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Weblog
Monatsarchiv für Dezember 2006
Freitag, den 15. Dezember 2006 um 11:03
Wenn China, Indien und Kirgistan grosses wirtschaftliches Wachstum aufweisen, dann müssen wir nur in die Nordwestschweiz blicken. Dort wächst die Wirtschaft mit gut sechs Prozent jährlich; Motor sind die Exporte.
Ich glaube schon längst nich mehr an nationale Wachstums-Zahlen. Besser wäre die Aussage: Nordwestscheiz, Zug, Zürich und Genf gut. Bern, St. Gallen, Graubünden und der Jura schlecht. Unsere Wirtschaft wächst seit Jahren nur noch sektoriell; über 1200 Metern entwickeln wir jetzt die “Bären Zone”, wo wir Wölfen, Luchsen und Schlangen “grüezi” sagen können.
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Freitag, den 15. Dezember 2006 um 8:22
Wenn Stephan Schmidheiny in der “NZZ” von seinem Hausautor Werner Catrina eine ganzseitige Weihnachtsbilanz veröffentlichen lässt, nicht als Inserat, sondern als Artikel, dann weckt dies Neugier. Was erfahren wir? Stephan Schmidheiny hat eine Milliarde USD zur Verfügung gestellt und schüttet jährlich rund USD 35 Mio. aus. Wäre die Milliarde gut angelegt, müsste eigentlich eine bessere Rendite erzielt worden sein als zur Auszahlung kam, dies auch angesichts der Kosten für die 140 Mitarbeiter, welche das Geld verteilen. Die Leistungen sind originell: Eine Ärztin “mit Schweizer Wurzeln” wird unterstützt, die “Social Entrepreneurship” fördert. Die Organisation von 200 000 brasilianischen Kehrichtarbeitern zur Ausschaltung der Zwischenhändler verrät Kaufmannsgeist. Müssen jetzt auch die Zwischenhändler gefördert werden oder haben diese die Schweizer Version von “Social Entrepreneurship” schon begriffen?
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Donnerstag, den 14. Dezember 2006 um 15:24
Niemand zweifelt daran, dass Oxford eine noch berühmtere Universität ist als die Zürcher. Dort fällt auf: Aufgenommen wird, wer in England gute Beziehungen hat und – als Ausländer – einen Notenschnitt um die “1″ aufweist, die beste Note. Neuerdings muss man in Oxford als Jungstudent einen Vertrag unterschreiben, dass man alle Seminare und Kurse auch besucht. Ist dies nicht der Fall, und der Vertrag unterschrieben, können die Studenten keinen Regress stellen.
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Donnerstag, den 14. Dezember 2006 um 8:54
Schweizer Filmer sind top. Im Ausland gewinnen sie Preise. Im Heimatland macht man die Erfolge nieder. Anstatt unseren talentierten Filmemacher für die wertvolle Werbung im Ausland zu danken, nutzen immer wieder dieselben Politiker die Situation, das Thema für politische Hetze zu missbrauchen. So Banga und Schlüer. CHF 120’000.– für Werbung in ganz Europa ist ein Tropfen auf dem heissen Stein. …und inakzeptabel ist der Film erst recht nicht. Inakzeptabel ist die billige Stimmungsmache auf Kosten von erfolgreichen Schweizern, durch radikale Schweizer Politiker die nach Themen suchen. Unsere Nachbarn lachen sich schlapp über die Thematik. Entwicklung ist ein Fremdwort für einzelne politische Vertreter.
Fidel Stöhlker
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Donnerstag, den 14. Dezember 2006 um 8:37
Die US-Amerikaner sind ein gänzlich verwirrtes Volk. Erst kämpfen sie gegen den Irak und Osama bin Laden, dann heben die Demokraten einen Mann auf das Schild, dessen Vorname nach Irak klingt und dessen Nachname nach Osama. Der 45-jährige dunkelhäutige Senator Barack Obama aus Illinois hat zudem den Mittelnamen “Hussein”, was die Amerikaner auch nicht mehr abschreckt. Der Geist Muhamads ist nicht mehr zu stoppen, Hillary hin oder her.
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Donnerstag, den 14. Dezember 2006 um 8:06
Stets wurden wir dazu erzogen, Bienen und Wespen zu bewundern, die lieber arbeiten als Nachwuchs zu zeugen. Dies beruht jedoch auf Diktatur, wie jüngste Forschungen ergeben. Setzte die soziale Kontrolle aus, zeugten die armen Arbeiterinnen sofort eigenen Nachwuchs – keine Spur von Freiheit, Vernunft oder Selbstbeschränkung. Daraus liesse sich schliessen, dass auch unsere “Freiheit vom eigenen Kind” eher keine Freiheit ist, sondern dieser Entscheid einem Zwang unterliegt, dessen Wurzeln streng geheim gehalten werden. Wir wollen und dürfen gar nicht wissen, weshalb wir aussterben.
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Mittwoch, den 13. Dezember 2006 um 16:56
US-Studenten studieren im Ausland am liebsten in GB, Italien und Spanien. Sie gehen auch nach Brasilien, Argentinien und Indien. Dass sie in die Schweiz wollen, ist nicht bekannt. Auch Schweizer Studenten in den USA sind praktisch unbekannt. Die Pakistani stellen noch 5 700 US-Studenten, die Inder 75 000. Von Schweizern keine Spur.
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Mittwoch, den 13. Dezember 2006 um 15:01
Die Volkswagenwerke von Herrn Piech zahlen jedem Aussteiger bis zu 144 000 Euro cash. Hätte Herr Piech jedem guten Einsteiger diesen Betrag bezahlt, wäre er wahrscheinlich weiter gekommen. Man soll nie gutes Geld schlechtem nachwerfen, aber Herr Piech, der sich für Napoleons Nachfahr in Europa hält, hat kein Musikgehör. Jetzt hat er sein “Moskau” vor sich und wirft Menschenballast ab, um wieder auf Flughöhe zu kommen.
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Mittwoch, den 13. Dezember 2006 um 13:28
Wenn wir im Jahr Milliarden ausgeben, um unsere Bauern zu sponsern, die damit teure Traktoren kaufen und nicht selten auch einen Porsche in der Garage stehen haben, dann ist dies gut. Wenn Hugo Chavez und Mahmud Ahmadi-Nedjad ihre Bauern mit billigen Krediten und Direkthilfe sponsern, dann ist dies schlecht. Ich gehe mit Dr. Thomas Held von “Avenir Suisse” einig: Wir, die Schweiz, sind bereits zur Hälfte sozialistisch geworden. Was Hugo und Mahmud für ihre Völker, sind Moritz, Doris und Micheline für das unsrige.
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Mittwoch, den 13. Dezember 2006 um 11:54
Die Schweiz und Luxemburg sind die Traumländer der europäischen Demokraten; Liechtenstein ist es trotz aller Bemühungen nicht gelungen, sein Image wirklich substantiell zu verbessern. Dafür ist es vielleicht auch zu klein. Jedoch hat der Graf von Luxemburg (mit gut 400’000 Einwohnern) nur das gleiche Vermögen wie das Haus derer zu Liechtenstein mit weniger als einem Zehntel dieser Einwohner. Dies sagt über die Effizienz der regierenden Familien doch einiges aus.
Blicken wir auf die anere Seite des Spiegels: die UNO hat 192 Mitglieder; kaum die Hälfte davon erfüllt die rechtsstaatlichen Vorstellungen und Standards unserer westlichen Demokratien. Fragt sich nur, ob der Trend Richtung Demokratie läuft oder Demokraturen zur Folge hat.
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