Über uns Dienstleistungen Agenda Medien Publikationen Kontakt  

Weblog

Monatsarchiv für August 2005

Die Deutschen spinnen

Mittwoch, den 31. August 2005 um 14:27

Die Deutschen spinnen mit ihrem amerikanisierten „Angie“-Wahlkampf. Sie werden auch amerikanische Verhältnisse dafür erhalten. Ettore Sottsass, der österreichisch-italienische Stardesigner nennt die Verhältnisse einen „maskierten Faschismus“. Er meint damit die Bush-Regierung, aber „Angie“ bewegt sich in die gleiche Richtung.

Zürich hat LeCorbusier vergessen

Mittwoch, den 31. August 2005 um 14:26

Sein 40ster Todestag hat sich vorgestern gejährt, Zürich scheint den berühmten Architekten vergessen zu haben. Gut, im November wird dazu ein Colloquium an der Limmat stattfinden, aber sein schönes Haus im Zürcher Seefeld bleibt weiterhin fast ungenutzt. Die dort herrschende Todesstille bedrückt.

Wenn Moritz Leuenberger stürzt, steigt dann der Oelpreis?

Mittwoch, den 31. August 2005 um 14:24

Natürlich stürzt Moritz Leuenberger nie, das passiert nur FDP- und CVP-Bundesrätinnen, die von der eigenen Partei verlassen werden. Da aber weltweit die Ölpreise bei jedem Unglück steigen, müsste man auch den „M“-Faktor errechnen können: z.b. 0,0000000000000000% im Falle des lieben Moritz, der so gerne Vorträge hält.

Dennoch, ich verstehe nicht, weshalb jedes Unglück die Ölpreise treibt. Ich denke mir, es handelt sich dabei um eine extreme Grenzkosten-Situation, die extrem für Preissteigerungen benutzt wird, siehe unser Bundesrat, der ab 1. Oktober auch wieder 1,5 Rappen pro Liter Benzin mehr von uns will. Nicht nur die Araber sind die Profiteure.

Europas Proletariat entsteht neu

Mittwoch, den 31. August 2005 um 14:23

Jeder vierte Italiener unter 25 Jahren ist arbeitslos. Hier entsteht ein neues europäisches Proletariat.

Sind Sie auch ein „braver Mensch“?

Mittwoch, den 31. August 2005 um 14:23

Überall gibt es schreckliche viele „brave Menschen“. Warum? Meist haben sie einen sehr beschränkten Horizont, wissen viel von sehr wenig, sind Quellen-Fanatiker, wozu sie an unseren Hochschulen erzogen werden. Der Mut zur Kreativität geht ihnen vollends ab, weil sie es sich finanziell nicht leisten können. Deshalb bleiben sie brav, aus Sicherheitsgründen.

Wie soll daraus eine Bildungselite entstehen? Das Höchste, was wir erwarten dürfen, sind einige gebildete Elite-Angehörige, aber diese werden keine Chance erhalten, sich durchzusetzen.

Die Mär vom Fairplay

Mittwoch, den 31. August 2005 um 14:21

Jugendliche lernen beim Fussball das Fairplay sagen FIFA-Boss Sepp Blatter und UNO-Sonderbotschafter „Dölf“ Ogi. Irrtum: Jugendliche lernen dort, dramatisch hinzufallen, den Schiedsrichter zu bescheissen und andere faule Tricks. Immerhin, auch das ist eine Ausbildung für’s Leben.

Das Wort des Jahres: Flankierende Massnahmen

Mittwoch, den 31. August 2005 um 14:20

Ich schlage zum Wort des Jahres den Begriff „Flankierende Massnahmen“ vor. Warum? Ich gehe jede Wette ein, dass nach einem „Ja“ am 25. September die flankierenden Massnahmen rasch wieder eingeschränkt werden. CDU-Prof. Paul Kirchhof will die deutsche Altersvorsorge auf privates Sparen ausrichten („Wer Sicherheit im Alter will, muss selbst vorgesorgt haben.“) Er kündigt „flankierende Massnahmen“ an – was immer das heissen mag. Der rhetorische Gegenpol von „Flankierende Massnahmen“ heisst „Attraktive Rahmenbedingungen“.

Merkel wie Schröder

Mittwoch, den 31. August 2005 um 14:04

„Angie“ Merkel und Gerhard Schröder legen, soweit erkennbar, keine wesentlich verschiedenen Wirtschaftsprogramme vor, einmal abgesehen von den Kirchhoff’schen Halluzinationen, die „Angie“ schon eingeschränkt hat. Warum also sind deutsche Unternehmer und Spitzenmanager eher für die Merkel? Ich plädiere für die Annahme, dass die „offenen Programme“ immer weniger eine Rolle spielen als die „verdeckten Programme“.

Schröder war Sozi und machte eine weitgehend kapitalfreundliche Politik. „Angie“ gibt sich als Ost-Softie mit Thatcher-Touch, wirkt kapitalfreundlich, wird sich aber nicht durchsetzen. Das heisst: Alles bleibt im Kern beim Alten. Eines wird bei beiden jedoch Schlimmer: Den Arbeitnehmern wird es nach der Wahl auf jeden Fall schlechter gehen, ganz so wie bei uns.

Wer unterstützt „Angie“?: McKinsey, Siemens, Friede Springer, Liz Mohn und Sabine Christiansen. Nur noch Wendolin Wiedeking ist bei Schröder und Roland Berger, der den notwendigen Absprung sicher schaffen wird. It’s a big game.

USA mit zunehmder Armut

Mittwoch, den 31. August 2005 um 14:00

Jetzt sind 37 Mio. US-Amerikaner offiziell arm; das sind 1,1 Mio. mehr als im Vorjahr. 45,8 Mio. Menschen haben dort keine Krankenversicherung. Wenn George W. Bush seine eigenen Wähler nicht besser behandelt, haben wir von ihm nichts zu erwarten.

Bleibt gesund, Freunde

Mittwoch, den 31. August 2005 um 13:57

George W. Bush hat nicht nur drei Monate Ferien im Jahr (wie unsere Bundesräte auch), sondern fährt noch täglich eine Stunde Velo und joggt regelmässig. Ist das zuviel, weil er ja auch sonst noch einiges zu tun hat. Mediziner verteidigen ihn, Sport belebt das Hirn. Gut, auch ich bin gegen die „couch potatoes“, meine aber, Georgieboy sollte ab und zu ein Buch lesen, zum Beispiel Barbara Tuchmann’s Werk aus dem Jahr 1983 „The madness of governments“.

 
     
     
Home Kontakt Sitemap Weblog Home
Home | Über uns | Dienstleistungen | Agenda | Medien | Publikationen | Kontakt | Sitemap | Weblog