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Monatsarchiv für Mai 2005

Juden – ein ewiges Thema

Dienstag, den 31. Mai 2005 um 15:32

Kürzlich machte ich im Privatsender U1 eine Sendung „Darf man in der Schweiz über Juden noch reden?“ Chefredaktor Yves Kugelmann von „Tachles“, den ich für einen brillanten jungen Journalisten halte, machte mir deutlich: „Vieles an der Aggressivität der Juden ist Amerikanisch.“ Jetzt lernte ich, dass auch der Judenstern eine alte Geschichte hat. Im Kanton Bern mussten Juden spitze Hüte und gelbe Ringe an den Kleidern tragen. Ich werde das Thema weiter verfolgen, denn ausser den Juden haben sich nur die Armenier und die Basken grossartig behauptet. Kleine Völker, wie die Schweizer.

Klaus J. Stöhlker

Was bleibt von Salome, dem Music-Star?

Dienstag, den 31. Mai 2005 um 15:05

Die muntere Oberwalliserin, deren Energie grösser ist als ihre stimmliche Gewalt, wird nun in der Deutschen Schweiz vermarktet. In der „Schweizer Illustrierte“ muss sie sich bereits ausziehen oder ziemlich locker zeigen. Das ist das Schicksal der Mädchen vom Berge, die sich in die Stadt wagen. Frischfleisch für die City.

Klaus J. Stöhlker

„Herr Müller“ heute bei Radio DRS

Dienstag, den 31. Mai 2005 um 8:40

Fredy Meier, vor 25 Jahren als „Herr Müller“ im Schweizer Fernsehen die Obrigkeiten verspottend, lebt noch. Wovon? Er ist Mitarbeiter von Radio DRS geworden und gibt gerne zu, dass die damals Bewegten sich heute noch treffen und gemeinsam Projekte machen. Wo? Vielleicht im Radio DRS?

Klaus J. Stöhlker

Arm oder nicht arm, ist die Frage

Montag, den 30. Mai 2005 um 14:12

„Die Schweiz verfügt über keinerlei gravierende Schwächen“, ergänzt der Soziologe und Chaos-Professor Kurt Imhof. Weil er an den Staat glaubt, beschuldigt er Medien und Wirtschaftsakteure, sie würden einen „unsäglichen Alarmismus“ betreiben, indem sie behaupten, dass die Schweiz auf der Kippe zur Armut stehe. Imhof vergass, dass es Jean-Daniel Gerber, der Chef des seco war, der diesen Alarmruf vor wenigen Wochen sehr markant hören liess. Merke: SP-Freunde schützen den Staat, die Rechte Mitte will ihn abbauen. Ich sage, wir müssen ihn abbauen, denn ein schrumpfender Binnenmarkt kann sich einen wachsenden Staat nicht mehr leisten, jedenfalls nicht auf Dauer.

Ebenfalls zuviel Staat sieht der Ausstellungsmacher Martin Heller, dem man nachsagt, er habe die expo 02 gerettet. Was gerettet? Heller meint, „abgesehen vom hohen Wohlstandsniveau ist es nicht interessant, in der Schweiz zu leben.“ Er beklagt die „eunuchenhafte“ Schweizer Vielfalt, womit er den Föderalismus meint, die „Sehnsucht“ geradezu verhindere. Heller hat eine Sehnsucht: Er möchte eine Ausstellung über Manager machen. Niemand will sie finanzieren.

Klaus J. Stöhlker

Was hat Angela Merkel mit den Zürcher Bären gemeinsam?

Montag, den 30. Mai 2005 um 14:02

Wenn Angela Merkel im neo-barocken Stil in Bayreuth auftritt, ist dies ebenso unerfreulich wie die Bären in der Zürcher Bahnhofstrasse. Die Bären kann man verbrennen, wie vorgeschlagen wurde; bei Angela ist dies nicht möglich. Sie lächelt sich durch alle Krisenfelder nach vorn. Armes Deutschland, arme Bahnhofstrasse.

Klaus J. Stöhlker

Vasella sei Dank

Montag, den 30. Mai 2005 um 13:52

Novartis will in Basel den Hafen St. Johann kaufen und mit seinem neuen Campus einem bisher vernachlässigten Quartier ein neues Gesicht geben. Vasella sei Dank. Basel hat solche Initiativen dringend nötig, sieht die Innenstadt mit ihren oft vernagelten Geschäften, die keinen Umsatz mehr machen, an manchen Stellen sieht es aus wie vor einer Belagerung. Tatsächlich kaufen die Basler lieber in Lörrach und Mulhouse ein. Die EU ist billiger – eine Abstimmung mit den Füssen.

Klaus J. Stöhlker

Rätsel über Rätsel

Montag, den 30. Mai 2005 um 13:22

Hat die Schweiz eine Milliarde Franken in den Kohäsionsfonds der EU-Behörden in Brüssel einbezahlt? Die Antwort ist: Ja. Hat sie es getan, um das Bankgeheimnis behalten zu dürfen? Die Antwort ist: Jein. Wir haben damit Zugang zu den Wachstumsmärkten im Osten Europas erhalten. Hatten wir diesen Zugang bisher nicht? Ich dachte immer, Nestlé, der Schweizer Maschinenbau und viele andere seien schon lange dort.

Klaus J. Stöhlker

Gibt es einen Markt für Topmanager?

Montag, den 30. Mai 2005 um 12:38

Dr. Egon P.S. Zehnder liess nichts von sich hören, auch Dr. Roger Rytz nicht von SpencerStuart, von anderen hochrangigen Vertretern der Executive Search-Branche kam kein Laut zum Thema: „Gibt es einen Markt für Topmanager?“ Dreissig Jahre war ich der Überzeugung, es gebe einen. Nun sagt der bekannte Unternehmer Johann Schneider-Ammann zur Abzocker-Diskussion: „Für mich ist es Quatsch, wenn Schweizer Spitzenmanager sagen, es gebe für Sie einen Markt.“ Ob Marcel Ospel und Daniel Vasella nun Abzocker sind, wie behauptet wird, will er nicht klar beantworten: „Schweizer Topmanager sollen sich nicht an den Auswüchsen in den USA orientieren“, sagt Schneider-Ammann.

Klaus J. Stöhlker

Warum nicht mehr Parteimitglied?

Montag, den 30. Mai 2005 um 10:47

Seit über zehn Jahren wissen wir, einer Studie der Universität Zürich folgend, dass die bürgerlichen Parteien SVP, FDP und SP stark an Mitgliedern verlieren. Jüngste Zahlen aus dem Kanton Bern bestätigen dies. Immer gleich sind die Ausreden der Parteisekretäre, warum dies so ist und so sein muss: Vereinsmüdigkeit, wenig treue Gewerkschaftsmitglieder. Das stimmt natürlich nicht, wie die jungen Parteien beweisen, die an Mitgliedern laufend gewinnen. Die bürgerlichen Parteien, einschl. der SP, haben während Jahren alles getan, um Neumitglieder nur aus dem Freundeskreis der bestehenden Mitglieder zu gewinnen. Ziel: Erhaltung der Machtverhältnisse. Wer als wirklich naiver Aussenseiter in eine Parteiversammlung vordrang, sah sich meist einer eiskalten Welle des Misstrauens gegenüber. Nein, die Parteien sind am Mitgliederschwund selber schuld. Wenn dann zuwenig Mitgliederbeiträge und –spenden eintreffen, kann der Staat die Parteien finanzieren. Das ist für die kleinen Parteieliten ein viel besserer Prozess, weil die Kontrolle über die Partei gesichert bleibt.

Klaus J. Stöhlker

Fernsehen DRS ist ein Warenhaus

Montag, den 30. Mai 2005 um 10:03

Nun ist es gesagt; es ist vollbracht: „Das Fernsehen DRS ist ein lässiges Warenhaus.“ Ingrid Deltenre, die Programmdirektorin des Schweizer Fernsehens DRS, will ihren Zuschauern demzufolge Erlebniswelten präsentieren: Hier Dessous, dort Schminke, im Keller etwas Thai-Food. Das ganze hübsch drapiert hinter einer neuen Corporate Identity, welche wir demnächst erwarten dürfen.

Die Warenwelt dringt nun vollends in unsere TV-Anstalten ein. Das Bundesamt für Kommunikation prüft bereits, ob die Sendung „Traumjob“ illegal finanziert wurde.

Klaus J. Stöhlker

 
     
     
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