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Monatsarchiv für Juli 2005

Nestlé tötet Babies oder Nestlé versklavt Kinder

Donnerstag, den 28. Juli 2005 um 14:19

Mysteriöses spielt sich wieder einmal in Afrika ab. Vor 25 Jahres hiess es “Nestlé tötet Babies” (Dosenmilch gegen Muttermilch), heute heisst es “Nestlé versklavt Kinder”. Erst Helmut Maucher wurde mit dem Angriff, der schon einmal aus den USA kam, fertig. Hoffentlich hat Peter Brabeck-Letmathé das gleiche gute Händchen, um die Anklage zu stoppen. Als Nestlé-Aktionär wünsche ich mir sauberen Kakao. Nestlé sollte umgehend zeigen, dass auf den Plantagen in der Elfenbeinküste sauber gearbeitet wird. Jede Woche des Zweifels schadet.

Europas Rechte wie Chinas Linke

Donnerstag, den 28. Juli 2005 um 14:12

Was sich in China abspielt, ist ein entkernter Fortschritt – ohne Demokratie. Spielte sich gleiches nicht ab in Europa zur Zeit Mussolinis, Hitlers und sogar Stalins? Haben nicht auch wir wieder Tendenzen, auf die lästigen demokratischen Formalismen zu verzichten – zugunsten eines beschleunigten Fortschritts? To follow, wie die Engländer sagen.

Armenier überholen Türken in der Kommunikation

Donnerstag, den 28. Juli 2005 um 14:11

Meine Beziehungen zu türkischen Menschen sind seit über dreissig Jahren gut. Deshalb mag ich sie auch, weil ich viele tolle Männer und Frauen dort kennen gelernt habe. Eines konnten die Türken nie: Professionell kommunizieren. Derzeit werden sie in grossem Tempo von den Armeniern überholt, die eine meisterhafte Kampagne führen. Wer diese Kampagne plant, ist ein Profi. Arme Türken, wir mussten auf Wilhelm Tell verzichten; bei euch steht Atatürk, euer Vater, zur Diskussion.

Markus Kutter ist tot

Donnerstag, den 28. Juli 2005 um 14:09

Die Jüngeren kennen ihn kaum noch; er war einst, gelernter Historiker, einer der grossen Werber der Schweiz – weil er gegen alle Regeln verstiess. Er war ein Spieler – er wollte uns spielerisch erziehen. Danke, mein Lieber.

Vom Simulanten zum Simultanten

Donnerstag, den 28. Juli 2005 um 14:08

Simulanten sind uns bekannt; sie geben etwas Falsches vor. Wer aber sind die Simultanten? Dieser nicht zu neue Menschentypus tut zweierlei oder vieles simultan. Ob er auch alles gut tut, ist eine andere Frage. Jedes Ende veranlasst Raserei. Gelassenheit wäre besser.

Aufruf zum Wirtschafts-Patriotismus

Donnerstag, den 28. Juli 2005 um 14:07

Es ist der französische Premier de Villepin, der jetzt zum “Wirtschafts-Patriotismus” aufruft, gegen den Ausverkauf der französischen Unternehmen ins Ausland. In der Schweiz sieht es so aus, als sei es patriotisch, sein Unternehmen möglichst rasch einem Ausländer zu verkaufen. Bin gespannt, ob dies am 1. August bei uns ein Thema sein wird. Mein Unternehmen erben meine beiden Söhne – Schweizer.

Stoppt die rechten “Jünger” Blochers

Donnerstag, den 28. Juli 2005 um 13:42

Warum ich mich so ärgere? Jetzt lässt ein Christoph Blocher am Rütli-Rapport einen nahezu rechtsradikalen Jungen auf die Bühne. Der “Tages-Anzeiger” berichtet heute auf einer halben Seite über den ultra Rechten Albert Leimgruber, 24, aus Villars-sur-Glâne. Das ist genau eine halbe Seite zuviel.

“Die Schweiz ist ein heller Fleck in einem dunklen Kontinent”. Die NPD in Deutschland würde den jungen Rechtsradikalen sofort und mit Handkuss aufnehmen. Wir Schweizer brauchen diese Menschen ganz sicher nicht. Es kommt aber noch besser: “Unser Land ist wie damals vor 65 Jahren umzingelt von einer Macht, die unsere Demokratie bedroht”, so Leimgruber. Idiotismus sollte in der Schweiz keine Unterstützung finden. In der Romandie, wie es der Rütli-Rapport zeigte, gibt es allerdings einige Anhänger rechtsradikaler Parolen.

Dreht den radikal Rechten in unserem Land endlich mal den Zufluss ab. Ich will mit meiner Familie nicht in einem Land leben, das seine Nachbarn nicht akzeptiert und sogar aus dem Land ekelt.

Fidel S. Stöhlker

Rechtschreibe-Reform höchst unbeliebt

Donnerstag, den 28. Juli 2005 um 13:39

Die Schweizer Kantone haben unbesehen die Rechtschreibe-Reform in Deutschland übernommen. Nur acht Prozent aller Deutschen befürworten sie, obwohl sie in der kommenden Woche in Kraft tritt. Wahrscheinlich ist es eine Schweizer Kunst, von den Deutschen nur das Schlechte zu übernehmen, weil wir ohnehin in allem anderem besser sind.

Ich habe mir noch nie Gedanken gemacht, welches Deutsch ich schreibe.

Starke Schattenwirtschaft in der Schweiz

Donnerstag, den 28. Juli 2005 um 13:38

Zwischen 1975 bis zur Gegenwart ist die Schattenwirtschaft (Schwarzarbeit) in der Schweiz von 3,2% des BIP auf über 9% des BIP angestiegen. Das heisst, jeder zehnte Franken in unserem Land wird schwarz verdient, 40 Mia. Franken total. Wahrscheinlich sind es noch mehr. Diese nützlichen Angaben entnehme ich dem neuen Buch von Prof. Dr. Franz Jaeger von der Universität St. Gallen “Eine freizügige Schweiz – Chimäre oder Chance?” (Verlag Rüegger). Lieber Franz, das war keine Schwarzarbeit von Dir, sondern gute Arbeit.

Weltmarktführer in Hitzenot

Donnerstag, den 28. Juli 2005 um 13:37

Die Basler Lonza mit Hauptproduktion in Visp/Oberwallis ist Weltmarktführer bei der Herstellung von Schnecken-Vertilgungsmitteln. Die weltweite Zunahme der Trockenheit wirkt dämpfend auf dieses Geschäft, weil die Schnecken nicht an die Oberfläche kommen. Die Oberwalliser müssen einen Regenzauber bestellen.

 
     
     
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