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Tagesarchiv für 1. Dezember 2005

Lufthansa – Jetzt dürfen die Schweizer zahlen!

Donnerstag, den 1. Dezember 2005 um 17:06

Ich habe für eine kleine Unternehmer-Gruppe von sieben Personen Flüge mit Lufthansa von Zürich nach Berlin gebucht. Einen Tag vorher musste mir einer der Unternehmer aus geschäftlichen Gründen absagen. Es fielen 100% Annullationskosten an. Das ist verständlich. Aber ich finde es die Höhe, dass eine simple Namensänderung grundsätzlich nicht möglich war. Wenn die Airline nämlich wirklich wollte, könnte die Namensänderung in wenigen Sekunden durchgeführt werden. Der Nachteil – es bedeutet Arbeit und man kann das Ticket nicht zweimal verkaufen. Als ehemaliger Airliner bin ich dieser Problematik oft begegnet, aber gegen eine Umbuchungsgebühr war das immer möglich.

Meine lieben Leser, soviel zur Geschäftspolitik der Lufthansa. Die Airlines wollen heute nur noch Geld verdienen. Der Service bleibt dabei auf der Strecke liegen. Man bemüht sich nicht mehr um den Einzelnen, die Masse ist wichtig. Hier eine kurze Anleitung, wie es eigentlich laufen müsste:

1. Reisebüro meldet die Namensänderung bei der Reservationszentrale der Airline
2. Antwort von Lufthansa-Reservationsmitarbeiter: nein, das geht nicht
3. Weisen Sie den Mitarbeiter der Airline an, mit dem Passenger Sales-Verantwortlichen zu sprechen.
4. Wenn er will, kann er dies jederzeit möglich machen. Aber das Ticket muss leider neu ausgestellt werden.

So meine lieben Airliner, der Kunde ist König, haben wir Service-Dienstleister alle einmal gelernt. In der Schweiz klingt es anders: Alles was stört ist der Kunde!

Fidel S. Stöhlker

Wilde Dame

Donnerstag, den 1. Dezember 2005 um 15:44

Eine der reichsten Schweizerinnen ist Bettina Würth, deren Vater das Geld mit Schrauben verdient hat. Die gebürtige Deutsche schaffte die Realschule nicht, das entspricht in der Schweiz der Primarschule, wurde Baghwan-Jüngerin und heiratete einen Schweizer. Sie ist jetzt verantwortlich für 45 000 Mitarbeiter. Ihr Schweizer Mann macht die Küche.

Wer hat das frechste Mundwerk

Donnerstag, den 1. Dezember 2005 um 14:59

Demnächst vergebe ich einen Preis, wer das frechste Mundwerk im Lande hat. Alle Chancen für den Spitzenplatz hat Andreas Schmid (Kuoni, Unique), der jetzt auch überraschend schnell Präsident von économiesuisse geworden ist, nachdem sein Vorgänger keine Bäume ausgerissen hat. Schmid meint, „Lunch is for losers“. Ich meine, Industrieschokolade auch.

Espace sans espoir

Donnerstag, den 1. Dezember 2005 um 14:14

Der Espace Mittelland, einst als Gegengewicht zur Region Zürich aufgebaut, war von Anfang an ein hoffnungsloses Unterfangen. Mit einem Zusammenschluss von strukturschwachen Kantonen lässt sich kein dynamischer Wirtschaftsraum aus dem Hut zaubern. Nachdem sich die Kantone Jura, Waadt und Neuenburg verabschiedet haben, sucht Espace Mittelland jetzt neue Geldquellen. Die Öffnung der neu als Verein auftretenden Organisation für Unternehmungen wird als letztes Zucken wahrgenommen.

Philippe Welti

Vom PR-Berater zum „NZZ“-Chefredaktor

Donnerstag, den 1. Dezember 2005 um 14:08

Was die „NZZ“ in ihrer Pressemitteilung verschwieg, weiss die ganze Branche: Der Basler Markus Spillmann, neuer Chefredaktor der „NZZ“, war nach seinem Studium zuerst PR-Berater in einer Agentur, dann in einer Grossbank. Es gibt ernsthafte Gerüchte, er habe seine Dissertation nicht abgeschlossen (Ich warte ab sofort auf die Berichtigung dieser Mitteilung). Als Autor ist er nicht gross aufgefallen. Verlässlich ist er jedoch als Wirtschaftsliberaler und Freund der US-Regierung. Jetzt kann die „NZZ“ noch mehr als bisher als PR-Organ dieser beiden starken Interessengruppen agieren. Hugo Bütler wird seine Freude haben.

Sozialarbeiter sind unzufrieden

Donnerstag, den 1. Dezember 2005 um 14:07

Immer mehr Sozialarbeiter im Kanton Zürich möchten ihren Job aufgeben, können dies aber nicht mangels Alternative. Sie stehen zunehmend unter dem Druck „richtiger“ Schweizer, die auf der sozialen Leiter absinken. Jetzt müssen die Staatsdiener in Selbstverteidigungskurse, um zu lernen, wie man sich gegen „schwierige Schweizer“ zu wehren hat, z.B. die Aschenbecher vom Tisch entfernen oder den Bostitch, damit diese nicht als Waffe benutzt werden können. Den Schweizern hinter dem Pult ist dabei unwohl; sie wollen sich nicht gegen die eigenen Landsleute verteidigen, die in Schwierigkeiten sind. Auch die Polizei ist zunehmend überfordert, muss sie doch gegen Landsleute vorgehen, die sich juristisch zu wehren wissen. Wie schreibe ich seit zehn Jahren: Das Chaos im Land nimmt zu. Die sichere Ruhe des Landes, die im Wachstum begründet war, existiert nur noch in zunehmend isolierten Wohlstandszentren.

Die Rolle des Charakters werten

Donnerstag, den 1. Dezember 2005 um 14:05

Immer dann, wenn die Zulassung eingeschränkt werden soll, taucht die Forderung nach dem richtigen Charakter auf. Das galt immer schon für die berühmten US-Business Schulen (Harvard, Yale etc.) und auch dann, wenn man bestimmte Kandidaten bevorzugt behandeln wollte. Den „richtige Charakter“ haben, d.h., willens sein, sich in die Struktur einzuordnen.

 
     
     
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