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Weblog
Tagesarchiv für 3. Oktober 2006
Dienstag, den 3. Oktober 2006 um 16:04
Nicht nur, dass die egoistischen Interessen zweier Baufirmen den Bau des Gotthard-Basistunnels zu verzögern vermögen, jetzt stellt sich heraus, dass man sich dort allseits gnadenlos bedient. Der oberste Verantwortliche, Benedikt Weibel, zieht sich mit einem Heiligenschein in eine vergoldete Pension zurück. Was er hinterlässt (siehe auch SBB-Pensionskasse) sind Milliardenschulden. Kurz, die NEAT kostet jetzt 22 Mia. Franken; in Wirklichkeit sind es über 26 Mia. Franken – und wir sind noch lange nicht am Ende der Fahnenstange. Wir sollten uns fragen, ob unsere Chefbeamten in Bern mitsamt ihrer Aufsichtsorgane wirklich ihr Geld wert sind. Es liesse sich auch folgern, sie verdienten viel zu wenig, denn angesichts ihrer Budgets, die sie verantworten, kämen die Saläre ohnehin nicht mit.
Politik | 1 Kommentar »
Dienstag, den 3. Oktober 2006 um 15:43
Wenn die Schweiz 57% ihrer Energie mit Öl deckt, das sind 240 000 Fass Erdöl pro Tag, sollten wir intensiver über Öl sprechen. Zum Beispiel: Die Greater Middle East Initiative der USA dient letztlich dazu, die Ölreserven vom Persischen Meer bis zum Kaspischen Golf dauerhaft zu kontrollieren. Ohne Öl keine Weltmacht. Putin verstaatlicht alles Öl, damit er an der Spitze bleibt. Und die neue Weltmacht China kauft Öl mit harten Dollars, wo immer möglich, z.B. im Sudan, wo sie die Regierung stützt, die bekanntlich mit den Menschen im Süden äussest brutal umgeht. Merke: Wir Schweizer kaufen überall ein, denn wir sind die Klügsten.
Wirtschaft | Keine Kommentare »
Dienstag, den 3. Oktober 2006 um 15:20
Eine bemerkenswerte Allianz von SVP (rechtsbraun) und politisch Linksgrün hat die von Samuel Schmid vorgetragenen Pläne von Kkdt. Christoph Keckeis gebodigt. Die Schweizer Armee soll, mehr oder weniger, die alten Bodentruppen und Waffen, modernisiert, erhalten und den Sprung in die europäische Moderne verweigern. Was sich an diesem neuen Graben, der tiefergehender ist als der Röstigraben, zeigt, ist die Front zwischen nationalkonservativ und gobalkonservativ.
- Nationalkonservativ kann man in jeder Partei sein, aber die Linksgrünen und die SVP sind dies mehr als FDP und CVP. Verteidigt werden die klassischen Schweizer Interessen gegen die Ansprüche der sich globalisierenden Institutionen und Firmen (Saläre, Expansion, Personalabbau im Inland).
- Globalkonservativ sind Unternehmer, die im Weltmassstab denken. Sie wollen die günstigsten Produktionsstätten, die besten und billigsten Mitarbeiter, tiefe Steuern, keine Soziallasten.
Während die Nationalkonservativen die Vergangenheit verteidigen und nur zögernd zu Zugeständnisse an die Moderne bereit sind, verlangen die Globalkonservativen (Neo-Liberal gemäss “Washington Protocoll” von 1989) die Freiheit des Kapitals. Dieser Konflikt wird künftig mehr zu reden geben als der zwischen den Landesteilen.
Politik | Keine Kommentare »
Dienstag, den 3. Oktober 2006 um 15:15
Die EU-Verteidigungsminister verlangen eine Verkleinerung und Professonalisierung ihrer Truppenbasis. Es sei unsinnig, wenn wir in Europa noch zwei Mio. Soldaten hätten, viel zu viel. Die Überalterung der europ. Bevölkerung verhindere eine derart grosse Armee ohnehin. 100 000 Panzer und 3 000 Kampfflugzeuge in Europa seien auch zuviel. Notwendig seien “Joint European Operations”, die als Expeditionskorps und multinationale wie multiinstrumentale Einheiten in der Welt eingesetzt werden könnten. Damit ist Kkdt. Christoph Keckeis auf dem richtigen Weg, allen heimischen Widerständen zum Trotz. Afrika und Mittelasien wollen beschützt und kontrolliert werden; billiger wird dies auf keinen Fall.
Politik | Keine Kommentare »
Dienstag, den 3. Oktober 2006 um 14:45
Heute Abend um 20 Uhr startet auf 3+, dem neuen TV-Sender, die Sendung Superstar. Die jungen Fernsehmacher wollen zeigen, dass auch sie in der Lage sind einen SuperStar zu produzieren. Ich bin ja wirklich gespannt, wie die sympathische Viola Tami die Sendung übersteht. SFDRS hat inzwischen bewiesen, dass sie nicht in der Lage sind, Musicstars über die Sendung hinaus weiter erfolgreich zu “promoten”. Hier geht es nur um die Einschaltquoten, was danach kommt ist egal. Man rede mit den TV-Produzenten im Ausland und erhält genau dieselbe Antwort.
BlickOnline hat ein Rating lanciert und fragt die Leser, wer die erfolgreichere Sendung produzieren wird. Fazit bis heute: 64% der Leser glauben, dass beide Sendungen floppen werden. Obwohl ich Viola Tami einen Erfolg wünsche glaube ich auch, dass die Sendungen in der Schweiz kaum eine Chance haben. Ich behaupte immer noch: Die Schweiz lässt keine Stars zu.
Fidel S. Stöhlker
Kommunikation | Keine Kommentare »
Dienstag, den 3. Oktober 2006 um 14:28
Moritz Leuenberger macht auch ohne eigenen Ghostwriter, von dem man ohnehin wenig spürt, hie und da bemerkenswerte Aussprüche. So liess er wissen, dass das erneute Gesuch von Unique für die Einführung des gekröpften Nordanflugs jetzt wieder bei der Flughafenverwaltung liege. Unique habe beim ersten Mal “von vornherein ein nicht bewilligungsfähiges Gesuch gestellt”. Und, so ML, “Unique wusste das auch zum Voraus.” Kein Wunder, dass wir Anwohner weder ML noch den Chefs von Unique ein Wort glauben. Sie tricksen, wo immer möglich. Dazu nochmals ML: Er möchte in Berlin ein Verhandlungsergebnis erzielen, das “möglichst vielen Menschen dient. Auch den Deutschen.” Ich dachte, wir zahlen seine BR-Spesen oder zahlt der Landkreis Waldshut mit?
Kommunikation | Keine Kommentare »
Dienstag, den 3. Oktober 2006 um 14:12
Seit Peter Bodenmann mit seiner “Roten Anneliese” (Rote Analyse) im Oberwallis hat niemand mehr derart auf Dr. Christoph Blocher und seine Ems-Chemie losgeschlagen wie Inlandredaktor Richard Aschinger vom “Bund”. Aschinger schreibt: Blocher habe Ems für über CHF 50 Mio.— (Anm: ein Taschengeld) mit Hilfe von Robert Holzach gekauft. Grosse Teile des Bündnerlandes sind heute von Christoph Blocher abhängig. Aschinger beschreibt Konzernchefin Martullo-Blocher als “kalt rechnend”, das Unternehmen an kurzer Leine führend. Seit 2005 muss jeder Ems-Mitarbeiter “freiwillig” eine Stunde pro Woche länger arbeiten, Personalabbau und “Geringschätzung der Mitarbeiter” werden bemerkt. Dafür sei die Lehrlingsausbildung (Anm: Nachwuchs für das Kapital) ausgezeichnet. Auch habe man der Churer Kathedrale CHF 1,6 Mio. für eine neue Orgel gespendet. Die Geistlichkeit predigt ohnehin die Hinnahme irdischen Leids.
Kommunikation | 2 Kommentare »
Dienstag, den 3. Oktober 2006 um 13:25
Wir wissen es längst, dass auch Hanf das Hirn zerstört, aber unsere sogenannte “classe élite”, wozu auch Lehrer, Ärzte und Juristen zu zählen sind, dulden diese Sünde aus den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Im Kanton Bern hat die Polizei jetzt 50% mehr dieser Hanfplantagen entdeckt, meist in speziell ausgestatteten Kellern. Wie man dies macht, kann jederzeit nachgelesen werden. Warum soviel Hanf in Bern? Der Preis von Cannabis-Produkten auf Berns Strassen hat sich in letzter Zeit fast verdoppelt; ein IV-Bezüger und diverse Schmarotzer können sich damit ein gutes Taschengeld verdienen.
Gesellschaft | 2 Kommentare »
Dienstag, den 3. Oktober 2006 um 10:19
Vor mehr als einem Jahr machten wir erstmals in der Schweiz darauf aufmerksam, dass die neuen Giga-Liner, Lastwagen von über 25 Metern Länge, auf uns zukommen. Jetzt meint Transpörtler Hans-Peter Dreier aus Suhr/AG, das seien die richtigen Fahrzeuge, um mehr Waren durch unser Land transportieren zu können. Natürlich passen diese Fahrzeuge nicht auf das Hupac-System, von der Zerstörung der Strassen durch diese 60Tönner nicht zu reden. Merke: Sie werden kommen, der Fortschritt lässt sich nicht aufhalten.
Wirtschaft | Keine Kommentare »
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