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Tagesarchiv für 9. August 2005

Links oder Liberal – wo steht der „Tagi“?

Dienstag, den 9. August 2005 um 14:40

Eine Zeitlang machte es den Anschein, als gelinge es Peter Hartmeier, dem amtierenden Chefredaktor des Zürcher „Tagi“, die Redaktion politisch auszubalancieren. Heute wissen die aufmerksamen Leser: Die“Tagi“-Redaktionslinke hat die internen Verteilungskämpfe klar gewonnen. Es gibt kaum noch innenpolitische Artikel, die nicht den Linkstrend als Fortschritt empfehlen. Der Wirtschaftsteil ist aus dem gleichen Grund fast profillos und ergeht sich in Allgemeinheiten.

Für mich ist klar: Angesichts einer rechtsstehenden, konzern- und regierungsfreundlichen „Neue Zürcher Zeitung“ macht ein rechtslastiger „Tagi“ keinen Sinn. Er deckt die Informationsbedürfnisse der Staatsbediensteten, der Lehrer und der zahlreichen Sozial- und Kommunikationsarbeiter ab, wo linker Chic immer noch als fortschrittlich gilt.

Da der „Blick“ sich ebenfalls als linkssozial und antikapitalistisch gibt, haben viele Unternehmer keine Freude mehr an den Druckerzeugnissen der Häuser Coninx und Ringier. So kommt es, dass die erzkapitalistische Schweiz, deren alemannisch-gemeinsames Fundament ohnehin in Auflösung begriffen ist, dessen Auferstehung als spätlinke Opposition erlebt, die nicht mehr den – vorwiegend ausländischen – Arbeitern dient, sondern den Staatsdienern, deren Futtertöpfe zulasten der Steuerzahler aus dem Mittelstand weiterhin gefüllt bleiben sollen.

Top-Infrastruktur in der Schweiz?

Dienstag, den 9. August 2005 um 7:52

Die Schweiz ist berühmt für ihre Eisenbahnen, sauberen Strassen und die Zuverlässigkeit des politischen Systems. Ein Wettbewerbsvorteil, auf den wir stolz sein können. Wenn da nicht immer wieder und zunehmend Fragezeichen aufkommen.

Hat die Schweiz wirklich in allen Bereichen noch eine Top-Infrastruktur oder meinen wir es nur noch? Zwei Blicke über die Grenzen beweisen das Gegenteil.

Beispiel 1: Sind Sie in Deutschland, in Frankreich und auf den privaten Autobahnen in Italien unterwegs, erstaunen die guten, breit ausgebauten Autobahnen immer neu. Wer von diesen Ländern in die Schweiz fährt, erlebt meist in der Schweiz die böse Überraschung. Stau vor der Grenze, Staus nach der Grenze. Was wohl hier der Tourist als erstes von der Schweiz denkt.

Beispiel 2: Die Schweiz hat dank der Swisscom und anderen eine hervorragende Telefon- und Datenübertragungsinfrastruktur. Eine Spitzenleistung in einem so schwierigen topografischen Raum. Die Schweiz steckt jedoch noch in tiefer Steinzeit, wenn es um die terrestrische Verbreitung von digitalem Fernsehen und Radio geht. Nur das Tessin ist zur Zeit erschlossen, weil dort die bisherigen Antennen abgeschaltet worden sind. In deutschen Städten und Agglomerationen sieht die Welt jedoch ganz anders aus. Hier herrscht digitaler Programm-Überfluss. Begründung des Bakom: Die Schweiz macht nicht vorwärts, weil die Verkabelung der Haushalte so hoch sei. Das ist nicht Fortschritt, sondern Ausruhen auf vergangenen Früchten. Ärgerlich. Gefährlich als Geisteshaltung.

Stephan Oehen

Achtung, die Saudis sind wieder Freunde

Dienstag, den 9. August 2005 um 7:19

Jahrelang hiess es aus Washington, die reichen Saudis würden die Terroristen finanzieren, darunter einen berühmten bin Laden. Jetzt sind die Amerikaner mit den Saudis wieder befreundet. Dick Cheney (Aussenminister), George H.W. Bush (alt Präsident der USA) und Colin Powell („The friendly cop“) haben König Abdullah in Riadh besucht. Der Grund: Die USA brauchen das Öl der Saudis.

Wirklich lange Ferien, wie schön.

Dienstag, den 9. August 2005 um 7:17

Während täglich US-Soldaten und deren Verbündete im Irak und andernorts in der Welt erschossen werden, geht US-Präsident George W. Bush in die verdienten Sommerferien: 6 Wochen. Damit hat er 20% seiner bisherigen Präsidentschaft in den Ferien in Texas erlebt.

Merke: Ein normaler Amerikaner hat, wenn er Glück hat, gegen Ende seines Arbeitslebens maximal 4 Wochen Ferien.

Gewerkschafter – eine Katastrophe für die Mitarbeiter

Dienstag, den 9. August 2005 um 7:16

Jetzt haben wir es: Auch die Betriebsräte (Gewerkschafter) der deutschen Commerzbank wurden bei Bonuszahlungen regelmässig bevorzugt. Während die Belegschaft bei Sonderzahlungen Einbussen tragen musste, blieben die Gewerkschafter davon verschont.

Ehrlich, ich glaube schon seit über 20 Jahren Gewerkschaftern kein Wort. Ich habe sie als Schweizer Hotelbesitzer erlebt; nur die SED-Bonzen waren schlimmer.

 
     
     
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