesrat Moritz Leuenberger empfohlen: “Ihr müsst länger arbeiten.”
2. Die Zeit der Vollbeschäftigung, wie wir sie zuletzt vor dreissig Jahren hatten, wird nicht mehr kommen. Die verdeckte Arbeitslosigkeit wird zunehmen,
3. AHV, IV und 2. Säule werden den Einzahlenden kaum noch Erträge bringen. Inflationsbereinigt werden diese Einzahlungen für den Beitragszahler zu einem Nullsummenspiel.
Derart getröstet und gestärkt mache ich mich nun auf den Weg, noch etwas zu arbeiten.
Politik | Keine Kommentare »
Dienstag, den 9. Januar 2007 um 9:45
Gestern war ich an der Premiere des neuen Mike Eschmann Films “Breakout”. Eine gnadenlos ehrlich erzählte und doch für die Schweiz leicht überspitze Geschichte. Eschmann hat ausgezeichnete Regiearbeit geleistet und der Mann wird, meiner Meinung nach, der Schweiz nicht mehr allzulange erhalten bleiben. Newcomer Nils Althauss und der Musiker “Stress” haben in ihren Rollen überzeugt. Den Film jedoch unter 16 Jahren freizugeben, wäre “grob fahrlässig” gewesen. Die schonungslosen Bilder der Schlägereien und die verbalen Dauerattacken waren selbst für mich sehr heftig. Die genialen Tanzszenen entspannen die Stimmung wieder.
Der Film beginnt rasant und sehr brutal, doch als “Nia” der Hauptdarsteller in der Erziehungsanstalt landet, nimmt die Spannung schnell ab und der Film wird schwerfällig und langweilig. Das Problem: Es gibt zwei massive Fehlbesetzungen. Melanie Winiger war als Anwältin “Nicole” absolut schwach und hat nicht überzeugt. Übrigens, als gestern Abend die vielfach diskutierte Szene mit dem Busen kam, schrie Melanie Winiger laut durchs Kino: “Äs sind nöd mini”. Typische Reaktion von einem Menschen mit POS-Syndrom! Schlimmer aber war die Leistung des neuen MusicStar-Moderators Max Loong, der sich gerne damit schmückt, an der berühmten Lee-Strasberg-Schule in Los Angeles ausgebildet worden zu sein. Als böser Bube hat er eine lächerliche Figur abgegeben. Kopftuch, grosse Halskette, lange T-Shirts und dazu ein Bubigesicht. Das passt einfach nicht. Diese Rolle hätte sogar ich um ein Vielfaches besser gespielt.
Breakout – ein Film der mit Vorsicht zu geniessen ist, denn er birgt für die Jugend unglaublichen Zündstoff, und ich sehe noch mehr Probleme auf Zürich zukommen.
Fidel Stöhlker
Gesellschaft | 5 Kommentare »
Dienstag, den 9. Januar 2007 um 9:06
Einmal mehr inszeniert sich Bundesrätin Doris Leuthard mediengerecht und schafft Platz für Jobsharing der 2600 Mitarbeiter in ihrem Departement. Nicht nur das: Sie will künftig mindestens 50 Prozent der Kosten für die Kinderbetreuung ihrer Angestellten übernehmen, und Väter erhalten zusätzlich drei Tage Vaterschaftsurlaub. Die Medien jubeln der Volkswirtschaftsministerin zu – und niemand wagt die Frage zu stellen: Wer bezahlt dies eigentlich? Und weshalb, wenn es doch so einfach möglich ist, haben dies die anderen Departemente nicht schon längst eingeführt? Müssen zur Finanzierung der leuthardschen Pläne vom Parlament bewilligte projektbezogene Kredite angezapft werden? Falls ja: Liegt die Bewilligung dazu vor?
Philippe Welti
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