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Monatsarchiv für Februar 2006

Ingrid und Roschee – welcher Unterschied

Freitag, den 24. Februar 2006 um 15:25

Dr. Roger Schawinski wirkt jetzt erwachsener. Aus dem Rebell ist ein höchst erfolgreicher SAT.1-Chef geworden, der auf zwei Jahre glänzender Leistungen zurückblicken kann. „Flops gehören dazu“, wie er selber sagt.

Nehmen wir die schöne Ingrid (Deltenre): Die Programmdirektorin des Schweizer Fernsehens kämpft gegen den Wind. Viel mehr Flops kann sie sich ohne Gesichtsverlust nicht mehr leisten. Sie ist aber beim Schweizer Staatsfernsehen; dort stürzen die Götzen langsamer als in der freien Wirtschaft.

Kirchen im Niedergang

Freitag, den 24. Februar 2006 um 15:20

Einige Beobachtungen dazu aus dieser Woche:
– In Crans-Montana befindet sich der reformierte Pfarrer im Hungerstreik.
– Die ev. Kirchgemeinde Chur will ihre Regula-Kirche verkaufen. Vor 20 Jahren waren dort noch sieben Personen beschäftigt, heute noch anderthalb (in Stellenprozenten gerechnet).
– Bischof Kurt Koch feiert sein 10-jähriges Jubiläum, aber nur ein Journalist nimmt sich des Themas an. Pfarrer Zsabo hält derweil Gottesdienst und liess sich vom Kirchenvolk einer Nachbargemeinde
bestätigen, wo er jetzt auch predigt.
– An der Luzerner Fasnacht wird der Papst verhöhnt; kein christlicher Fundamentalist regt sich auf.
– An den Sonntagsgottesdiensten von St. Peter in Zürich nehmen im Schnitt noch 60 (überalterte) Gläubige teil. Dafür sprudeln dort die Kirchensteuern wie nie, weil dort alle Banken der Zürcher City zahlungspflichtig sind.

Wirtschaftsprofessoren: Viel Unfug

Freitag, den 24. Februar 2006 um 14:49

„Die Schweizer Wirtschaft steht im grossen Ganzen eigentlich ganz gut da“, sagt der Wirtschaftsprofessor Mathias Binswanger von der Fachhochschule Nordwestschweiz. Abgesehen, dass er beim ersten Eindruck eher wie ein Bergsteiger und Marathonläufer wirkt, müssen seine „wissenschaftlich“ legitimierten Aussagen ernsthaft in Zweifel gezogen werden.

1. Ein Begriff wie „eigentlich“ ist mehr feuilletonistisch als wissenschaftlich. Was steckt hinter diesem Wort, das hier als Worthülse auftritt?

2. „Im grossen Ganzen“ ist ebenso flauschig. Die Wissenschaft ist den Details verpflichtet und nicht der Pauschale.

3. „Die Schweiz ist ein kleines Land mit relativ viel Geld. Folglich gibt es in der Schweiz nicht genügend Investitionsmöglichkeiten.“ Aha, es gibt zu wenig Investitionsmöglichkeiten? Viele sind da anderer Meinung. Wir könnten
– unsere Autobahnen auf internationales Niveau bringen
– die Privatisierungen vorantreiben
– unseren Maschinenbau ausbauen
– unsere Eisenbahn an das internationale Hochleistungsnetz anschliessen
– mehr Geld in junge Unternehmer investieren, die dringend auf Geld warten.

Herr Professor, Sie meinten sicher, es gebe nicht genügend rentable Investitionsmöglichkeiten gemessen an den Erträgen der Banken und der Pharmaindustrie.

4. Er fährt fort: „Wir können uns in der Schweiz tiefere Wachstumsraten leisten als in anderen Ländern, ohne an Wohlstand zu verlieren.“ Solchen Unsinn habe ich schon lange nicht mehr gehört. Teile des Schweizer Volks werden laufend immer ärmer und verschulden sich, leasen Autos, weil das Geld für einen Kauf nicht mehr vorhanden ist. Wissenschaftlich wäre der Satz: „Eine Minderheit in- und ausländischer Reicher werden steuerlich wenig belastet und immer reicher; eine wachsende Mehrheit der Bevölkerung immer ärmer.“

5. „Hier ist der Binnenmarkt gesättigt, grosse Wachstumsraten liegen nicht mehr drin.“ Ich kann Ihnen versichern, Prof. Binswanger, der Binnenmarkt ist überhaupt nicht gesättigt. Etwa zwei Millionen Schweizer würden gerne an mehr Wachstum teilhaben, wenn Professoren nicht meinten, ihr staatlich gesichertes Jahressalär sei der Massstab aller Dinge.

6. Über die Produktion: „Weil die Lohnkosten den wesentlichsten Teil der Gesamtkosten ausmachen, spielt das für die Firmen eine grosse Rolle.“ Ich darf berichtigen: In der Schweizer Industrie sind heute die Lohnkosten tief wie nie; sie sind ein immer unbedeutenderer Teil der gesamten Produktionskosten. C’est la realité, M. le professeur.

Wieso man Hochschullehrer ungestraft derartiges erzählen lässt, ist mir rätselhaft. Wahrscheinlich nimmt dies ohnehin niemand mehr ernst.

Respekt und Toleranz wollen alle

Freitag, den 24. Februar 2006 um 14:31

Es ist so, dass das jüdische Volk Respekt und Toleranz verlangt, ebenso wie die Finnen, die Araber und die Palästinenser. Den Finnen lässt sich, abgesehen von einigen braunen Flecken in der Vergangenheit, wenig vorwerfen. Sie wanderten, wie ihre schwedischen und dänischen Nachbarn, zum Teil nach Amerika aus und brachten dort die Ureinwohner um, aber sie waren nicht allein.

Bei den Arabern ist die Lage schon schwieriger, denn deren Eliten brachten einerseits die griechische Kultur nach Europa und ihre geistigen Werke der Vergangenheit sind hoch zu bewundern, anderseits waren andere arabische Führer blutige Aggressoren, Unterdrücker und Sklavenhändler, ganz wie wir Europäer auch.
Die Palästinenser tun mit ganz einfach leid, denn sie wurden ihres Landes beraubt und niemand hat ernsthaft Lust, es ihnen zurückzugeben.

Die jüdischen politischen Eliten, in ihrer Entschlossenheit (in dieser Reihenfolge), sich selber, Israel und die Zukunft ihres Volkes zu verteidigen, machen mir deshalb mehr Sorge, weil sie an sich selber und uns derart hohe Ansprüche stellen. Würden sie dies nicht tun, würde es mir leichter fallen, über die Makel einzelner hinweg zu schauen. Aber:

– Israel Singer, eine Art Heldenfigur der jüdischen Identifikation, stolpert über Betrügereien, wird in New York verurteilt und muss Hunderttausende zurückzahlen.

– In der Berliner Gemeinde herrschen „mafiöse Zustände“ („tachles“) und die Steuern zahlenden Mitglieder wandern aus der Gemeinde ab.

Geht es den Juden immer nur um Geld, wie ihre (zu einfachen) Gegner gerne sagen? Meines Erachtens ist es wie bei den „Goi“ auch: Die Geldfraktion dominiert, die Geistfraktion legitimiert.

Deutsche kaufen, aber Schweizer verkaufen

Donnerstag, den 23. Februar 2006 um 17:35

Wenn jetzt die Berner Fromalp AG, die Nummer 2 im Schweizer Käsemarkt hinter Emmi, an die deutsche Hochalp-Gruppe verkauft wird, werden wieder einige murren: Zuviele Deutsche im Land. Was aber vergessen wird, auch in diesem Fall hat ein Schweizer Kasse gemacht, Franz Hofer, 56, bisheriger Mehrheitsaktionär.

Pro forma wird ein Schweizer Vorsitzender der Geschäftsleitung werden, weil Franz Hofer, der die Firma von seinem Vater geerbt hat, nur noch VR-Präsident bleiben will. Das erinnert mich an das Votum eines deutschen Topmanagers in der Schweiz: „Ich brauche immer einen Schweizer vor mir, damit die Einheimischen nicht verrückt spielen.“

5000 Arbeitsplätze nach Osteuropa und Indien

Donnerstag, den 23. Februar 2006 um 17:33

Was unsere beiden Grossbanken wirklich tun und planen, weiss hier kein Mensch. Aus England wird bekannt: Die Credit Suisse will 5000 ihrer 60 000 Arbeitsplätze nach Osteuropa und Indien verlagern. Ich nehme an, dass Walter Kielholz und Oswald Grübel uns nicht verlassen werden.

Schweizer Hochschulen im Abseits

Mittwoch, den 22. Februar 2006 um 17:23

Vier Milliarden Franken werden jährlich von Schweizer Unternehmen an externe Hochschulen in Form von Forschungsaufträgen vergeben. Davon erhalten Schweizer Hochschulen aber nur sieben Prozent; der Rest geht ins Ausland. Prof. Rolf Gasenzer von der Hochschule für Technik und Informatik in Biel regt sich darüber auf. Und Sie?

Norbert Walters Familienvision

Dienstag, den 21. Februar 2006 um 14:16

Der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Prof. Norbert Walter, liess von sich Folgendes hören: „Eine Familie braucht künftig 2-3 arbeitende Familienmitglieder, damit es fürs Leben reicht.“ Das sind neue Massstäbe, denn bisher brauchte es nur Mann und Frau; früher nur einen Mann, den aber mit Gärtchen vor dem Haus.
Wer als Schweizer „Joe“ Ackermann bewundert, sollte diese Sätze eines Chefvolkswirts in Erinnerung behalten. Es ist im Übrigen damit zu rechnen, dass auch führende Schweizer Bankiers diese Ansicht teilen.

Ein Gefühl der Hilfslosigkeit

Dienstag, den 21. Februar 2006 um 11:53

Vielleicht geht es Ihnen genau so:

– Am Aufstieg Chinas und Indiens, Indonesiens und Brasiliens können wir nichts ändern; an der Dekadenz Europas ebenso wenig.
– An der Regierung George W. Bush können wir nichts ändern; die Hoffnung auf bessere Nachfolger kann nur täuschen.
– An Abu Ghraib und Guantanamo können wir nichts ändern.

Was wir in der Schweiz ändern können, ist
– die Politik durch unsere Teilnahme an Wahlen und Abstimmungen
– der Einsatz zur Erhaltung der politischen Selbstbestimmung
– der Erwerb von Wissen, um uns der Wahrheit anzunähern.

Das tröstet angesichts der allgemeinen Hilfslosigkeit.

Mozart war kein Künstler des Volks

Dienstag, den 21. Februar 2006 um 10:32

Alle reden von Mozart und vergessen dabei, dass er ein Produkt des Adels war, ebenso wie Haydn und Beethoven. An das Volk hat damals niemand gedacht.

 
     
     
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