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Tagesarchiv für 21. Oktober 2005

Was tut Wunderknabe Herbert Bolliger?

Freitag, den 21. Oktober 2005 um 12:45

Dem neuen Migros-Chef sitzt Aldi im Nacken. Herbert Bolliger kündigt an:

- Wer mehr Lohn will, will auch mehr Entlassungen bei Migros. Es geht also um die totale Lohnsumme, die offensichtlich blockiert oder sogar rückläufig ist.

- Regionale Produkte werden auf maximal 20% heruntergefahren. Das sind schlechte Nachrichten für unsere Hersteller.

2006 wird ein tolles Jahr für den Schweizer Detailhandel. Die Binnennachfrage stagniert (diese Bemerkung gegen alle geschönten Zahlen), der Konkurrenzdruck nimmt durch Aldi massiv zu – nicht nur real, sondern auch psychologisch.

Der SVP fehlt der geniale Werber Christoph Blocher

Freitag, den 21. Oktober 2005 um 12:38

Ist Ihnen auch schon aufgefallen, seit Dr. Christoph Blocher Bundesrat ist, werden auch die Inserate der SVP wieder anständiger. Was es also wirklich Christoph Blocher, der die früheren Schmutzkampagnen auslöste, verantwortete und zur Veröffentlichung frei gegeben hat? Es sieht so aus.

Unberechenbarer “Joe” Ackermann

Freitag, den 21. Oktober 2005 um 12:37

Beim ersten Prozess kam er persönlich, machte das Siegeszeichen und gewann. Beim zweiten Prozess liegt die Stange höher und er kommt nicht mehr. Ist er jetzt ganz sicher oder will er keine Fotos mehr, sicher keines mehr à la Churchill.

Die Westschweiz hat Sorgen

Freitag, den 21. Oktober 2005 um 12:36

Wenn Sie genau lesen, entdecken Sie in den Westschweizer Medien sich häufende Titelzeilen, die wie folgt beginnen:

- “Malgré les bourrasques, les marchés resistent.”
- “Malgré Rita & Co, les majors von battre des records. ”

Ja, dieses teuflische “malgré”. Es häuft sich.

“Kollege Annoni” wird Chef von Pro Helvetia

Freitag, den 21. Oktober 2005 um 12:33

Darauf ist bei Bundesrat Pascal Couchepin Verlass: Er tut etwas für seine Freunde in der Wirtschaft und der Politik. Wozu sonst ist ein Bundesrat gut?

Jetzt hat er Mario Annoni zum Präsidenten von Pro Helvetia gemacht. “Der Bund” bemängelt, Annoni sei ein schlechter Krisenmanager und habe auch das Kulturförderungsgesetz im Kanton Bern verschlafen. (siehe hier)
Die “Berner Zeitung” rechtfertigt die Berufung eher kühl mit dem Couchepin-Zitat, Annoni sei ein Modellschweizer. Wenn es mehr nicht braucht.

“Der Bundesrat beweist Weitsicht.”

Freitag, den 21. Oktober 2005 um 12:29

Immer dann, wenn die Investitionen höher sind als vernünftig oder Minderheiten über alle Massen berücksichtigt werden, heisst es: “Der Bundesrat beweist Weitsicht.” Wirklich?

Ruhe ist des SRG-Hörers Bürgerpflicht

Freitag, den 21. Oktober 2005 um 12:28

Es lässt sich nicht sagen, dass es ruhig ist in unserem Land: Vogelgrippe, Entlassungen, Firmenverkäufe, Kampf um Produktivitäts-Steigerung in den Unternehmen mit resultierendem schlechtem Betriebsklima. Aber. Annelies Peikert begrüsst mich auf DRS 2 mit dem Satz „Ich wünsche Ihnen einen ruhigen Tag.“ Ich Ihnen auch, liebe Frau Peikert. Vielleicht begeben Sie sich einmal herunter in die Wirklichkeit des Landes.

Wir gehen anders miteinander um

Freitag, den 21. Oktober 2005 um 12:27

Sicher erleben Sie es auch: Die neue Generation der heute 30-40jährigen ist lärmig geworden: Die Tonalität, die Lautstärke, diese ruckartige fordernde Redeweise, diese Aggressivität. Ob das etwas bringt? Gelehrt wird dies in unseren Finanzkonzernen, wo die schwächsten 20-30% jedes Jahr routinemässig gefeuert werden. Die Hengste, die erfolgreich sind, bleiben dann mit weit gespreizten Beinen in ihren Stühlen sitzen. Unsere Merkmale des Erfolgs waren auch schon eleganter.

Affäre Borer: Bundesrat mit Maulkorb und Brustpanzer

Freitag, den 21. Oktober 2005 um 10:21

Die nationalrätliche GPK hat in ihrem Bericht an den Bundesrat nun mitgeteilt, die Informationstätigkeit bei der Affäre Borer sei “nicht in jeder Beziehung optimal verlaufen”. Das ist die Untertreibung des Jahres!

Ich war von Anfang an dabei und habe das Geschehen 1:1 miterlebt. Borer, ein kluger Kopf und sehr fähiger Netzwerker, war damals mit seiner Gattin in die Höhen der A-Liga der deutschen Gesellschaft aufgestiegen und wurde aus der Schweiz gestürzt.

Ruedi Christen, damaliger Informationschef des EDA, hat sicher keine Glanzleistung in Sachen Kommunikation geliefert. Vermutlich war er die Marionette seines Chefs. Jetzt will sich der Bundesrat dazu nicht mehr äussern. Warum wohl? Weil sich Bundesrat Joseph Deiss damals als ganz schwache Integrationsfigur geoutet hat und fast schon der Gedanke aufkam, dass er dem Hause Ringier irgendetwas schuldig war. Deiss hat sich als Chef von Christen ebenso unprofessionell verhalten, deshalb: Kein Kommentar vom Chef.

Skandalös bezeichne ich aber das Fazit des Bundesrates. Wir haben zwar unprofessionell informiert, trotzdem ändern wir diese Arbeitsweise nicht. Da kommt sich doch jeder Bürger leicht veräppelt vor, denn Macht scheint doch immer wieder missbraucht zu werden.

Fidel S. Stöhlker

 
     
     
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