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Die Tragödie des Peter Bodenmann

18. August 2006 um 15:39

Der ehemalige SP-Präsident Peter Bodenmann, Ziehsohn seines Vorgängers Helmut Hubacher, einer der letzten echten Linken des Landes, eingeigelt in Brig, wo er – fast am Ende der Welt – sein Leben als Hotelier fristet, müsste ein Problem haben. Mit Übernahme der “Weltwoche” durch Roger Köppel, den ich als konservativen Anarchisten bezeichnen würde, muss sich Bodenmann entscheiden, ob er dem SVP-nahen konservativen Jungverleger als Schreiberling dienen will oder dort den Anarchisten sieht, als welcher sich auch Bodenmann hie und da verstanden hat. Köppel, die Gerüchte lassen nicht nach, ist wohl kaum von Tito Tettamanti finanziert; dieser gilt als extrem geizig und handelt gerne im Auftrag Dritter, um finanzielle Risiken auszuschliessen. Wer könnte dann der eigentliche Financier sein? Klar, Christoph Blocher, der für seine SVP schon immer eine Zeitung wollte, der einmal davor zurückschreckte, CHF 100 Mio. in ein derartiges Projekt zu investieren und der nun günstig die “Weltwoche” hat und dazu Köppel. Peter Bodenmann, der lange vom “Blick” gehätschelt wurde, braucht dringend nationale Foren, um nicht in Vergessenheit zu geraten. Er wird, so ist dies mit den Salonlinken, jedem dienen. Merke: Schon Lenin war ein Meister der Koalitionsbildung und verschaffte sich so die Macht; Bodenmann kennt seinen Lenin.

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