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Tagesarchiv für 15. September 2005

Wenn blog-Fanatiker sich erregen

Donnerstag, den 15. September 2005 um 13:57

In der Schweiz gibt es Blog-Fanatiker (siehe google-blogsearch), die sich darüber erregen, dass wir ihre Spielregeln nicht ernst nehmen. Liebe Freundinnen und Freunde: Gewöhnt Euch an den Gedanken, dass heute und in Zukunft keine Spielregeln mehr gelten. Macht Eure eigenen; wir spielen nach den unsrigen. That’s the real thing.

NB: Unsere Frau Volkart bestreitet heftig und mit Recht, dass sie eine Tippse ist. Ich sage, Tippsen haben bei uns keine Chance.

Wendehals-Akrobat Christoph Blocher

Donnerstag, den 15. September 2005 um 13:54

Er ist für die Personenfreizügigkeit. “Meine politischen Freunde täuschen sich”, sagt Bundesrat Christoph Blocher heute. Als Hauptvorteil der Öffnung nennt er “den freien Zugang zu einem Arbeitskräfte-Reservoir” für die Unternehmen der Wirtschaft. Erst nach 2011 sieht er ein mögliches Absinken der Saläre und wachsende Arbeitslosigkeit auf das Niveau der EU voraus, vor allem bei schlechter Wirtschaftslage auch in Osteuropa. (siehe “Weltwoche”)

Damit beweist Christoph Blocher, er ist kein einfacher Wendehals, sondern ein Wendehals-Akrobat. Der Unternehmer und Bundesrat distanziert sich von der Partei, die er geschaffen hat. Diese hat bisher keinen wirklichen Nachfolger für ihn gefunden. Es grenzt an ein Wunder, dass sich nicht mehr SVP-Mitglieder betrogen vorkommen. Wahrscheinlich sind sie nur müde oder alt oder beides.

Die Deutschen wollen zuviel von uns – und geben nichts.

Donnerstag, den 15. September 2005 um 13:51

Der Stuttgarter Wirtschaftsminister Ernst Pfister, FDP, nennt sich einen Freund der Schweiz und begründet dies wie folgt:

- Mit Gesetzesänderungen bekämpft er den Verkauf oder die Pacht badischen Bauernlandes an Schweizer Bauern.

- Das geplante Atomendlager Benken will er solange verhindern, bis es seinen Ansprüchen genügt.

- Die Zahl der Anflüge über seinen Südwesten auf den Flughafen Kloten hält er weiterhin für zu hoch, obwohl es seine Landsleute sind, die über Kloten an- und abreisen. Er will ist noch mehr aufladen.

- Zur Personenfreizügigkeit empfiehlt er uns ein Ja.

Was gibt er? Nichts.

“Katastrophen-Franz” ist wieder dabei

Donnerstag, den 15. September 2005 um 13:47

Die SUVA hat einen 40köpfigen Verwaltungsrat, der von “Katastrophen-Franz” Steinegger geleitet wird. Dieser Job ist eine Sinekure. Leider fällt die SUVA, wie schon vor wenigen Jahren, schon wieder negativ auf. Für 40 Mio. Franken wurde Immobilienvermögen verschleudert, wobei sogar Begünstigung nicht mehr ausgeschlossen werden kann. Chèr Franz, diese Corporate Governance ist jämmerlich.

Wieviele Fehler noch, liebe Ingrid D.?

Donnerstag, den 15. September 2005 um 13:45

Selbstverständlich brauchen wir für eine Million Franken ein neues Design der News-Sendungen im Schweizer Fernsehen. Selbstverständlich brauchen wir immer kitschigere Sendungen im Schweizer Fernsehen, um unsere Dummköpfe davon abzuhalten, die noch dümmeren Sendungen im deutschen Fernsehen einzuschalten. Aber, wie viele Fehler noch im Programm, liebe Ingrid D.? Beim letzten Grand Prix der Volksmusik wurde das Publikum betrogen. Es wurde gemogelt. Liebe Ingrid, es geht nicht nur um das Äussere, auch die Inhalte müssen stimmen.

Dekorations-Kunst

Donnerstag, den 15. September 2005 um 13:43

Es gibt Kunstwerke, auch neue, die Relevanz haben. Ich unterscheide sie von solchen, die rein dekorativen Zwecken dienen oder von gereinigter Bankenkunst. Jetzt haben wir ein neues Phänomen: Paulo Coelho bietet sich in Hochglanzmagazinen, die der Werbung dienen, dar als Dekorations-Schreiber: Worte, Worte, kaum Aussagen von einiger Bedeutung.

England:Frankreich – das fehlte mir gerade noch

Donnerstag, den 15. September 2005 um 12:52

Das “englische Wunder” dient oft dazu, die EU zu diskreditieren. Dort, mit dem Pfund, sei alles besser als auf dem Kontinent geraten. Blicken wir genauer hin:

- England wie Frankreich haben 38,5 Mio. Arbeitskräfte
- In England hat die Zahl der Arbeitskräfte bei den Privatfirmen stagniert, aber im staatlichen Bereich stark zugenommen, vor allem im Gesundheitsdienst und bei den Lehrern.
- Warum hat Frankreich eine höhere Arbeitslosigkeit? Weil in England die “Krankheiten von langer Dauer” von 1 Mio. Personen auf 2,2 Mio. Personen angestiegen ist. Das sind natürlich keine Arbeitslosen.

Seien wir realistisch, alle Staaten bluffen.

Woran Sie noch nie gedacht haben

Donnerstag, den 15. September 2005 um 12:50

Vor dem 25. September haben viele Angst, sie könnten von Polen, Rumänen und anderen merkwürdigen Volksstämmen überrannt werden. Nein, das ist nicht das Problem, denn es geht auch umgekehrt. Französische Unternehmer im Raum Besançon bieten ihren Mitarbeitern an, ihren – ohnehin mässig bezahlten – Job in Ostfrankreich aufzugeben. Sie sollen mit der Firma nach Ungarn in die neue Produktion gehen, wo sie pro Monat Euro 300 verdienen. Das sei dort angemessen.

Also, die Freizügigkeit, das wird gerne vergessen, geht in zwei Richtungen. Wir haben billige Einwanderer aus dem Osten, egal was die Gewerkschaften sagen. Sie können als billiger Arbeiter gen Osten ziehen. To follow.

Die Sünde meiner Lieblingszeitung

Donnerstag, den 15. September 2005 um 12:49

Jene Esoteriker, die unsere Blogs regelmässig lesen, werden schon längst festgestellt haben, dass ich auf vieles gerne verzichte, nicht jedoch auf die “FTI” (sorry für alle, welches dieses Kürzel nicht kennen).

Meine geliebte “Financial Times” bringt einen “Special report” und berichtet darin auf der Titelseite über “Food wars”. Ich denke, Neues aus Afrika südlich des Sahel? Falsch, der Titel bezieht sich auf die Kriege der Airline-Caterer um das beste Menu.

Mein Kommentar: Zynisch, meine lieben Freunde aus London, sehr zynisch ist dieser Titel sogar.

Prof. Georg Kreis expandiert

Donnerstag, den 15. September 2005 um 12:41

Nicht nur UBS und CS, nicht nur Novartis und HoffRoche expandieren; auch der bekannte Basler Wissenschaftler und Präsident der Rassismus-Kommission will expandieren. Er möchte aus der Eidg. Kommission gegen Rassismus eine Menschenrechts-Kommission machen. Nein, nicht er sagt dies, sondern seine Sekretärin, Frau Doris Angst.

Mein hochgeschätzter Prof. Kreis. Ihre Rassismus-Kommission hat den Rassismus mehr gefördert als Sie auch nur annehmen möchten. Hören Sie das Schweizer Volk flüstern? Ja, sind das denn alles Rassisten? Nein, Sie haben welche daraus gemacht.

Es ist also gut, wenn Sie daraus eine Menschenrechts-Kommission machen. Das ist noch weniger definier- und umsetzbar. Ich wünsche Ihnen eine lange Lebenszeit als ewiger Kommissionspräsident. No bad job, really.

 
     
     
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