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Deutschland im Herbst 2006

2. August 2006 um 11:54

Henryk M. Broder, ein Deutscher Jude und Journalist den ich sehr schätze, bringt es auf den Punkt : Sollten die Israeli mit Sitzblockaden an der Grenze den Raketenbeschuss aus dem Libanon stoppen? In Deutschland feiert nach dem Scheitern einer ähnlichen Haltung vor ein paar Jahren im Kosovo der blinde Pazifismus seit 60 Jahren Urständ. Bei aller Last der deutschen Geschichte: Es ist an der Zeit, endlich in der Realität anzukommen.

Philippe Welti

Ein Kommentar zu “Deutschland im Herbst 2006”

  1. Thomas Läubli

    Die Gleichsetzung von Kritik am Konflikt Israel contra Hizbullah mit Pazifismus ist genauso unreflektiert wie die Gleichsetzung von Israelis mit Juden und ist von vornherein darauf angelegt, jegliche Kritik abzuwürgen. Es ist Zeit, endlich in der Realität anzukommen: Es gibt keinen sauberen oder gerechten Krieg bzw. bewaffneten Konflikt. Im Zusatzprotokoll I der Genfer Konventionen ist im Artikel 48 nachzulesen, dass sich Kriegshandlungen nur gegen militärische Ziele richten dürfen und jederzeit zwischen der Zivilbevölkerung und Kombattanten zu unterscheiden sei.

    Stellen Sie und Ihr Kollege Henryk M. Broder sich nun vor, dass Anti-Kriegsdemonstrationen sowie verbale Einmischungen von PolitikerInnen in solche Konflikte unterlassen blieben. Damit würde der Meinung, dass die Konfliktparteien tun und lassen können, was ihnen gerade in den Kram passt, der Rücken gestärkt. Eine solche Haltung strotzt jedoch vor Zynismus und Schlechtmenschentum, denn sie arbeitet der postmodernen Beliebigkeit geradezu in die Hände. Ich bevorzuge daher die Haltung, wonach jede militärische Aktion, bei der Zivilsten und Unschuldige getötet werden, sanktioniert wird. Ansonsten kann man gleich den Krieg aller gegen alle ausrufen!

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