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Monatsarchiv für Januar 2007

Xenophobie nicht nur eine US-Krankheit

Mittwoch, den 31. Januar 2007 um 16:21

Als Europäer ist man in den USA erst einmal verdächtig, als Franzose noch ein wenig mehr. Die Nordamerikaner sehen kaum europäische Filme noch lesen sie europäische Bücher. Grosse Teile des Landes werden beherrscht vom Geist eines „Ku-Klux-Clan light“. Auch die Türken sind xenophob, die Inder ohnehin und die Polen auch – sind wir Schweizer es deshalb nicht? Ganz im Gegenteil: Ein Afrikaner macht bei uns im Land kaum Geschäfte, ein Genfer ägyptischer Herkunft ist im Raum Zürich immer zuerst einmal ein Hochrisiko. Libanesen, wie Nicolas G. Hayek, litten lange unter diesem „vorderasiatischen Händler-Image“. Geben wir es zu, wir trauen eigentlich nur uns selber; schon Welsche und Tessiner müssen den doppelten Leistungsnachweis erbringen.

Swissair-BCV: Merkwürdiger Zufall

Mittwoch, den 31. Januar 2007 um 15:51

Soeben hat Didier Planche ein Buch vorgelegt, „L’affaire BCV“, worin er den Nachweis führt, dass die Rettung der Banque Cantonale Vaudoise vor 15 Jahren getürkt war. Die damals abgeschossene Konzernleitung sei „gelyncht“ worden. Dies erweckt sofort Erinnerungen an den Auftritt von Mario Corti in Bülach in Sachen Swissair, wo er den Namen UBS nie in den Mund genommen hat, diese aber dennoch eine scharfe Stellungnahme abgegeben hat. Wenn es um „big deals“ geht, so die Meinung der meisten aufmerksamen Beobachter, sind „strange solutions“ keineswegs ausgeschlossen.

Studenten brauchen bereits Psycho-Berater

Mittwoch, den 31. Januar 2007 um 14:41

In der Westschweiz sind es jedes Jahr bereits Hunderte von Studenten, die während ihres Studium nach der Hilfe von Psychiatern rufen. Deshalb, vor allem in der Westschweiz, haben unsere Hochschulen solche Beratungsstellen bereits eingerichtet. Die Studenten drohen am Studium zu scheitern, an den Prüfungen, an ihren Professoren und an ihren Freundschaften. Merke: Wer solche Probleme bereits beim Studium hat, wird als künftiger Spitzenmanager sicher bestens geeignet sein, die oft schizophrenen Situationen am Arbeitsplatz bestens zu gestalten.

Das Establishment beschädigt sich

Mittwoch, den 31. Januar 2007 um 12:46

Aus Mario Corti, der einmal „Super Mario“ war, ist vor Gericht ein „Super Mario II“ geworden, ganz wie Stallone in seinen Rambo-Filmen. Mario Corti zerfetzt die Deckung des UBS-nahen Establishments; man fragt sich nur warum? Ich sehe den Grund darin, dass er, im Gegensatz zu Bruggisser und anderen VR’s, der „Misswirtschaft“ angeklagt ist. Es warten härtere Strafen auf ihn, wird er verurteilt. Mario Corti und seine ehemalige Finanzchefin kämpfen den Kampf ihres Lebens gegen das Banken-Establishment und Marcel Ospel. Wer Spitzenstars der Wirtschaft derart in die Enge drängt, muss mit einem Rückschlag rechnen. Marcel Ospel ist heute schon beschädigt. Er wird mehr tun müssen als bisher, um seine Weste weiss zu halten.

Vegetarier sind friedlicher

Mittwoch, den 31. Januar 2007 um 12:01

Moritz Leuenberger ist unser berühmtester nationaler Vegetarier. Ganz offensichtlich verleiht ihm dieses Essverhalten jene körperliche und geistige Eleganz, die viele an ihm so bewundern. Jedoch bleibt die Frage ungeklärt, was solches Verhalten wirklich bewirkt? Schrumpfen gewisse Hirnleistungen, wie manchmal zu lesen ist, zum Vorteil einer weitergehenden Vergeistigung? Auf jeden Fall meinte der englische Poet Shelley, auch Gelegenheits-Vegetarier, Robespierres Terror hätte vermieden werden können, hätte man der Pariser Bevölkerung empfohlen, sich von den Früchten der Natur, notfalls geeigneten Gräsern, zu ernähren. Da auch kein Kuchen zur Verfügung stand, wie Zeugen berichten, kam es zur französischen Revolution. Napoleon, so Shelley, wäre nie ein derartiger Gewaltherrscher Europas geworden, hätte er sich vegetarisch ernährt. George Bernard Shaw wiederum sagte, da wir uns von toten Lebewesen ernährten, können wir nie erwarten, ideale Zustände auf der Erde herstellen zu können. Hitler war bekanntlich ein Vegetarier, aber, wie Zeugen berichten, nicht aus Überzeugung, sondern aus medizinischen Gründen, weil er andernfalls Bauchkrämpfe und Schweissausbrüche bekam. Himmler, ebenfalls Vegetarier, wollte die Waffen-SS solchermassen füttern, konnte sich aber nicht durchsetzen. Aus Bern sind uns derlei Eskapaden bisher nicht bekannt.

Späte Stellungnahme des Raiffeisen-Bankiers

Mittwoch, den 31. Januar 2007 um 11:16

Hansruedi Laich hat viele Karrieren erlebt: brevetierter Skilehrer, dann Leiter der Raiffeisenbank St. Gallen, Oberst und jetzt Leiter des Schweizerischen Skiverbandes. Unlängst liess er sich auf die Frage „Was stört Sie als Staatsbürger?“ wie folgt vernehmen: „Dass es die Eidgenössische Bankenkommission fertig bringt, mit übereifrigen Vorschriften Machertypen aus den Bankberufen zu vertreiben.“ Laich, zweifellos ein Macher, fühlt er sich aus seinem Beruf als Bankmanager vertrieben? Wer sonst wurde vertrieben? Die Bankenkommission hat bisher auf eine Stellungnahme verzichtet.

Uni Bern: Herkunft antisemitische Protokolle wieder offen

Mittwoch, den 31. Januar 2007 um 10:03

Viel mussten wir in den letzten Jahrzehnten lesen über „Die Protokolle der Weisen von Zion“. Dieses antisemitische Pamphlet stamme von einem französischen Diplomaten, der in St. Petersburg seinen Dienst versah. Finanziert vom Schweizerischen Nationalfonds, stellte nun der Historiker Michael Hagemeister an der Uni Bern fest: „Der Verfasser der Protokolle ist bis heute nicht bekannt. „Gleichzeitig diskreditierte er den „Berner Prozess“, der nach heutigem Kenntnisstand nichts zur Klärung beigetragen habe. Unsere Rechtfertigung: Man wollte den Einfluss der Frontisten eindämmen. Waren das Zeiten.

Israels Wirtschaftsstärke ist erklärbar

Mittwoch, den 31. Januar 2007 um 9:21

Wer jetzt als Tourist nach Israel geht, muss einiger Massen abgebrüht sein. Bei jedem Cafébesuch an eine Bombe zu denken, ist nicht jedermann Sache. Israels Wirtschaft geht es bekanntlich schlecht, aber so schlecht auch wieder nicht. Die Hightech-Industrie des Landes ist die Folge der Investitionen in die Armee. Der Biotech-Sektor wird von Russen angetrieben, die ihre schwierige Heimat verlassen haben, um in Israel ruhig arbeiten zu können. Auch die USA investieren mächtig, ganz an der Spitze Warren Buffett aus Omaha.

Alpinunfälle gelten als Restrisiko

Dienstag, den 30. Januar 2007 um 17:27

Wer die Herausforderung sucht und dies auf der Strasse aus bekannten Gründen nicht mehr tun kann, sollte sich in den Bergen austoben. Das Tirol verzeichnet pro Jahr mehr Berg- als Strassentote. Ich schätze, dass dies im Wallis oder im Berner Oberland nichts anders ist. Gefährdet sind mit grossem Abstand vor allen anderen die Bergwanderer (ein im allgemeinen harmloses Völkchen), dann erst die Kletter und zuletzt die Hochtouren-Bergsteiger. Das Verletzungsrisiko ist beim Wintersport das 7,5fache gegenüber dem Wandern. Nur die Fussballer leben gefährlicher, ihr Risiko gegenüber dem Wanderer ist das 18fache.

Wer wird europäisches Unternehmen des Jahres?

Dienstag, den 30. Januar 2007 um 17:15

Am 31. Januar wird in Brüssel das europäische Unternehmen des Jahres gewählt und bekannt gegeben. Von Volvo in Schweden bis zur Aegon in den Niederlanden nimmt eine Edelauslese europäischer Firmen an diesem Wettbewerb teil. Eine Schweizer Firma habe ich unter den sechzig Finalisten nicht entdecken können; wahrscheinlich finden wir uns „hors classe“. Jedoch, dieses zu enge Denken, das nur am Nächstliegenden ausgerichtet ist, könnte mit ein Grund sein, weshalb nur wenige Schweizer Firmen zu den Übernehmern gehören, viele und immer mehr jedoch übernommen werden. Es fehlt uns an Selbstvertrauen.

 
     
     
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