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Tagesarchiv für 2. Dezember 2005

Bundesweibel mit grossen Fäusten

Freitag, den 2. Dezember 2005 um 17:17

Erinnern Sie sich? Fritz Chervet war einmal ein Weltklasseboxer im Fliegengewicht. Wo ist er geblieben? Sie sehen ihn im Bundeshaus als Weibel. Er fällt auf durch seine grossen Fäuste; daran erkennen Sie ihn.

Unternehmer und Manager ohne Selbstvertrauen

Freitag, den 2. Dezember 2005 um 17:14

Betrachten Sie sich einmal die Gesichter der beiden Spitzenmanager: Kuno Sommer von Berna Biotech, dessen Unternehmen jetzt verkauft wird, grüblerisch, unsicher, dazu noch hell gefärbte Haare, ein Mann, der nur Unsicherheit signailisert. Übernommen wird sein Unternehmen von Ronald Brus, CEO der viel kleineren holländischen Firma Crucell; Brus voller Energie, aufgeweckt, aktiv. So ist das halt: Unsere Topleute haben oft keinen Schwung mehr. Crucell steckt tief in den roten Zahlen, hat aber „brain“. Berna Biotech war ein verschlafener Riese „mit hervorragendem Knowhow“, aber ein miserabler Kommunikator, an der Börse zu tief bewertet.

Auch Sanitas Trösch, ein anderes Berner Unternehmen, ging so ins Ausland. Die beiden Erbinnen hatten kein Management mehr, das Schwung in den Laden brachte. Mit geschätzten Fr. 800 Mio. Verkaufserlös zogen sich die beiden Berner Damen ins Privatleben zurück. Bei Berna Biotech wird es nicht anders sein: Ausverkauf mangels Energie.

Stadion-Centers sind ein Flop

Freitag, den 2. Dezember 2005 um 17:03

Höchst unzufrieden sind die Firmen im zweistöckigen Wankdorfcenter im Stade de Suisse in Bern. Die Umsätze laufen einfach nicht. Fragt sich, ob in Zürich „das urbane trendige Volk“ besser einkaufen wird, wenn das neue Fussballstadion einmal fertig wird. Merke: Mit alten Konzepten gewinnt man keine neuen Kunden.

Angestellte und Beamte sind die aktivsten Linken

Freitag, den 2. Dezember 2005 um 17:02

Wer demonstriert in unserem Land am schnellsten? Auf dem ersten Platz die extrem verwöhnten Genfer Beamten, gefolgt auf Platz 2 von den Bundesbeamten. Es wird viel kassiert, noch mehr verlangt und wenig geleistet; das sagte schon Peter Hablützel, als er noch Personalchef des Bundes war. Er meinte, jeder dritte Beamte sei unnötig.

Anwälte diskriminieren Anwältinnen

Freitag, den 2. Dezember 2005 um 16:53

Jeder zweite Jus-Student in der Schweiz ist eine Frau. Aber nur jedes fünfte Mitglied des Schweizerischen Anwaltsverbandes ist eine Frau. Baker &McKenzie beschäftigt zu 18,4% Anwältinnen, Baer & Karrer zu 28%.

Bei den Partnern sieht es anders aus:
Baker & McKenzie: 27 Männer, 1 Frau
Lenz & Staehelin: 37 Männer, 2 Frauen
Homburger: 27 Männer, 1 Frau
Niederer, Kraft & Frey: die erste Anwältin auf Platz 32, also auf den hinteren Rängen.

Offensichtlich ist gerade bei den Schweizer Anwältinnen die weibliche Intelligenz der männlichen deutlich unterlegen. Oder gibt es andere Gründe?

Pitbulls sind ein gutes Geschäft

Freitag, den 2. Dezember 2005 um 16:50

Viele sonst blasse Menschen leben auf, wenn sie einen Pitbull haben. Das ist der Porsche-Ersatz für den kleinen Mann; manchmal auch für die sonst etwas verklemmte Frau, siehe die reichste Frau der Schweiz, Esther Grether, die mit schlechtem Beispiel in der Pitbull-Haltung vorangeht. Jedoch, Pitbulls sind ein glänzendes Geschäft für die Züchter. Ob daran jährlich ein paar Menschen, Kinder und Familien, zugrunde gehen, scheint nebensächlich.

Unser schönes Badrutts Palace

Freitag, den 2. Dezember 2005 um 16:32

Eines der besten Wintersporthotels der Schweiz ist das Badrutts Palace in St. Moritz. Wie mir Besucher bestätigen, machen dort heute Russen den grössten Teil der Gäste aus. Wunderbar, wie die Russen unsere Hotels vor dem Niedergang retten; wir selber wollen und können uns dies kaum noch leisten. Auch die Einwohner von Verbier im Wallis können sich dort kaum noch Wohnungen oder Häuser für ihre Kinder leisten. Die Ausländer zahlen derart horrende Preise, dass einheimisches Kleingeld nicht mehr ausreicht. Wer daran verdient, sind die eigenen Immobilienspekulanten.

Oswald Sigg – der „Nicht-Äusserer“

Freitag, den 2. Dezember 2005 um 16:29

Unsere Bundesräte dreschen nur noch rhetorisch aufeinander ein. Was macht eigentlich Oswald Sigg, ihr Sprecher? Er sagt: „Ich äussere mich dazu nicht.“ Ich gehe davon aus, dass sie ihn ins Leere laufen lassen, um ihn dann als heute 61jährigen Spitzenbeamten unter dem Schutz seiner SP-Freunde früh zu pensionieren. Vielleicht erlebt er aber auch einen Leistungs- und Image-Turnaround wie Köbi Kuhn – mal abwarten.

Die Regierungen stoppen die Unternehmen

Freitag, den 2. Dezember 2005 um 16:27

Die Schweizer Regierung stoppt die Swisscom, weil sie ausländische Firmen kaufen will. Die deutsche Regierung stoppt die Deutsche Bahn, weil sie den Hauptsitz von Berlin nach Hamburg zügeln will. Nur die liechtensteinische Regierung hat den Fürsten nicht gestoppt, sein neues Palais in Wien zu bauen. Wo herrscht mehr Freiheit?

Emser Arbeiter arbeiten freiwillig mehr

Freitag, den 2. Dezember 2005 um 16:26

Per Selbstverpflichtung haben sich die Mitarbeiter der Ems-Chemie verpflichtet, für zwei Jahre gratis und franko eine Stunde pro Woche mehr zu arbeiten. Die Gewerkschaft Synes findet dies auch vernünftig. So gross ist die Angst um Arbeitsplätze, dass sich niemand mehr wehrt. Ich nenne das „indische Zeiten“.

 
     
     
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