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Monatsarchiv für Dezember 2005

Swiss Piloten – Götter oder Sklaven

Freitag, den 30. Dezember 2005 um 11:29

Die Swiss will sparen, die Angestellten nicht. Es ist doch immer die selbe Geschichte. Christoph Franz sind die Schweizer Piloten doch völlig egal. Wenn sie weg sind, kauft er neue, billigere Piloten aus dem Ausland ein. Auch die Lufthansa hat freie Piloten-Kontingente für den Notfall. Also Swiss Piloten, seid ja nicht so naiv zu denken, dass Franz Euch wirklich braucht.

Beide Seiten sollten sich dem andern „etwas“ nähern. Die Lohnkürzungen von bis zu 30% sind hart. Max. 15% wäre angemessen gewesen. Die Ferienreduktion von 7 auf 5 Wochen ist absolut ok. Die längeren Arbeitszeiten und die vielen Flüge pro Tag lassen den Götterstatus allerdings wanken. Sicherlich wird fliegen durch diese Massnahme auch nicht sicherer. Übermüdete Piloten sollten keine Passagiere befördern.

Es wird auf beiden Seiten Verlierer geben, ausser Christoph Franz wird weiterhin tun, was er für notwendig hält. Unseren Standort zunehmend schwächen.

Was also tun? Zusehen wie bisher, oder!?

Fidel S. Stöhlker

Unser SF DRS

Dienstag, den 27. Dezember 2005 um 11:29

Bundespräsident Leuenberger und ich über die Sendungen im Schweizer Fernsehen:

TV-Sendungen sind ja Geschmackssache und man sollte nicht pauschal urteilen aber seine Meinung deutlich sagen können. Bundespräsident Leuenberger kann natürlich nicht „ehrlich“ sagen, was er von den Programmen hält – ich schon!

„SF Info“ ist eine ordentliche Sendung. Das muss auch mal gesagt sein. Hier gehe ich mit Leuenberger absolut einig.

Bei den StarTV Filmkritikern Oberholzer und Knorr soll sich jeder selber ’ne Meinung bilden. Filme sind Geschmackssache und als alter Filmexperte, lasse ich mir Eure Meinung sicher nicht aufdrängen. Trotzdem ein Format, das nicht fehlen darf.

„Black ’n Blond“ ist ein sehr mutiger Versuch, eigene NightTalker zu entwickeln. Roman Kilchsperger gilt als „jungebliebenes“ Schweizer Moderations-Talent, aber der kopftuchtragende Solothurner Schrottrocker von Rohr, sollte endlich vom Schirm verschwinden. Der Mann ist definitiv Vergangenheit, Frau Deltenre.

„Deal or no Deal“ ist das Dümmste, was ich je gesehen habe. Nein, es ist nicht der Fehler von Kilchsperger. Er tut mir eigentlich Leid, dass er einen solchen Supermist moderieren muss. Aber das „SF DRS“ verheizt ja gerne mal seine Schweizer Talente. Siehe MusicStar.

„Traumjob“, der billige Abklatsch von Donald Trumps Show. Marquard ist ein lustiger Typ und bringt Farbe in die Schweizer Einöde. Die beiden Experten in der Show, die zu seiner Seite sassen, waren zu jeder Zeit die falschen Kandidaten und wirkten total lächerlich.

Also, was will uns Leuenberger sehr diplomatisch sagen? Die Unterhaltungssendungen im Schweizer Fernsehen sind Mist!

Was meinen Sie eigentlich dazu, liebe Leserinnen und Leser? Hier dürfen Sie sagen, was Sie wollen!

Fidel S. Stöhlker

Kurzer Abschied während der Feiertage

Freitag, den 23. Dezember 2005 um 15:46

Es ist total verrückt, wie zum Jahresende überall kommuniziert wird; es muss sich um eine Art Überlebenstrieb handeln. Deshalb schweigen wir für einige Tage, geben uns der Besinnung hin. Sie werden auf jedenfall bald wieder von uns hören, spannend wie bisher.

Wir wünschen schöne Feiertage.

Banken-Prognosen taugen nichts

Freitag, den 23. Dezember 2005 um 8:37

Was die Schweizer Banken zum Wachstum des eigenen Aktienmarktes für das Jahr 2005 vorausgesagt haben, ist eine Katastrophe. CS, UBS, Bank Leu, Vontobel und Sarasin unterschätzten den SMI.
Was bedeutet dies? Haben uns die Banken alle falsch beraten? Ich habe dort Geld verdient, wo ich nicht auf die Banken hörte. Diese alte Regel gilt immer noch.

Schade, meine Freunde von der Bahnhofstrasse, aber Ihr habt wohl mehr die eigenen Gewinne als die Eurer Klienten im Kopf.

Die Westschweiz treibt nach Frankreich

Donnerstag, den 22. Dezember 2005 um 17:17

Soweit die Westschweizer sich nicht den Arabern und den Russen ausgeliefert haben, dominieren die Pariser Interessen. Kein Wunder, viele der reichsten Franzosen leben in der Westschweiz. La Réserve, ein Superhotel am Léman, gehört einem Franzosen, Michel Reybier. In Frankreich ist er vor allem ein Wurst-König.

Die Familie Peugeot ist schon lange da. Benjamin de Rothschild spricht gerne mit Robert Louis-Dreyfus, auch er ein altes französisches Geschlecht. Jean Baud ist bei uns, die Familie Nonancourt (Laurent-Perrier), der reiche Coiffeur Jean-Louis David.

Hören wir auf damit, les Welsch‘ ils sont differentes.

Unruhen werden normal

Mittwoch, den 21. Dezember 2005 um 9:00

Die Franzosen wurden von den enttäuschten Nordafrikanern angegriffen; in Australien haben die nationalistischen Brutalos die Ausländer angegriffen. Was wir nicht wissen: Auch in Schweden, dem liberalen Schweden, werden bestimmte Quartiere in Stockholm und Malmö von der Polizei mit grossem Aufwand kontrolliert. Wann geht es wohl bei uns los?

Franco Cavalli – er gibt’s der SP

Dienstag, den 20. Dezember 2005 um 15:49

Der Tessiner SP-Nationalrat findet seine alte Kuba-Linie wieder. Zur eigenen Partei meint er: „Sie wird von den kurzfristigen Interessen der Mittelschicht dominiert. Wie die SP Zürich. Es geht nur darum, an der Macht zu sein.“

Ich sage schon seit zehn Jahren: Die SP Schweiz ist keine linke Partei mehr, sondern verkörpert die neuen Bürgerlichen: Beamte, die vor allem, Lehrer, Polizisten (davon viele bei der SVP, aber enttäuscht). Der Mittelstand muss auch dieses noch zahlen.

Schröder ist keine CHF 150’000.– Wert

Dienstag, den 20. Dezember 2005 um 12:38

Ringier hat eine mögliche neue Einnahmequelle gefunden – Gerhard Schröder. CHF 150’000.– verlangt der Verlag für einen Auftritt des gestürzten deutschen ex-Bundeskanzlers.

Kann eine Rede oder eine Teilnahme an einem Podiumsgespräch wirklich einen Wert von CHF 150’000.– haben? Ist eine solche Summe gegenüber den Mitarbeitern eines Unternehmens überhaupt noch vertretbar? Grosse Organisationen werden sich auf diesen Deal sicher das eine oder andere Mal einlassen. Die Schweiz kauft sich die Promis schliesslich ein. Oder haben wir etwa noch weitere Promis wie Arthur Cohn und Ursula Andres?

Schröder ist nicht nur ein Flüchtling, sondern auch noch ein Profiteur. In Deutschland hat er versagt und wir erbarmen uns seiner. Wäre es nicht besser für die Schweiz, die Gewinner ins Land zu holen und nicht die, von denen man nichts mehr wissen will? Schröder macht sich jetzt auf Kosten der Eidgenossen und Michael Ringier ein schönes Leben in der sicheren Schweiz.

Bravo Herr ex-Bundeskanzler, ein guter Deal aber zeigen Sie uns Schweizern bitte auch, was Sie für unser Land konkret tun wollen!

Fidel S. Stöhlker

Kein Personenkult – Bescheidenheit zählt

Montag, den 19. Dezember 2005 um 16:25

Dieser Dienst an der Sache, wie er von Peter F. Drucker, Viktor Frankl und seit einiger Zeit auch von Prof. Fredmund Malik von Führungskräften verlangt wird, hat einen Haken: Kaum jemand hält sich daran.
– Drucker verlangt, nicht an Rang und Status, Macht und Geld orientiert zu sein, sondern einen Beitrag zu liefern.

– Frankl verlangt den Dienst an der Aufgabe als Sinnfindung; das scheint mir übrigens letztlich als benediktinisch.

– Malik verlangt sogar „kompromisslosen Dienst an der Sache“, worunter auch das Privatleben und die Familien leiden könnten.

Nun, übertreiben wir nicht. Gerade Drucker und Malik sind mit Büchern, Seminarien, „Letters“, Audio-CD’s und DVD’s omnipräsent. Sie sind ihrer Sache derart hingegeben, dass beide äusserst sichtbar waren und sind. Frankl nur deshalb nicht, weil dies zu seiner Zeit noch nicht Mode war.

Im Gegenteil:
– Thomas Bär, Bankier, wird von seinem abgehenden CEO als neuer Alexander des Schweizer Bankwesens gefeiert.

– Alexander Pereira, Chef des Zürcher Opernhauses, kennt ausser seinem persönlichen Erfolg wohl nichts anderes. Er tut dies, indem er „der Sache“ dient, der Kunst, und niemanden um sich duldet, der dies nicht genau so sieht.

Gute Beispiele sind:
– Oswald Grüebel, CEO Crédit Suisse, der extern nur widerwillig auftritt. Gut, er hat noch einige offene Rechnungen.

– Sergio Marchionne, der den Fiat-Konzern derzeit recht glücklich umbaut, aber er hat die ital. Banken und Reste der Familie Agnelli als Arbeitgeber vor sich.

Merkwürdigerweise ist mir aufgefallen, dass Chefs, die von ihren Kadern Zurückhaltung verlangen, oft auch geizig sind. Wirklich geizig, nicht einfach nur sparsam.

Daher frage ich mich, ist diese Linie Drucker-Frankl-Malik des pietistischen Denkens nicht einfach ein Instrument von Familienunternehmen, ihre Kader und Mitarbeiter zu disziplinieren? Viele Familienunternehmer haben Milliarden Franken vergeudet, einen Fehler, den man eigenen Führungskräften, auch im kleineren Rahmen nur selten zugesteht. Ich kenne die Besitzer von Gold- und anderen Minen, die Besitzer von Zementwerken und Industriefirmen. Was zuletzt wirklich zählt, ist der Kurs der eigenen Aktie und der reale Cash. Bill Gates hat Milliarden USD verschenkt, aber mit Steuersparmodellen in Irland holt er das leicht wieder herein. Solange die „seriously rich“ nicht offen legen, was sie mit ihrem Geld wirklich tun, gibt es keinen Grund zur falschen Bescheidenheit.

Paris, für Politiker ein gefährliches Pflaster

Montag, den 19. Dezember 2005 um 16:19

Die algerische Bevölkerung rätselt seit vier Wochen, wo sich ihr Regierungspräsident aufhält. Abdelaziz Bouteflika ist ein einem Pariser Militärspital verschwunden und niemand will wissen, was ihm zugestossen ist. Erinnern wir uns nicht daran, dass Yassir Arafat einmal frohgemut nach Paris aufgebrochen ist, um als toter Mann von dort zurückzukommen?

 
     
     
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