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Weblog
Monatsarchiv für Juni 2005
Montag, den 27. Juni 2005 um 7:30
In Afghanistan hat der Ustermer Meinrad Jörder das Sagen. Er führt eine vierköpfige Schweizer Offiziersdelegation, die Afghanistan den Frieden bringen soll. Jörder: “Wir sind beliebt, die Amerikaner nur geduldet.” Georgie-Boy, hast Du das gehört?
Gesellschaft | Keine Kommentare »
Montag, den 27. Juni 2005 um 7:28
Die hochstehende deutsche Wochenzeitschrift “Die Zeit”, wo sich einige Zeit der Schweizer Roger de Weck als Chefredaktor halten konnte, dann aber mangels Erfolg abgelöst wurde, hat das Berner Klee-Zentrum hart kritisiert: Am falschen Ort, mit falschen Lichtverhältnissen, mehr äussere Wirkung, als innere. Renzo Piano wird es verkraften, die Berner auch.
Gesellschaft | Keine Kommentare »
Sonntag, den 26. Juni 2005 um 11:20
Am volkswirtschaftlichen Institut der Uni Bern lehrt Prof. Ernst Baltensperger. Er sagt: “Der Euro hat die Reputation der D-Mark.” Woher weiss er das? Wieso kann er dies wissen? Dies ist mir rätselhaft. Handelt es sich nicht vielmehr um das Hochreden einer sehr problematischen Währung. Ist Prof. Baltensperger ein Euro-Publizist? Er sagt auch, die USA und die Schweiz sind hinreichend optimale Währungsräume. Jetzt wüsste ich gerne mehr: Die grosse USA (300 Mio. Einwohner) und die kleine Schweiz (7,2 Mio. Einwohner) sind beide “hinreichend”. Wieso? Dürfen Professoren alles behaupten? Wem sind sie verantwortlich?
Wirtschaft | 2 Kommentare »
Samstag, den 25. Juni 2005 um 13:14
Grosse Anerkennung für die Innerschweizer Sponsoren: Es gibt mehr als ein KKL, es gibt drei. Neben Luzern erheben sich fast ähnliche Kulturtempel in Kopenhagen und Amsterdam. Rechte? Gibt es nicht. Logisch wäre es, Kopenhagen in LU-Nord und Amsterdam in LU-NW umzubenennen.
Gesellschaft | Keine Kommentare »
Montag, den 20. Juni 2005 um 8:58
Der deutsche Weltphilosoph holländischer Herkunft (immer die Holländer) Peter Sloterdijk, weiss, was angesagt ist: “In Europa – wie in der Welt insgesamt – versucht man ein grosshelvetisches Experiment, die Kantonalisierung. Es gibt keine Nationen mehr, es gibt nur noch Kantone.” Danke, Peter, aber was machen wir in der Schweiz? Unsere Kantonalisierung betrachten wir immer mehr als Hemmnis. Kommt dann die Berlusconisierung oder die Blairisierung, immer noch besser als die Schröderisierung oder die Merkelisierung.
Ich nenne das Pop Politics.
Politik | 2 Kommentare »
Montag, den 20. Juni 2005 um 8:42
Sind sie irre, die Dänen? Auf Wunsch der dänischen Regierung soll sich jeder Däne frei einen Nachnamen wählen dürfen. Wer sich wehrt, ist der dänische Adel, der seine Namen nicht proletarisiert haben möchte. Warum tut die dänische Regierung dies? Längst dient eine zehnstellige Sozialversicherungs-Nummer zur Identifikation aller Dänen; der Rest ist Folklore, Herr 1397622100.
Gesellschaft | Keine Kommentare »
Montag, den 20. Juni 2005 um 8:31
Sicher haben Sie ihn auch schon gesehen, diesen flachen Deckel, an dessen hinterem Rand eine Vorhang-Kordel herabhängt, der im Batman-Stil auf dem Kopf befestigt ist: daran erkennen Sie einen erfolgreichen MBA-Absolventen. Ist das nicht Magie? Der Papst trägt eine Tiara, die wirklich edlen Engländerinnen in Ascot zauberhafte Hüte, die Juden ein Käppi etc. Sind Sie der Hut-Magie auch verfallen? Nur einer nicht, Prof. Dr. Fredmund Malik aus St. Gallen. Sein Malik Management Zentrum bietet ein eigenes “MBA Programm” an (achten Sie auf das zweite “m”), das alle amerikanischen MBA’s schlägt. Die Universität St. Gallen ist besorgt, vor allem auch deshalb, weil das deutsche “Handelsblatt” deren MBA’s äusserst tief ansetzt.
Kommunikation | 1 Kommentar »
Montag, den 20. Juni 2005 um 8:24
Oskar Ackermann (merken Sie sich den Namen), Vorsteher der Abteilung juristische Personen des Steueramts des armengenössigen Kantons Solothurn, teilt mit, wie er mit international tätigen Unternehmen umgeht, die im Kanton tätig sind oder es dort sein wollen:
“Wir möchten eine Win-Win-Situation schaffen. Solche Gespräche werden in einem ungezwungenen Rahmen geführt. Im ersten Gespräch werden gemeinsame steuerliche Lösungsvarianten erarbeitet und diskutiert. Solche informellen Vorabklärungen erlauben massgeschneiderte Lösungen. Diese Einstellung verhilft uns zu einem partnerschaftlichen Verhältnis mit den Steuerpflichtigen.”
Mit Millionen von Schweizern, welche diesen weblog lesen, atme ich durch. Dürfen wir auch einmal solches erleben – oder nur zahlen?
Gesellschaft | Keine Kommentare »
Montag, den 20. Juni 2005 um 8:11
Al Imfeld ist 70. Herzliche Gratulation, denn bei ihm habe ich viel über Afrika gelernt. Zu ergänzen ist: Die afrikanischen Banken sind “flush with money”. Sie wollen es aber ihren Landleuten nicht ausleihen, weil die kein Geld haben. Dazu Al Imfeld: “Zum Schluss fragten sie mich im Kral immer: Hast Du Geld dabei?”
Gesellschaft | Keine Kommentare »
Montag, den 20. Juni 2005 um 7:49
Wenn Sie nicht wissen, wer Georg Stefan Troller ist, sollten Sie aufhören zu lesen. Er ist einer der absoluten TV-Stars Europas aller Zeiten. Was sagt er heute? Troller: “Leider Gottes ist das Fernsehen zu einem Verblödungsinstrument geworden. Das Publikum ist vom Fernsehen und von anderen Medien vertrottelt worden.”
Der Übergang von Fernsehdirektor Peter Schellenberg, der auch kein Held war, aber mindestens medienbewusst, zu Ingrid Deltenre bestätigt den klugen Elsässer.
Kommunikation | Keine Kommentare »
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