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Tagesarchiv für 15. Juni 2006

Berner Stadtpolizei droht – und Zürich?

Donnerstag, den 15. Juni 2006 um 15:01

Die Polizisten der Stadt Bern wollen in den Streik gehen, wenn sie keine besseren Arbeitsbedingungen erhalten. Sie sind wegen der vielen Demos überlastet. Hier sieht man, dass das Versagen der linksgrünen Politiker, die jede Demo als kulturelles Ereignis feiern, von einfachen Leuten bezahlt werden muss. In Zürich rumort es auch an allen Kanten und Ecken. Der Krieg gegen die Drogenszene ist praktisch hoffnungslos geworden. Kein Geld, keine Leute, keine Lust. Das ist die nicht lustige Welt linker und grüner PolitikerInnen.

Was geschieht, wenn die Zinsen steigen?

Donnerstag, den 15. Juni 2006 um 14:52

Nationalbanken sind die heimlichen Herren der Wirtschaft. Lassen sie die Zinsen steigen, passiert folgendes:

- 1987 Die US-Börse crasht.
- 1990 Die japanische Immobilienkrise beginnt.
- 1997 Finanzkrise in Asien.
- 2 000 NASDAQ bricht ein.

Sind Sie schon angeschnallt?

Wählen die Zürcher links?

Donnerstag, den 15. Juni 2006 um 13:47

Normalerweise interessiert sich kaum jemand für Zürcher Regierungsrats-Wahlen. Jetzt aber, am 9. Juli, geht es in der Limmatstadt um sehr viel: Rutscht Zürich mit der Wahl der links-links-links-grünen Ruth Genner nach links wie Basel, Bern und Genf? Der Kanton Zürich steht bisher solide rechts. Frau Genner verspricht mehr Steuern, mehr Umweltschutz, mehr Französisch in der Schule und weniger Flughafen.

Gegen sie kandidiert die freisinnige Gemeindepräsidentin Ursula Gut. Sie will den Reichtum von Stadt und Kanton mehren, die Bildungsinstitute ausbauen und den Verkehr flüssiger machen. Merke: Die Zürcher würden spinnen, wenn sie sich selber schlachten. Das wäre auch das Ende des Nationalen Finanzausgleichs, weil es dann bald nichts mehr zu verteilen gäbe. Ich tippe auf Gut.

Geniale Dealmaker

Donnerstag, den 15. Juni 2006 um 13:23

Leonhard Fischer hat gut lachen; im Alleingang hat er die einst glanzvollen Winterthur-Versicherungen an die französische Gesellschaft Axa verkauft. Der Preis von CHF 12,3 Mia. ist nicht übel, aber nichts gemessen am etwa gleich hohen Kaufpreis und den zwischenzeitlichen Refinanzierungskosten. Es war Lukas Mühlemanns Fehler, dies zu tun; aber Rainer E. Gut machte auch mit bei diesem bösen Spiel. Einer verlor damals: Peter Spälti; einer machte Cash: Martin Ebner.

Axa will auf das Investment mindestens elf Prozent p.a. verdienen. Das bedeutet Arbeitsplätze-Abbau im Konzern. Und Winterthur: Leonhard Fischer wird sicher per Jahresende eine neue Aufgabe übernehmen. In der Stadt Winterthur herrscht Sorge bis Angst. Mit Sicherheit geht wieder eine einst wichtige Schweizer Firma ins Ausland verloren. Der Name Winterthur wird auch verschwinden, ganz so wie aus Imholz jetzt TUI geworden ist.

Nebenbei fällt auf: Das Schicksal von Filetstücken der Schweizer Wirtschaft wird zwischen Franzosen und Deutschen bestimmt. Das Schweizer Kapital verkauft einfach.

Europa schläft

Donnerstag, den 15. Juni 2006 um 12:38

Kaum kaufen die Amerikaner unsere grösste europäische Börse, bricht auch schon EADS, der grösste europäische Flugzeughersteller in die Knie. Abschreiber von Euro 5 Mia. wurden vorgenommen; Geld vom EU-Steuerzahler. Viele bei uns meinen, die Amerikaner würden demnächst zusammenbrechen; ich sehe das eher nicht.

Dazu passt: Expräsident Bill Clinton erhielt im vergangenen Jahr im Durchschnitt USD 350 000 für einen Vortrag, was ihm Einnahmen von USD 7,5 Mio. aus Vorträgen verschaffte. Ich hörte ihn noch nie etwas besonderes sagen. Das ist Kunst.

Guantanamo: Ein Satz, der gefällt

Donnerstag, den 15. Juni 2006 um 12:18

Guantanamo ist eine Schande für die US-Amerikaner, dass sie es nicht abschaffen, und eine für die Menschheit, dass sie die Amerikaner nicht zwingen will, dies rasch zu tun. Der Satz gefällt mir: Sie sind unfähig, die Unschuldigen zu entlassen und die Schuldigen zu verurteilen.

 
     
     
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