Die Kunst des Spazierenführens
Dienstag, den 19. April 2005 um 16:30Hunderte von Kleinunternehmern haben für ihre Projekte kein Geld mehr. Sie gehen zu den Banken, um dort Hilfe zu erhalten. Diese üben die Kunst der diplomatischen Ablehnung, andere Prominente die Kunst des Spazierenführens.
Jüngster Fall: Ein anständiger Kleinunternehmer meldet sich am Hauptsitz der UBS und will Herrn Peter Wuffli sprechen, der sich stets zu seinem sozialen Engagement bekennt. Ergebnis: Ein Sicherheitsbeamter tritt nach 10 Minuten auf ihn zu und bittet ihn die Bank zu verlassen. Per Zufall erkennen sich die beiden; sie haben früher schon zusammengearbeitet. Der Sicherheitsbeamte: “Es tut mir leid, dies ist meine Aufgabe.”
Dann Anruf des Kleinunternehmers bei alt-Nationalrat Ulrich Bremi, der sich in der “Sternstunde” zu mehr Leistung von allen bekannt hat. Ueli Bremi: “Gehen sie zur ETH oder zu McKinsey.” Der Kleinunternehmer gibt auf und geht wahrscheinlich in Kürze bankrott.
Klaus J. Stöhlker

