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Tagesarchiv für 9. Februar 2006

Vom „New Yorker“ lernen

Donnerstag, den 9. Februar 2006 um 18:30

„Tachles“, das „Goetheanum“, „Lettre“ und der „New Yorker“ sind Zeitschriften, auf welche ich nicht verzichten möchte. Jetzt schreibt der New Yorker in zwei riesigen Reportagen:

– Pitbulls sind zwar gefährlich, aber nur dann, wenn sie falsch erzogen werden. Wird der Kampfhund isoliert und aggressiv erzogen, ist er eine Waffe, die eingezogen gehört.

– Papst Benedikt XVI. unterliegt dem Verdacht, ein deutscher Nationalist zu sein. Er hielt bisher zu jüdischen Gedenkstätten, so in seiner früheren Diözese München, deutlich Abstand.

Was man von den US-Amerikaner nicht alles lernen kann.

Die Steuerflüchtlinge sind Systemflüchtlinge

Donnerstag, den 9. Februar 2006 um 18:04

Selbstverständlich gibt es Steuerflüchtlinge in der Schweiz. Immer waren darunter auch Systemflüchtlinge. Wenn jetzt die deutschen, französischen und italienischen Sozialsysteme zusammenbrechen, werden immer mehr reiche Menschen ihren Besitz ins Ausland retten wollen. Warum nicht in die Schweiz? Wir müssen sie nur willkommen heissen; die Vorhut ist schon da.

Bankgeheimnis braucht die Verankerung im Volk

Donnerstag, den 9. Februar 2006 um 17:27

Die brisante Bereicherungswelle der Manager der Grossbanken kann einen wenig erfreulichen Nebeneffekt haben: Das Bankgeheimnis verliert seine Verankerung im Schweizer Volk. Warum soll das Schweizer Volk das Bankgeheimnis, ohnehin mehr eine Legende als verfassungsgestützte Realität, unterstützen, wenn es davon nicht profitiert? Deshalb müssen die Banken erheblich darüber nachdenken, ob sie gesellschaftlich verankert bleiben; mit Sponsoring alleine ist dies auf Dauer nicht zu schaffen.

Verlust der Swissair – ein Standortnachteil

Donnerstag, den 9. Februar 2006 um 17:12

Unsere Bankiers und Konzernmanager sagen es nur ganz leise, hinter vorgehaltener Hand: Der Zusammenbruch der Swissair ist heute ein echter Standortnachteil. Die Lufthansa bietet nicht jenen Verbindungs-Service, welchen man sich vorgestellt hat; die Swiss schon gar nicht und künftig noch weniger. Unsere Heimat „hinter den sieben Bergen“ ist auf Strassen und Schienen immer schlechter erreichbar, betrachtet man dies von aussen und nicht von innen. Wer zu uns will, muss sich mächtig anstrengen.

Schweizer Aussenpolitik, ein Trauerspiel

Donnerstag, den 9. Februar 2006 um 17:03

Meistens war die Schweizer Aussenpolitik in den Händen der Berner Patrizier. Das störte lange Zeit niemand, denn die Aussenwirtschaftspolitik war wesentlich wichtiger und ernsthafter. Jetzt aber haben wir wieder keine echte Aussenpolitik, auch keine geschlossene Aussenwirtschaftspolitik. Die Folge ist, dass wir konzeptionslos in die Globalisierung hineinsegeln. Für die Schweiz gibt es nur zwei Arten des Überlebens:
– Konsequent als globaler Dienstleister
– Als voralpines „Venedig“, wo die Landwirtschaft pleite ist, die Industrie eine geringe Wertschöpfung erbringt und der Finanzplatz langsam abwandert.

Derzeit meine ich, dass nur Bundesrat Dr. Christoph Blocher dies begriffen hat. Wie sagt er es seinen Bauern und seinen Gewerblern, die ihn zu dem gemacht haben, was er heute ist?

Die Vereinte Zürcher Linke informiert

Donnerstag, den 9. Februar 2006 um 16:57

„So haben wir Sie und eine Anzahl weiterer Personen ausgewählt, die uns als pünktliche und korrekte Steuerzahlerinnen und Steuerzahler bekannt sind“, schreiben in Zürich Stapi Elmar Ledergerber, SP, und Finanzvorstand Martin Vollenwyder, FDP, gemeinsam in einem Brief. Bisher kam dieser elegante Schachzug im Vorwahlkampf noch nicht in die Medien, wahrscheinlich weil die mediennahen Steuerzahler weniger pünktlich ihre Rechnungen begleichen. Diese Mitte-Links-Koalition ist brandgefährlich nicht für die SP, sondern für die städtische und kantonale FDP.

Bürgertum provoziert

Donnerstag, den 9. Februar 2006 um 13:16

Bundespräsident Moritz Leuenberger hat erst kürzlich seine langjährige Partnerin geheiratet; sein lockerer Lebensstil der modernen Art passte vielen.

Bekannt ist, andere Politiker sind als Verkehrssünder oder im Rotlichtrevier ertappt worden; wer dies rasch gesteht, kann auch weiterhin Karriere machen. Pleite zu gehen ist auch in der Schweiz kein Grund mehr, nicht bald wieder anerkannt zu werden. Viele Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens zahlen keine oder kaum Steuern, wen kümmert dies?

Jedoch, wer Jahrzehnte fleissig arbeitet und Steuern zahlt, nur eine Ehefrau und eine Familie mit Kindern hat, der gilt als langweilig, als Provokation für all die Singles, die Mehrfach-Verheirateten und die Staatsrentner, die nur eine Sorge haben, dass man weiter um sie sorgt. Merkwürdige Welt.

Was ist schick an Sestriere?

Donnerstag, den 9. Februar 2006 um 10:45

Sehe ich Sestriere, kommt mir Davos in den Sinn: viel Beton, mässige Architektur, niedrige Berge. Was soll an Sestriere schick sein? Es ist ein Spekulationsobjekt der Familie Agnelli; der Rest der Bevölkerung leidet darunter.

Wohlstand macht blind

Donnerstag, den 9. Februar 2006 um 10:45

Ich behaupte, wer reich ist, denkt mehr an die Verteidigung seines Reichtums als an den Aufbau neuen Reichtums. Daraus ergibt sich, dass bei uns im Land Reformen kaum möglich sind:

– Eine Arbeitsmarktpolitik gibt es nicht wirklich, es sei denn die stille Öffnung der Grenzen für Ausländer.
– Die Sozialpolitik ist im Stress; niemand weiss, wie die heutigen Leistungen auf Dauer finanziert werden sollen.
– Die Steuer- und Finanzpolitik begünstigt die grossen Firmen und die reichen Einzelpersonen.
– Der Wettbewerb ist wohl in wenigen Ländern der Welt so eingeschränkt wie in der Schweiz; auch kulturelle Merkmale werden zu Hilfe genommen.
– Bildung und Forschung sind nicht übel, aber bei weitem nicht so gut, wie offiziell dargestellt.

 
     
     
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