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Tagesarchiv für 19. April 2005

Die Kunst des Spazierenführens

Dienstag, den 19. April 2005 um 16:30

Hunderte von Kleinunternehmern haben für ihre Projekte kein Geld mehr. Sie gehen zu den Banken, um dort Hilfe zu erhalten. Diese üben die Kunst der diplomatischen Ablehnung, andere Prominente die Kunst des Spazierenführens.

Jüngster Fall: Ein anständiger Kleinunternehmer meldet sich am Hauptsitz der UBS und will Herrn Peter Wuffli sprechen, der sich stets zu seinem sozialen Engagement bekennt. Ergebnis: Ein Sicherheitsbeamter tritt nach 10 Minuten auf ihn zu und bittet ihn die Bank zu verlassen. Per Zufall erkennen sich die beiden; sie haben früher schon zusammengearbeitet. Der Sicherheitsbeamte: “Es tut mir leid, dies ist meine Aufgabe.”

Dann Anruf des Kleinunternehmers bei alt-Nationalrat Ulrich Bremi, der sich in der “Sternstunde” zu mehr Leistung von allen bekannt hat. Ueli Bremi: “Gehen sie zur ETH oder zu McKinsey.” Der Kleinunternehmer gibt auf und geht wahrscheinlich in Kürze bankrott.

Klaus J. Stöhlker

Scheinheilig-Bundesrat Moritz Leuenberger

Dienstag, den 19. April 2005 um 14:11

Es stinkt zum Himmel. Die Schweiz nimmt am 20. April erstmals am internationalen Tag des Lärms teil und spricht vom Lastwagenlärm. Kein Wort aus dem Departement von Bundesrat Moritz Leuenberger zu den anderen Lärmquellen, welche die Menschen belasten und krank machen. Kein Wort darüber, dass gerade sein Departement es zulässt, dass Fluglärm seit Oktober 2003 über die ganze Region Zürich verteilt wird und nicht kanalisiert, wie es Gesetz und Verfassung vorsehen. Es gelte zu vermeiden, so schreibt das Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft sogar, dass ruhige Gegenden mit Infrastrukturanlagen wie Strassen oder Eisenbahnlinien zersägt würden. Flugschneisen tun gleiches. Ruhezonen sollten Gebiete sein, in denen man den Wind oder die Vögel pfeifen höre. Pfannenstiel und Greifensee sind solche Ruhezonen für die Menschen weit über die Stadt Zürich hinaus. Frühmorgens und Abends pfeifen jetzt die Jets die Menschen aus den Betten. Was gilt jetzt? Eines ist klar: Diese neue internationale PR-Aktion aus dem Departement von Scheinheilig-Bundesrat Moritz Leuenberger ist zum Davonlaufen.

Stephan Oehen

Warum kommt es zu bürgerlichen Niederlagen?

Dienstag, den 19. April 2005 um 9:26

Häufig wird beklagt, die politische Linke sei im Parlament zu stark und die Rechte könne sich deshalb nicht durchsetzen. Wie falsch dies ist.

Im Zürcher Kantonsrat – dieser darf als repräsentativ gelten – sind FDP- und SVP-Mitglieder bei wichtigen Abstimmungen mehr in Kaffeepausen oder beim Telefonieren anzutreffen. Sie fehlen der Fraktion bei der Abstimmung. Von der CVP-Fraktion kommt das Geständnis: “Wir haben nicht aufgepasst”.

Klaus J. Stöhlker

 
     
     
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