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Monatsarchiv für Juni 2005

Soll man Kommunikatoren loben?

Donnerstag, den 30. Juni 2005 um 9:54

Manche meinen, wir seien zu kritisch in der Beurteilung der Leistungen der grossen Kommunikatoren des Landes. Machen wir die Probe aufs Exempel, wozu uns Germaine Hiltbrunner eingeladen hat.

1. Die Glückskette hat bis heute glaubwürdig kommuniziert, dass die Spendengelder aus der Tsunami-Aktion sinnvoll eingesetzt wurden. Widerspruch: Eingesetzt wurde bisher nur ein kleiner Teil des Geldes, die meisten Projekte sind längerfristig. Sie stabilisieren damit auch die Glückskette selber, die als halbstaatliche Organisation dauerhafte Projekte braucht. Ok, die Glückskette ist eine gute Sache und Roland Jeanneret macht seine Sache ausgezeichnet. Auf Andreas Blum, der immer so würdevoll-traurig-verantwortungsvoll daherschaut, könnte ich verzichten.

2. Die Investor Relations der Geberit in Rapperswil sind „sicherlich als gut zu bewerten“. Ja, ex CEO und jetzt VR-Präsident Günter Kelm hat einen Spitzenjob gemacht. Er ist Deutscher wie Klaus Herms, der, wenige Kilometer entfernt, in Schindellegi für Kühne + Nagel International nicht weniger erfolgreich war. Sorry für alle anderen.

3. Die deutsche Schraubenfirma Würth (schon wieder ein Chaibe Ausländer) hat ein Superimage. Die Produkte sind extrem langweilig, aber Vater Würth hat als Kunstsammler Image-Karriere gemacht. Über die Firma selber lässt er wenig wissen; der Cashflow muss ausgezeichnet sein. Die Mitarbeiter sollen sich wohlfühlen; hoffentlich stimmt es auch.

4. Wendelin Wiedeking (das sind nicht meine Vorschläge, sondern die von Frau Germaine Hiltbrunner, die ich als Profi schätze), schon wieder ein Deutscher (verdammt, wir sind in der Schweiz), hat sich als sozialer Manager positioniert. Das ist mir neu; vielleicht schenkt er jedem Mitarbeiter einen Vorzugs-Rennporsche. Auf jeden Fall ist er ein hervorragender Manager.

Liebe Germaine, Du hast auch die PET-Aktion der Migros genannt. Neuerdings trinke ich auch aus diesen unangenehmen Flaschen, aber meine Frau meint, daraus schmecke es besser als aus den Glasflaschen. Vielleicht haben Frauen immer recht. Ich bleibe hoffnungsvoll.

Doch Abzocker?

Montag, den 27. Juni 2005 um 16:12

Das blaublütige Hamburger „manager magazin“ enthüllt: Peter Wuffli, CEO UBS-Konzern, verdient Euro 18,5 Mio. im Jahr. Kommentar: „Sagenhaft.“ Immerhin liegt er damit nur knapp hinter Peter Brabeck-Letmathé, dessen „Pay for Performance Indikator“ unter den Schweizer Managern der beste ist, der aber dennoch in Europa nur auf Platz 20 liegt, was die Leistung betrifft. Abgeschlagen Oswald J. Grübel, CS-Group, auf Platz 42, noch unter seinen Vorgängern leidend. Daniel Vasella schafft immerhin Platz 30. „Joe“ Ackermann erreicht nur Platz 49, einen Platz vor Arun Sarin von Vodaphone auf Platz 50. Doch Abzocker?

Clinton gegen Schwab

Montag, den 27. Juni 2005 um 15:51

Der Diebstahl guter Ideen ist gang und gäbe. Jetzt hat ein Freund der Schweiz, Bill Clinton, die Idee des World Economic Forum (WEF) von Prof. Klaus Schwab gestohlen. Unter dem Vorwand, in Davos werde zuviel geredet, aber wenig gehandelt, will er in New York City (wo sonst?) sein eigenes Forum gründen.

Jetzt wird es ganz eng für die Schweiz und das WEF. Der Zweikampf Clinton-Schwab verspricht viel Spannung. Wenn wir uns mit den US-Republikanern verbünden, was wir ohnehin seit Jahren immer getan haben, muss das demokratische Forum des „schmierigen Bill“, wie er aus der Zeit von Monica Lewinsky genannt wurde, den Zweiten machen. Aussenministerin Calmy-Rey muss sich dann entscheiden, welchen Anlass sie besuchen will. No easy question, dear Micheline.

Noch ein Messer

Montag, den 27. Juni 2005 um 9:45

Skyguide war in der Kommunikation schon immer eine Katastrophenfirma. Zur Bilanzpressekonferenz schenkte sie allen Journalisten ein Armeemesser. Sie hatte vergessen, dass ihr diensthabender Fluglotse von einem Russen, der seine Familie, die abstürzte, rächen wollte, erstochen wurde. Stil und Geschmack hat nicht jeder – Skyguide zuletzt.

Skandal: SBB-Journalisten

Montag, den 27. Juni 2005 um 9:27

Die SBB hält sich eine eigene Mannschaft von Propaganda-Schreibern, die Bahnjournalisten der Schweiz. Vorstandsmitglied Johannes von Arx schreibt im Berner Bund: „Gönnen wir uns eine Panne.“ Das ist zuviel: Gegen den Rat der Fachleute hat die SBB sich nur auf ein Stromnetz beschränkt und die grosse Panne, den Super-GAU mit gegen einer Million betroffener Schweizer, selber ausgelöst. Den Verband der Bahnjournalisten der Schweiz sollte man etwas genauer analysieren; das hat mit Journalismus nichts mehr zu tun.

Pelli, Fiala, Ineichen und ….?

Montag, den 27. Juni 2005 um 9:11

Die FDP Schweiz, lange staatstragend, ist ein bunter Haufen geworden. Parteipräsident Pelli, Tessiner „avvocato“, wird es nicht schaffen, der Partei Profil zu geben. Er ist ein Balancekünstler, der im Tessin für seine Partei so erfolgreich war wie Micheline Calmy-Rey in Genf. Nach beiden kam die Sintflut. Doris Fiala in Zürich ist mindestens bekannt, eine Aktivistin sondergleichen, neben der sogar Filippo Leutenegger verblasst. Und sonst? Otto Ineichen, Niklaus Amann, Peter Weigelt. Lobbyisten allerorten, Einzelkämpfer. Liberale? Mit Kaspar Villiger wurde der Verschnitt Mode.

English matters

Montag, den 27. Juni 2005 um 8:24

Der Untergang des Deutschen als Fachsprache ist eine Tatsache. Wer heute global publizieren möchte, tut dies in englischer Sprache. Wir geniessen eine Zeit des Übergangs, die fast schon vorbei ist. Wie ironisch wirken die Bemühungen, das Französische am Leben zu erhalten. Ca n’existe plus.

Kennen Sie einen Amerikaner, der Französisch spricht ?

Swiss Management Summit – was ist das?

Montag, den 27. Juni 2005 um 7:40

Euroforum lädt am 15. September zum Swiss Management Summit ins Casino Zürichhorn ein. Für Fr. 99o.-pro Person kann man erfahren, weshalb Prof. Dr. Fritz Fahrni die Sulzer AG nicht retten konnte, weshalb Fredy Hiestand nicht mehr Chef seiner Hiestand Holding AG ist und warum Valentin Chapero Ruedo, der CEO von Phonak, immer noch in hohem Masse seine teuren Monopollieferungen an die IV pflegt.

Der „arme BB“ und die UBS

Montag, den 27. Juni 2005 um 7:37

Oh Wandel der Zeiten, Du Hoffnung des Volks – ein Zitat von Bertolt Brecht, das auch in die Gegenwart passt. Die UBS lädt ein zu „Mann ist Mann“, wo 1925 englische Soldaten von ihren eigenen Unteroffizieren behandelt werden wie heute US-Gefangene in Guantanamo oder Abu Ghraib: sadistisch. Kein Schweizer Medium hat bei der Berichterstattung diese Ähnlichkeiten zur Kenntnis genommen.

Spielsucht – ein gutes Geschäft

Montag, den 27. Juni 2005 um 7:34

Bis zu 50 000 Schweizer sind spielsüchtig. Nur 10 000 sind von den Schweizer Spielcasinos ausgeschlossen. Erinnern wir uns: Es war die „CVP-Mafia“, welche die Spielcasinos in der Schweiz einzuführen verhalf. Wieviele Familienväter, welche die CVP fördern möchte, muss sie zuerst aus den Spielcasinos holen?

 
     
     
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