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Tagesarchiv für 19. Dezember 2005

Kein Personenkult – Bescheidenheit zählt

Montag, den 19. Dezember 2005 um 16:25

Dieser Dienst an der Sache, wie er von Peter F. Drucker, Viktor Frankl und seit einiger Zeit auch von Prof. Fredmund Malik von Führungskräften verlangt wird, hat einen Haken: Kaum jemand hält sich daran.
- Drucker verlangt, nicht an Rang und Status, Macht und Geld orientiert zu sein, sondern einen Beitrag zu liefern.

- Frankl verlangt den Dienst an der Aufgabe als Sinnfindung; das scheint mir übrigens letztlich als benediktinisch.

- Malik verlangt sogar “kompromisslosen Dienst an der Sache”, worunter auch das Privatleben und die Familien leiden könnten.

Nun, übertreiben wir nicht. Gerade Drucker und Malik sind mit Büchern, Seminarien, “Letters”, Audio-CD’s und DVD’s omnipräsent. Sie sind ihrer Sache derart hingegeben, dass beide äusserst sichtbar waren und sind. Frankl nur deshalb nicht, weil dies zu seiner Zeit noch nicht Mode war.

Im Gegenteil:
- Thomas Bär, Bankier, wird von seinem abgehenden CEO als neuer Alexander des Schweizer Bankwesens gefeiert.

- Alexander Pereira, Chef des Zürcher Opernhauses, kennt ausser seinem persönlichen Erfolg wohl nichts anderes. Er tut dies, indem er “der Sache” dient, der Kunst, und niemanden um sich duldet, der dies nicht genau so sieht.

Gute Beispiele sind:
- Oswald Grüebel, CEO Crédit Suisse, der extern nur widerwillig auftritt. Gut, er hat noch einige offene Rechnungen.

- Sergio Marchionne, der den Fiat-Konzern derzeit recht glücklich umbaut, aber er hat die ital. Banken und Reste der Familie Agnelli als Arbeitgeber vor sich.

Merkwürdigerweise ist mir aufgefallen, dass Chefs, die von ihren Kadern Zurückhaltung verlangen, oft auch geizig sind. Wirklich geizig, nicht einfach nur sparsam.

Daher frage ich mich, ist diese Linie Drucker-Frankl-Malik des pietistischen Denkens nicht einfach ein Instrument von Familienunternehmen, ihre Kader und Mitarbeiter zu disziplinieren? Viele Familienunternehmer haben Milliarden Franken vergeudet, einen Fehler, den man eigenen Führungskräften, auch im kleineren Rahmen nur selten zugesteht. Ich kenne die Besitzer von Gold- und anderen Minen, die Besitzer von Zementwerken und Industriefirmen. Was zuletzt wirklich zählt, ist der Kurs der eigenen Aktie und der reale Cash. Bill Gates hat Milliarden USD verschenkt, aber mit Steuersparmodellen in Irland holt er das leicht wieder herein. Solange die “seriously rich” nicht offen legen, was sie mit ihrem Geld wirklich tun, gibt es keinen Grund zur falschen Bescheidenheit.

Paris, für Politiker ein gefährliches Pflaster

Montag, den 19. Dezember 2005 um 16:19

Die algerische Bevölkerung rätselt seit vier Wochen, wo sich ihr Regierungspräsident aufhält. Abdelaziz Bouteflika ist ein einem Pariser Militärspital verschwunden und niemand will wissen, was ihm zugestossen ist. Erinnern wir uns nicht daran, dass Yassir Arafat einmal frohgemut nach Paris aufgebrochen ist, um als toter Mann von dort zurückzukommen?

 
     
     
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