Geniale Dealmaker
15. Juni 2006 um 13:23Leonhard Fischer hat gut lachen; im Alleingang hat er die einst glanzvollen Winterthur-Versicherungen an die französische Gesellschaft Axa verkauft. Der Preis von CHF 12,3 Mia. ist nicht übel, aber nichts gemessen am etwa gleich hohen Kaufpreis und den zwischenzeitlichen Refinanzierungskosten. Es war Lukas Mühlemanns Fehler, dies zu tun; aber Rainer E. Gut machte auch mit bei diesem bösen Spiel. Einer verlor damals: Peter Spälti; einer machte Cash: Martin Ebner.
Axa will auf das Investment mindestens elf Prozent p.a. verdienen. Das bedeutet Arbeitsplätze-Abbau im Konzern. Und Winterthur: Leonhard Fischer wird sicher per Jahresende eine neue Aufgabe übernehmen. In der Stadt Winterthur herrscht Sorge bis Angst. Mit Sicherheit geht wieder eine einst wichtige Schweizer Firma ins Ausland verloren. Der Name Winterthur wird auch verschwinden, ganz so wie aus Imholz jetzt TUI geworden ist.
Nebenbei fällt auf: Das Schicksal von Filetstücken der Schweizer Wirtschaft wird zwischen Franzosen und Deutschen bestimmt. Das Schweizer Kapital verkauft einfach.


am 15. Juni 2006 um 14:30 Uhr.
“Das Schweizer Kapital verkauft einfach.”
Filetstücke werden halt gern gegessen, Herr Stöhlker…
am 16. Januar 2007 um 16:47 Uhr.
Was wird aus den Anteilscheinen die Tausende Mitglieder der DBV beim Zusammenschluß der DBV u. Wintertur erhalten haben?