Es hat sich herumgesprochen, ich stehe Ingrid Deltenre-Wigdorovits kritisch gegebenüber; nicht der Frau, nicht der talentierten Marketingdirektorin, aber der Programmdirektorin. Ich behaupte, sie ist für diese Aufgabe nicht geeignet, legt man hohe Massstäbe an, welche diejenigen von Silvio Berlusconi übertreffen.
Wie verteidigt sich Frau Deltenre?
- Sie hat im “Blick” den Fehler gemacht, einen möglichen “Arena”-Ersatz anzukündigen; jetzt zieht sie diese Idee zurück. Sicher war der politische Druck der Parteien zu gross.
- Sie gibt Millionen Franken aus (die genaue Zahl bleibt geheim), um SF DRS ein neues Industrie-Logo zu verpassen. Dafür wird das Sommerprogramm reduziert. Es ist auch richtig, wenn alle in die Badi gehen oder Salsa tanzen, denn das Sommerprogramm war ohnehin schwach. Warum dann noch sich etwas Neues einfallen lassen?
- Sie schliesst Entlassungen nicht mehr aus; das riecht nach Unruhe in Leutschenbach.
- Sie bedauert, dass die Kritik “meist über die Medien” und nicht von den Zuschauern kommt. Das ist eine oberfaule Ausrede, Frau Deltenre, denn die alten Leutchen, die noch das Schweizer Fernsehen zur Kenntnis nehmen, sind entweder staatstreu oder können kaum noch schreiben.
- Dem Millionär Jürg Marquard hat sie Fr. 600 000.—gegeben, weil seine Bekanntheit ihr dies Wert ist. Man sieht daran, was Bekanntheit an finanziellen Vorteilen bietet. Wer berät eigentlich Jürg M.?
- Die Programmdirektorin meint, sie würde auch angegriffen, weil sie eine Frau sei. Das ist die zweite oberfaule Ausrede. Wenn Sie sich dann noch mit Angela Merkel und Bundesrätin Calmy-Rey vergleicht, beweist dies ihre gesellschaftliche Orientierungslosigkeit.
Und Ihr Mann, Sacha Wigdorovits? Die Programmdirektorin: “Klar spreche ich mit meinem Partner über Dinge, die einen beschäftigen.” Sie sollte mehr mit ihm sprechen.