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Weblog
Monatsarchiv für September 2006
Mittwoch, den 27. September 2006 um 7:46
Dr. Anna Gamma, die Leiterin des Lassalle-Instituts für Zen, Ethik und Leadership meldet: “Die Nachfrage nach dem Lehrgang Geist & Leadership steigt kontinuierlich.” Kein Wunder, jeder dritte Schweizer Manager ist bereits ein Ausländer, da entsteht Druck. Geist wurde in unseren Hochschulen kaum vermittelt. Jetzt suchen immer mehr Manager (ohnehin oft geschieden) den wahren Sinn ihres Lebens. Rolls, Porsche, Häuser, Boot und Drittfrau alleine sind offensichtlich nicht alles. Ach ja, das Lassalle-Institut gehört den Jesuiten, die in der Schweiz einmal verboten waren.
Kommunikation | 1 Kommentar »
Dienstag, den 26. September 2006 um 16:19
Die Uni Zürich in der Krise, die ETH Zürich bildet zu wenig Ingenieure aus, die Topbosse der Schweizer Wirtschaft haben nach Meinung vieler zu hohe Einkommen – wie passt dies zusammen? Die Antwort des 14-fachen indischen Milliardärs Azim Premji lautet: “Europa verliert seine technische Kompetenz.” Seine Firma Wipro mache mit Outsourcing USD 2,4 Mia. Umsatz; 7 500 Mitarbeiter arbeiten bereits im Ausland, über hundert schon in Deutschland. Premji fuhr bisher einen alten Ford Escort, hat jetzt aber einen Toyota Corolla gekauft. Was macht er nur mit seinen 14 Milliarden?
Wirtschaft | Keine Kommentare »
Dienstag, den 26. September 2006 um 16:16
Wenn unser Basler Weltbürger Arthur Cohn dies sagt, glaube ich ihm sofort. Über Ariel Sharon meint er: “Das demokratische System hat er stets als Hindernis betrachtet.” Gab es in Europa nicht einmal die Feststellung, Politik sei zu wichtig, um sie in die Hände von Generälen zu legen? Was in Israel dabei herausgekommen ist, lässt sich sehen: Ein ungelöstes Palästinaproblem, im Norden eine den Sieg feiernde Hizbollah, im Inland eine rasch zunehmende Verarmung der Bevölkerung.
Politik | 2 Kommentare »
Dienstag, den 26. September 2006 um 15:19
Wir Schweizer sind schon die grössten. Kaum bin ich in London und lese die “Daily Mail”, springt mir ein Foto des 73-jährigen Ludwig Minelli entgegen. Im Text heisst es dann, für £ 2 400.— könne man in die Schweiz reisen und sei dann sicher, “all costs inclusive”, in der Aschenurne wieder zurückreisen zu dürfen. Sage niemand, wir seien nicht kreativ. In England wurde im Oberhaus im Mai der Antrag zurückgewiesen, den “assistierten Tod” im Inselstaat zu erlauben.
Wirtschaft | 1 Kommentar »
Dienstag, den 26. September 2006 um 14:24
Wenn einige EU-Staaten, wie Irland und Slowenien, Niedrigsteuern verlangen, lassen sie sich gleichzeitig von den reicheren Staaten subventionieren. Dies hat zur Folge, dass die europäischen Grossstaaten ihren eigenen Arbeitsplatz-Abbau subventionieren. Es ist gut, dass einige Schweizer Städte sich weigern, solches bei uns im Land zu finanzieren, denn eine solche Niedrigsteuer-Politik ist nichts anderes als ein Raubzug, der sich als Wirtschaftspolitik deklariert. Merke: Natürlich können kleine Kantone sich dies leisten, weil sie beweglicher sind als die grossen. Das ist Marktwirtschaft real.
Wirtschaft | 1 Kommentar »
Dienstag, den 26. September 2006 um 9:09
Der Gleisanschluss zur neuen österreichischen Grosssägerei in Ems/GR kommt anstelle von CHF 8,8 Mio. mindestens auf CHF 19,8 Mio. zu stehen. Profitieren davon sollen drei Firmen: die Ö-Firma Stallinger, die Ems-Chemie und die Tegra. Der Bund (Steuerzahler) soll mit über CHF 10 Mio. die Hauptlast bezahlen. Der Kanton Graubünden und die Gemeinde Ems haben keine Lust, sich daran zu beteiligen. Natürlich gehört die Fabrik nicht mehr BR Christoph Blocher, sondern dessen Erben. Dennoch…… sollen wir Milliardäre subventionieren?
Wirtschaft | Keine Kommentare »
Montag, den 25. September 2006 um 15:13
Man verschweigt es höflich, aber immer mehr US-Topmanager sind sauer auf ihre europäischen Kollegen. Sie sind der Meinung, sie würden von den Europäern nicht fair behandelt. Schon hat man sich geweigert, europäische Manager in die USA zu berufen. Wo es geht, werden Aufträge nicht mehr nach Europa, sondern andernorts platziert. Einige meinen sogar, die Unterschiede seien unreparierbar gross geworden. Ein Glück, gemeint sind damit EU-Manager, nicht Schweizer.
Wirtschaft | 1 Kommentar »
Montag, den 25. September 2006 um 13:42
Die Welschen, die ihn ohnehin nicht mögen, nennen ihn Funès, nach Louis de Funès dem hyperventilierenden frz. Schauspieler. BR Hans Rudolf-Merz wollte wissen, ob sein Departement im Volk verankert sei und liess dazu eine 150 000 Franken teure Studie erstellen. Geliefert wurde sie von einer bisher kaum bekannten Firma Innovatica. Wer wohl dahinter steckt?
Politik | Keine Kommentare »
Montag, den 25. September 2006 um 12:44
Christoph Blocher hat am Wochenende die Abstimmung über das Asyl- und Ausländerrecht deutlicher als von seinen Gegnern erwartet gewonnen. Vor vier Wochen waren sie noch ganz überzeugt, zu gewinnen; am Abstimmungs-Sonntag war die Hoffnung ganz gering. So kam es, wie es kommen musste: Blochers Sieg war gross und durchaus elegant. Merke: Niemand hat bisher Christoph Blocher auf dem politischen Feld geschlagen, wenn er nur halb angegriffen hat. Der gleiche Durchsetzungswille, der den SVP-Magistraten beflügelt, fehlt seinen Gegnern.
Politik | 1 Kommentar »
Donnerstag, den 21. September 2006 um 16:03
So bricht denn wieder ein Weltbild zusammen: Die Herrschaft des Mannes über die Frau beruht auf reiner Machtausübung und sonst gar nichts. “The female brain” heisst ein fantastisches neues Buch, worin eine US-Wissenschafterin nachweist, dass das Hirn eines Kindes bis zum dritten Monat weiblich gesteuert ist und erst dann von Testosteron überflutet wird, woraus dann Männer werden. Daraus kann geschlossen werden: Der Mann ist das reduzierte Modell einer Frau. Was Louann Brizendine auch herausgefunden hat: Dies hat zur Folge, dass der Mann an Kommunikationsfähigkeit verliert, dafür aber an männlichem Sex und an Aggression gewinnt. Daraus erklärt sich vieles. Merke: Wir sind durch Chemikalien gesteuert, ob wir es wollen oder nicht. Mein freier Wille – und dieser Blog – ist die Folge von zuviel Testosteron.
Gesellschaft | 1 Kommentar »
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