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Zum 1. August: Die richtige Regel

28. Juli 2005 um 15:48

Jetzt werden wir wieder überschüttet von allerlei Anweisungen, Empfehlungen, Warnungen, Hilferufen. Der 1. August 2005 ist da.

Für mich heisst die richtige Regel: Tun Sie alles, was Sie tun, ganz zum Vorteil Ihrer persönlichen Sache. Die alten Schweizer, wer immer dies gewesen ist, waren schreckliche Egoisten. Sie wollten nur eines: Ihre Freiheit, ihr Land. Aus dieser Haltung heraus ist die schöne Schweiz entstanden, die jeder vernünftige Mensch pflegt, weil er sie nur gerne haben kann.

Wenn nun viele Schweizer ihr Land freiwillig zerstören, weil sie ihre Firmen ins Ausland verkaufen und selber nach Monaco und auf die Bahamas ziehen, weil Konzernsprecher Dr. Thomas Held fordert, die Bergtäler wegen mangelnder Rentabilität zu schliessen und die kantonalen Tierheger mehr für die Bären tun als für die Menschen in diesen Tälern, dann ist die Zeit gekommen, wo man an der Vernunft der Gegenwärtigen zweifeln muss.

Volksheld Dr. Christoph Blocher hat dies alles schon früh kommen sehen. Er lebt in Rhäzuns hoch oben auf einer Burg, wo er – ohne Bärengefahr – ausgesuchte Freunde empfängt. Das Volk besucht er ab und zu in den tiefer gelegenen Tälern, um ihm Mut zuzusprechen, wofür das Volk auch dankbar ist.

Ich wünsche Ihnen einen frommen 1. August, den ich mit den Innerschweizern in Berlin verbringen werde. Wir wollen viele davon als Touristen und Geschäftsleute in die Zentralschweiz bringen. Die ist bärenfrei und wird es wohl bleiben.

Ein Kommentar zu “Zum 1. August: Die richtige Regel”

  1. BH

    Tschuldigung, dass ich hier auf das Bären-Thema reagiere und nicht im eigentlichen Bären-Kommentar, aber es ist hier halt besser platziert und auch nicht off-topic – offenbar geht Ihnen das Thema nahe, sonst würden Sie es nicht zum zweiten Mal aufgreifen und gleich zu einem Sinnbild für angeblich bedrohte Schweizer Qualitäten machen.

    Ich zitiere aus dem anderen Kommentar: “Diesen Bären-Fetischismus der Spezialisten halte ich für Wahnsinn. Er passt in die Szenerie der Raumplaner, welche die entfernten Täler entleeren und renaturieren wollen. Vergessen wir nicht: Unsere Raumplaner haben seit dreissig Jahren bei der Raumplanung der Schweiz versagt; warum soll ihr Urteil jetzt besser sein?”

    Wie Wildbiologen vermuten, kam der Bär nur kurz mal rüber, um etwas Schweizer Alpenluft zu schnuppern und vielleicht einen möglichen Lager- und Nahrungsplatz zu rekognoszieren. Die Fachleute schätzen die Chance hoch ein, dass er anschliessend wieder 50 km Richtung Norditalien (wo er hergekommen ist) zurücktrottet, da die Umgebung des Nationalparks für Bären nicht ideal sein soll. Ja, es handelt sich um den 1914 gegründeten Nationalpark, welcher gemäss Gesetz ein Reservat sein soll, «in dem die Natur vor allen menschlichen Eingriffen geschützt und namentlich die gesamte Tier- und Pflanzenwelt ihrer natürlichen Entwicklung überlassen wird». Wenn Meister Petz hier keine Daseinsberechtigung haben soll, wo denn sonst? Oder wenden Sie die restriktive Schweizer Ausländerpolitik bereits auf unsere Fauna an? Und wegen eines einzigen Bären-Touristen von Bärenfetischismus zu sprechen, scheint mir doch eher etwas verfrüht zu sein… Oder stand die gegenwärtigen Zürcher Plastikbärenschwemme mitsamt zensierten Bärvers vor Ihrem geistigen Auge und hat bei dieser Einschätzung mitgeholfen?

    Wünsche Ihnen einen schönen ersten August beim Berliner Bären. Ich gehe übrigens durchaus mit Ihnen einig, dass es in unserem Interesse liegt, unser schönes Land zu erhalten, mit allem was dazugehört… Gletscher, Tiere, Wälder, saubere Seen, Stille über Wipfeln und Gipfeln, seinen Menschen von überall her…

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