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Tagesarchiv für 30. August 2006

Die FH’s wollen kommunizieren

Mittwoch, den 30. August 2006 um 13:09

Meine beiden charmanten Kolleginnen Viviana Fuso und Claudia Sutter von der Hochschule für Wirtschaft in Luzern haben ein Public Affairs-Konzept für die FH Schweiz vorgelegt. Darin schreiben sie “Public Affairs ist eine relativ neue Disziplin in Europa und stammt ursprünglich aus den Vereinigten Staaten.” Drei Worte sind in diesem Satz gefährlich:
- “relativ neue”, weil die Autorinnen damit zugeben, nicht recherchiert zu haben,
- “ursprünglich”, weil Ursprünge meist weiter zurückverfolgt werden können, als der normale Autor dies annimmt.
Public Affairs bietet die Klaus J. Stöhlker AG, Unternehmensberatung für Öffentlichkeitsarbeit, schon seit 25 Jahren mit Erfolg in der Schweiz und im europäischen Markt an. Wir verstehen darunter die Einbettung einer Firma oder Organisation in ihr gesellschaftliches Umfeld. Was die beiden Damen in ihrem Konzept vorlegen ist ein Lobbying-Konzept zugunsten der Fachhochschulen. Das ist vernünftig, denn gerade hat das EDA die Bewerbung herkömmlicher Betriebsökonomen FH/HWV für den diplomatischen Dienst abgelehnt.

“Black’n'Blond” vor AUS?

Mittwoch, den 30. August 2006 um 10:20

Ein Versuch war’s wert mit “Black’n'Blond”. Wir Schweizer sind aber kein Publikum für Talk Shows wie diese. Die Schweizer sind ernst und hinterfragen grundsätzlich alles. Lockerheit, Geselligkeit und Verständnis für alltäglichen Spass, so hören wir’s immer wieder beim grossen Nachbarn, gehören nicht zu unseren Stärken. Ob’s stimmt? Meinungen sind erlaubt.

“Black’n'Blond” war von Anfang an zum scheitern verurteilt. Kilchsperger ist ein TV-Talent, dem eigentlich nur der Feinschliff und das Verständnis für die breite Allgemeinheit fehlt. Er ist ein kleiner “Kuttner” für mich, der seine Chance ja nicht verpassen darf. Von Rohrs Zeit ist längst vorbei. Penner-Look mit Kopftuch und super platte Sprüche gehören nicht ins Fernsehen. Also, verschont uns endlich mit von Rohr. Krokus war klasse, der Rest nur “no Dräck”.

Das Schweizer Fernsehen könnte Sendungen produzieren, die viel mehr Aufmerksamkeit wecken würden. Junge würden wieder vermehrt auf RTL, SAT1 oder ProSieben verzichten. Aber das Format muss stimmen. Hier ein Beispiel. Show-Titel: Nobody becomes a Star! Die Showbranche sucht sich einen oder mehrere “irgendjemands” (mit Charisma, Kommunikationstalent und Neugier), die dann über längere Zeit zur Person der Öffentlichkeit entwickelt werden. Egal ob als Talker, Sänger, Comedian, Werbe”ikone” oder sonst was. Das Interesse der Jungen berühmt zu werden, ist auch in der Schweiz riesig. Übrigens, Verona Poth (ehem. Feldbuch) hat in Deutschland nach der Trennung von Frauenliebhaber Bohlen nichts anderes getan. Die Medien haben gut mitgespielt und heute werden sie dafür belohnt. Klappt das auch in der Schweiz oder stimmt meine Behauptung: Die Schweiz lässt keine Stars zu?

Fidel S. Stöhlker

Zum Lernen im Loch

Mittwoch, den 30. August 2006 um 10:09

Liebe Mitleser und Mitschreiber: Danke für die vielen, auch sehr kritischen, Kommentare. Manchmal sollte man jedoch den Mut haben, auch in sehr kaltes Wasser zu springen. Es müsste Euch allen auffallen, dass der “Brief an die Weltöffentlichkeit” in einem dramatischen Gegensatz zu dem langjährigen Aufenthalt “im Loch” steht. Wie kann sich jemand derart formvollendet ausdrücken, wie dies die meisten Menschen “in voller Freiheit” nie vermögen, wenn er acht Jahre von der Aussenwelt abgeschnitten war? Dieses Rätsel wollte ich aufzeigen; zu lösen ist es noch.

Sabbath: Computer darf laufen aber nicht beachtet werden

Mittwoch, den 30. August 2006 um 10:08

Meine Faszination über das Judentum nimmt zu, wenn ich die Website “Ask the Rabbi” lese. Dort wird gläubigen Juden empfohlen, sie dürften am Sabbath den Computer laufen lassen, dürften aber keinen Blick darauf werfen. Als Begründung wird angegeben, die “spiritual atmosphere” dürfe nicht verletzt werden. Ich finde das grossartig. Wir Christen, die Reformierten schon gar nicht, sind nicht mehr willens und in der Lage, unserem Sonntag eine “spiritual atmosphere” zu geben. Wir gehen vielleicht noch zum Gottesdienst, meist sehe ich dort nur alte Leute und ausländische Priester, aber der Rest des Tages gehört allerlei, nur nicht dem Geist. Eigentlich schade.

Meister Markus Gilli immer stärker

Mittwoch, den 30. August 2006 um 10:06

Er ist der meisunterschätzte Chefredaktor und Programmchef Zürichs: Markus Gilli von “TeleZüri”. Wie er an seinem Sender Beatrice Breitenmoser, die höchst fragwürdige Chefbeamtin im Zürcher Strafvollzug, in Zugzwang brachte, weil sie nicht offen informiert, ist Weltklasse. Gilli fragt und diskutiert mit einer Souplesse, die seinem Vorgänger Roger Schawinski abging. Heute ist “Mr. TeleZüri” eine Autorität, die weithin geschätzt wird. Der Erfolg des Senders ist sein Erfolg.

Noch haben die Printmedien bei uns offiziell ein höheres Prestige. Die “NZZ” sitzt auf dem hohen Ross, die “Tagi”-Redaktion meint, das letzte Wort haben zu dürfen. Das Zürcher Volk aber liebt “TeleZüri” und Gilli, was wir alle verstehen.

Immer mehr Amerikaner in der Schweiz

Mittwoch, den 30. August 2006 um 10:05

Wir haben 18 000 Deutsche in der Schweiz, aber auch 27 000 US-Amerikaner. Das ist erstaunlich, zeigt aber auch unsere engen Beziehungen mit der globalen Führungsmacht. Deutschland und die USA sind mit Sicherheit die beiden wichtigsten Nachbarstaaten unseres Landes. Die Zahl der Schweizer in den USA ist auf 71 700 angestiegen, oft sind es die besten. Als Investor in den USA liegt die Schweiz auf Platz 7; das ist – nach den Niederlanden auf Platz 3 – Weltklasse. Nestlé hat Mitarbeiter in den USA um über 4000 abgebaut, Roche um fast 5000 aufgebaut.

Eine Wallis-Beilage sondergleichen

Mittwoch, den 30. August 2006 um 9:53

Zwei Frauen können mehr erreichen als viele Männer. Das beweist wieder einmal eindrücklich die “Wallis”-Beilage der “NZZ” vom 24. August. In Zusammenarbeit mit der NZZ-Redaktion wurde eine 16seitige Beilage über das Wallis realisiert, wie sie besser nicht hätte gemacht werden können. In enger Zusammenarbeit mit Urs Zenhäusern, Tourismusdirektor des Kantons Wallis, wurde dieser vielen Zürchern und Deutschschweizern leider immer noch weitgehend unbekannte Kanton mit einer Souplesse vorgestellt, die im Schweizer Journalismus ihresgleichen sucht. Und die Walliser, denen man oft Langsamkeit und Entscheidungsschwäche vorwirft, machten mit. Die Beilage, mit grossformatigen Farbfotos und präzisen Texten ausgestattet, ist reich an Inseraten aus dem Wallis, welche die Artikel informativ ergänzen. Merke: Wer sich zusammenschliesst und ein sehr gutes Projektteam bestimmt, kann auch kantonal erstklassig kommunizieren. Eva Fankhauser von Tourmedia hat das Projekt realisiert, Silvia Brunold, Geschäftsführerin von Tourmedia, eine Bündnerin, ist stolz auf ihre “Wallis”-Sonderausgabe. Beide Damen haben allen Grund dazu.

Cosi KOSA

Mittwoch, den 30. August 2006 um 9:14

Natürlich stimmt es: Wenn die Nationalbank den alten Schweizern für die AHV jährlich eine Milliarde geben soll, dann fehlt dies den Kantonen. Jedoch, soll man die Geldverschwendung vieler Kantone loben oder fördern? Warum sparen die Kantone nicht; zudem lassen sie sich nur beschränkt in die Karten blicken, an wen sie das Geld weiterleiten, wer davon profitiert. Merke: Wenn die Alten Geld wollen, geht dies anderen ab.

Schweizer Unternehmer haben Partner-Probleme

Mittwoch, den 30. August 2006 um 9:14

Gleich zweimal zeigt sich, dass Schweizer Unternehmer Schwierigkeiten mit ausländischen Partnern haben. Diese vertrauen auf Stil und guten Ruf der Schweizer, sehen sich plötzlich aber unsauber abgehängt:

Fall 1: Rumen Hranov ist der Traum eines Freisinnigen. In Bulgarien geboren, studierte er in St. Petersburg, schuf sich mit viel Fleiss ein Vermögen von gegen CHF 200 Mio. und wurde Schweizer. Solche Zuwanderer, durch die Ehe mit einer Schweizerin, haben unsere Steuerämter gerne. Jedoch, Hranov sah sich als echter Partner von Swissfirst-Banker Thomas Matter (Trauzeuge ohnehin) und nicht als Steigbügelhalter desselben. Thomas Matter sah dies wohl anders und nutzte Hranovs Vermögen offensichtlich zum eigenen Vorteil. Die Folge: Eine Klage vor Gericht.

Fall 2: Dr. Janos Kálmán, Hochschullehrer in Budapest, nimmt den Schweizer Holcim-Konzern als Minderheitspartner in sein Unternehmen auf, wo er die Mehrheit der Aktien besitzt. Kurze Zeit darauf blockieren die Schweizer mit ausgefeilten juristischen Tricks die Tätigkeit des Unternehmens und eignen sich die Kálmán-Aktien, die als Pfand auf einer ungarischen Bank hinterlegt waren, “widerrechtlich” an, wie ein Schweizer Richter feststellt. Die Aktien werden dann auch durch Holcim “eigenmächtig veräussert”, wie der gleiche Schweizer Richter feststellt. Dr. Kálmán klagt seit über 12 Jahren gegen seinen ehemaligen Schweizer “Partner”, den er als echten Partner betrachtete. Holcim wollte nichts anderes als die Mehrheit.

Offensichtlich sind viele alemannisch-deutschweizer Unternehmer zu einer echten Partnerschaft mit Mittel- und Osteuropäern nicht fähig. Ob Thomas Schmidheiny oder Thomas Matter, eine Art Herrenmenschentum will den Balken im eigenen Auge nicht wahrhaben. Als Schweizer Unternehmer ist man von Natur aus gut; jeder andere Nichtschweizer tut gut daran, diese Führungsrolle zu akzeptieren. Ob dies mit ein Grund ist, weshalb viele Schweizer so wenig verhandlungsfähig sind und immer mehr grosse Unternehmen von Ausländern geführt werden? Partnerschaft muss geübt werden, Rumen Hranov und Dr. János Kálmán lassen grüssen.

 
     
     
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