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Tagesarchiv für 30. August 2005

Südanflüge – die Zürcher Regierung schläft

Dienstag, den 30. August 2005 um 8:27

Es ist ein Skandal, den niemand wahrhaben will. Unsere Zürcher Regierung, deren Finanzminister Hans Hollenstein uns gerade erhebliche Steuererhöhungen angekündigt hat, tut nichts, um die kantonale Bevölkerung vor dem unerträglichen Fluglärm zu schützen. Im Gegenteil: Wenn die siegesgewissen und überheblichen Süddeutschen nun auch sonntags ihre Flieger über die Schweiz schicken wollen, hört man von der Regierung nichts. Frau Fierz weiht einen Wanderweg am Zürichsee ein und kümmert sich einen Dreck um die wirklichen Probleme der Bevölkerung.

Wir sind anständige Schweizer, wollen uns nicht in die deutsche Innenpolitik einmischen, weil uns das nicht angeht, und vergessen dabei, dass die Deutschen uns immer mehr in die Zange nehmen. Wo bleibt die Regierung? Wo bleibt unser Kantonsrat, unsere Volksvertreter? Wo bleibt unsere weltberühmte Aussenministerin, die sich jedoch lieber im Kosovo herumtreibt, wo sie auch nichts erreicht.

Zudem dürfen wir nicht vergessen:
– Unsere Swiss existiert nicht mehr. Das ist heute die deutsche Lufthansa, die ihre deutschen und internationalen Fluggäste und Umsteige-Passagiere Tag und Nacht über unsere Köpfe donnern lässt.

– Diese deutsche Swiss verlangt von uns Flugpreise, die in der Schweiz für den gleichen Flug höher sind als sie im Ausland angeboten werden.

Am 3. September dürfen wir in Zürich über die Bahnhofstrasse paradieren und demonstrieren. Frau Rita Furrer wird unseren Gemeindepräsidentinnen und –präsidenten eines ihrer unvergleichlich sanften Lächeln schenken und sagen, wie sehr sie mit uns leidet. Macht sich die Regierung über hunderttausende von Mitbürgerinnen und Mitbürgern lächerlich? Jetzt heisst es, konsequent gegen die Deutschen zu kämpfen. Wir müssen der deutschen Aggression den schweizerischen Willen entgegenzusetzen, indem wir sagen: Schluss jetzt. Ihr klagt mehr als ihr leidet. Wir leiden mehr, aber wir müssen lernen, auch nach deutscher Art zu klagen.

Am besten, man bleibt gleich im Bett

Dienstag, den 30. August 2005 um 8:22

Manchmal verstehe ich die Menschen, die morgens nicht mehr aufstehen wollen. Was sollen sie auch tun? Die Erderwärmung ist bis zum Jahr 2050 nicht mehr aufzuhalten. Die US-Amerikaner sind das neue Imperium, dagegen kommt niemand mehr an. Die Saläre stagnieren – für die meisten – dauerhaft, dafür nehmen die Steuern, Gebühren und anderen Kosten laufend zu. Die zunehmende Scheidungsrate ist auch kein Grund zur Freude. Also, was bleibt zu tun? Meine Antwort heisst: Der Einzelne kann es schaffen, die Gruppe nur noch selten, die Masse nie.

Marchionne war ein Porschefahrer

Dienstag, den 30. August 2005 um 8:21

Ich habe Sergio Marchionne als Porschefahrer kennengelernt, das entsprach auch seinem Temperament. Jetzt fährt er FIAT und niemand weiss, ob er auch ein Automensch ist, wie Bob Lutz zum Beispiel. Bei der SGS in Genf galt er lange Zeit als erfolgreicher Sanierer; später, nach seinem Abgang, war zu hören, er habe ein grosses Chaos hinterlassen. Vielleicht waren es aber auch nur jene Manager, die er feuerte, die dies sagten. Sergio, die Stunde der Wahrheit kommt spätestens in zwei Jahren.

Von Kitsch fasziniert

Dienstag, den 30. August 2005 um 8:18

Es heisst, von Bollywood gehe eine „ungeheure Faszination“ aus. Ich spüre nichts davon und halte es für indischen Kitsch, der jetzt globalisiert wird.

Tratschen Sie auch?

Dienstag, den 30. August 2005 um 8:17

Seit einiger Zeit sagt meine Frau, Männer würden mehr tratschen als Frauen. Sie hat recht. Tratsch hält die Gesellschaft zusammen – oder treibt sie auseinander.

Leben in Florida

Dienstag, den 30. August 2005 um 8:16

Wenn Beat Kahli, Sohn eines Zürcher Bäckers, von seinem neuen Haus in Florida/Wesley Chapel bei Tampa in einen Lebensmittelladen will, muss er sechs Kilometer fahren, will seine Frau in eine Mall und richtig shoppen, sind 30 Minuten Autofahrt angesagt. Kahlis sind glücklich; ich bin froh, mir dies nicht antun zu müssen.

Gefährlicher Trend zur Billignahrung

Dienstag, den 30. August 2005 um 8:15

Die Zahl der Nahrungs-Billigangebote nimmt zu. Dies scheint vernünftig, denn immer weniger Menschen haben genügend Geld, um sich anspruchsvolle Nahrung zu kaufen. Vergessen wird in diesem Zusammenhang, dass die heute fast vergessene Krankheit BSE, der Rinderwahnsinn, deswegen entstand, weil man billiges Rindfleisch produzieren wollte. Die Rinder wurden krank gemacht und mit ihnen die Menschen. Unsere Sucht auf billiges Geflügel führt zu neuen Erkrankungsmustern, die sich jetzt recht schnell unseren Grenzen nähern. „Geiz ist geil“ war wohl der dümmste Werbeslogan der jüngeren Gegenwart. „Geiz ist dumm“, lautet die richtige Formulierung, denn die Folgekosten sind nicht berechnet.

Unser Fort wird belagert

Dienstag, den 30. August 2005 um 8:14

Westeuropa ist ein Fort, das zunehmend von zuwandernden Ausländern belagert wird. Ganz klar wurde dies im spanischen Aussenposten Melilla in Nordafrika, wo 250 Afrikaner in drei Stosstrupps zu 80 Personen mit Holzleitern über die Grenzzäune klettern wollten. Die Militärpolizei konnte sie nochmals zurückschlagen. Wie lange noch?

Flexibilität in der Praxis

Dienstag, den 30. August 2005 um 8:12

In den USA kann die ganze Belegschaft einer Firma auf den 30. eines Monats gekündigt und auf den 1. des folgenden Monats – zu niedrigeren Salären – wieder angestellt werden. Bei uns wird dies auch bald möglich sein, in der Praxis findet dies schon statt.

Mont-Pélérin-Gesellschaft wieder aktiv

Dienstag, den 30. August 2005 um 8:10

Die in Montreux ansässige Mont-Pélérin-Gesellschaft, deren Präsident in Genf sitzt, ist stolz darauf, Ludwig Erhards Wirtschaftsreformen „mitgedacht“ zu haben (hinter Erhard standen bekanntlich US-Berater, die für ihn dachten), ist stolz darauf, den Thatcherismus und die Reaganomics formuliert zu haben und nimmt für sich in Anspruch, die neuen Staaten Osteuropas mit aufgebaut zu haben. Ist sie einflussreich? Erstaunlich ist die Aussage eines teilnehmenden Hochschullehrers, man suche eigentlich nur einen Ort, wo man ruhig miteinander reden könne. Wer zahlt die Spesen? Ich habe noch nie einen Hochschullehrer kennen gelernt, der gerne um die Welt zu einer Konferenz reiste, wenn er die Spesen selber bezahlen musste.

 
     
     
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