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Weblog "Early Bird"

Die Desorientierung ist gewaltig

26. Juni 2017 um 10:50

Echte Politiker sollten ihrem Volk sagen können, wohin der politische Zug fährt. Weil aber viele Entwicklungen für unser Volk negativ sein werden, tun unsere Politiker nicht, was sie tun müssten. Die Folge ist eine Desorientierung, die laufend grösser wird.

Einige Beispiele:

  • Frägt ein intelligenter Anwalt doch halböffentlich: „Trifft es zu, dass Deutschland aus der EU austreten wird?“ Alle sind verblüfft. Das ist natürlich Blödsinn, denn Deutschland profitiert sehr von der EU.

 

  • Frägt ein zweiter: „Können wir Schweizer die EU nicht vergessen und mehr mit den USA und Australien Geschäfte machen?“ Nein, denn die EU ist bislang unser grösster Handelspartner.

 

  • „Sind die Bilateralen unverzichtbar?“ Eigentlich nicht, denn nach Bericht des Seco würde ein Verzicht der Schweiz auf die Bilateralen uns sieben Prozent des BIP kosten, Deutschland alleine würde drei Prozent ausmachen.

 

  • Ein welscher Anwalt: „Hören wir doch auf mit fremden Richtern. Die Schweiz wurde von Napoléon geschaffen.“ Kein Beifall. Die Schweiz gab es schon vor Napoléon I. Er half mit, sie zu modernisieren.

 

Damit liesse sich noch lange fortfahren. Viele werden immer orientierungsloser.

Die unglaublich wachsende Schweiz mit dem Spitzenreiter Zürich

21. Juni 2017 um 11:36

Bald werden wir in der Schweiz neun Millionen Einwohner haben, davon 1,8 Millionen im Kanton Zürich. Die Architekturabteilung der ETH Zürich hat sogar einen Plan für eine Schweiz mit bis zu 14 Mio. Einwohnern vorgelegt; der Kanton Zürich sollte dann drei Millionen davon haben.

Der City State Switzerland wächst, weil er unglaublich attraktiv ist. Noch bezahlen wir für 30% der Bevölkerung sehr anständige Jahreseinkommen. Besonders begünstigt sind Mitarbeiter der öffentlichen Verwaltungen, staatlich kontrollierten Unternehmen wie Post, SBB und Swisscom, auch Universitäten und Spitäler.

Das Wachstum der Schweiz, im weltweiten Vergleich die schönste Stadt der Welt mit Bergen, Seen und Flüssen in grosser Zahl, hebt sich vorteilhaft ab von den unglaublich kleiner werdenden Zonen überall in der Welt. Das gilt für Griechenland und Italien, aber auch die baltischen Staaten und grosse Teile Ostdeutschlands. Wer möchte dort auch leben, wo man nur noch darbend überleben kann? Wer kann, flieht aus der Ukraine, Sarajewo oder dem Kosovo, sind dort doch von den USA und der EU geschützte Als-ob-Regierungen am Werk, wo deren Völker nur verlieren können.

Waren wir Schweizer zu erfolgreich? Jetzt, wo unsere Suppenteller übervoll sind, drängen sich die ewig Hungrigen an unsere Tische. Eine blühende Schweiz, welche die Zuwanderer zu Zuarbeitern macht, kann ein neues Weltwunder werden; andernfalls machen uns die Ausländer die Suppenschüsseln schneller leer als wir die Löffel heben können.

Im Augenblick können wir uns das alles noch leisten. Aber viele Gemeinden stehen schon am Rande des Bankrotts und die AHV-Initiative, über welche wir im September abstimmen sollen, wird die Jahrgänge ab 1974 ruinieren.

Wir sind wirklich unglaublich.

Hochstapler Trump – Träumer Kohl

20. Juni 2017 um 11:32

Das sind verrückte Tage. Live können wir beobachten, wie das einst stolze 80% des Erdballs beherrschende Grossbritannien zugrunde geht. Es ist die alte konservative Elite, wo hintereinander die Präsidenten Cameron und May ihr Land in den Orkus stürzen. Die Fackel des in London abbrennenden Hochhauses für arme Einwanderer ist das passende Logo.

Und Donald Trump, der Präsident des mächtigsten Staates der Erde, outet sich als Hochstapler. Nicht zehn Milliarden USD beträgt sein Vermögen, sondern schlappe 1,4 Mia; davon sind Schulden von 500 Mio. abzuziehen. So gerechnet könnten Dr. Christoph Blocher mit gegen 10 Mia. und Klaus-Michael Kühne mit 12 Mia., beide am Zürisee ansässig, leicht Präsidenten der Schweiz oder Deutschlands werden.

Helmut Kohl, der seine Familie vernichtet hat wie die Londoner ihr Hochhaus abbrennen liessen, hat als „grosser Europäer“ das Zeitliche gesegnet. In den letzten Jahren hatte er nur noch Angst um seinen Platz in der Geschichte. Deshalb also der ganze Aufwand.

Wie wenig derlei bedeutet, macht wieder einmal die Schweizer Politik klar. Wir haben seit 60 Jahren keinen Bundesrat mehr, der in der Weltgeschichte etwas bedeuten könnte. Manchmal tun unsere Bundesräte als ob, aber niemand hört ihnen zu.

Das Flüchtlings-Traumazentrum Boldern ist ein labyrinthischer Vorgang

19. Juni 2017 um 12:03

Im Augenblick, wie in Zukunft noch mehr, sind grundsolide Schweizer Gemeinden der Gefahr ausgesetzt, Pleite zu gehen, weil sie die Versorgung der Flüchtlinge aus aller Welt nicht mehr aus dem ordentlichen Haushalt finanzieren können. Der roten Wohlfahrts-Bundesrätin Simonetta Sommaruga ist die ziemlich egal, hält sie es doch für selbstverständlich, dass die Gemeinden die Steuern erhöhen können, um den von ihr mitverursachten Notstand auszugleichen.

Das vor 30 Jahren über Zürich hinaus sehr bekannte Tagungszentrum Boldern, ebenfalls von gesellschaftspolitischer Verantwortung getragen, hat den Anschluss an die Gegenwart seither nicht geschafft. Die Hotelgäste, denen im Garten ein Labyrinth zur Verfügung steht, sollen nach den Wünschen des Trägervereins künftig dort zusammen mit traumatisierten Flüchtlingen ihren Weg suchen. Wer rascher ans Ziel kommt, wird sich zeigen.

Was mich nahezu traumatisiert, ist die Idee aus Boldern, das mangels Erfolg immer noch eine staatlich finanzierte Aufgabe sucht, ein Trauma-Zentrum, für Flüchtlinge zu machen. Die zur Unterstützung aufgerufene Uni Zürich äussert sich auf Anfrage sehr zurückhaltend.

Da ich noch die kriegsversehrten Flüchtlinge nach dem 2. Weltkrieg und die Flüchtlinge aus Europas Osten, die im Westen aufgenommen wurden, erlebt habe, sehe ich diese armseligen Gestalten an ihren Krücken in abgeschabten Kleidern, die ihnen geschenkt wurden, durch die Strassen hinken. In den Gesichtern oft bare Verzweiflung, weil es in den ersten Jahren nur wenig und meist aus der Blechbüchse zu essen gab. Familien wurden in Turnhallen zusammen gezwängt, mit Leintüchern notdürftig von den Nachbarfamilien abgegrenzt.

Wer jetzt die Flucht in die Schweiz schafft, das ist eine extreme Minderheit der bedrohten Menschen aus aller Welt, darf als Luxusflüchtling bezeichnet werden, ausgestattet mit vielem, was sich einfache Schweizer oft nicht leisten können.

Jetzt sollen in Boldern auch ihre Traumata Behandlung finden; das ist edel. Ich meine jedoch, wieder wollten sich einige Gewinner der Flüchtlingsansiedlung, Sozialarbeiter und Psychologen, ein komfortables Nest schaffen, das vom Staat, d.h. vom Steuerzahler finanziert werden soll.

Dieser labyrinthische Vorgang, wo mühsam ein Ziel auf Kosten der Allgemeinheit gesucht wird, gefällt mir nicht. Was wir endlich brauchen, ist eine glaubwürdige Flüchtlingspolitik, welche die Gemeinden nicht überfordert. Boldern hätte man längst verkaufen oder abreissen müssen. Weil man dies nicht wollte, lebt es als Zombie einer einst stolzen Vergangenheit weiter.

Trump, der Grödemak

19. Juni 2017 um 11:58

Donald Trump, Grödemak, der grösste Dealmaker aller Zeiten, hat Saudi-Arabien für USD 120 Mia. Waffen verkauft und sein ok signalisiert, man dürfe damit die bösen Katari unter Druck setzen. Gleichzeitig verkaufte er den bösen Katari für USD 12 Mia. neue Flugzeuge, damit sie sich gegen die schlimmen Saudi verteidigen können.

Unsere Bundsräte beherrschen die „Kunst des Deals“ nicht:

  • Sie finden keinen Deal mit der EU.
  • Sie lassen sich von den Deutschen über den Tisch ziehen beim Flughafen Zürich, wo die Deutschen fliegen und 300 000 Anwohner der Schweiz den Lärm und den Dreck haben.
  • Sie finanzieren den Italienern und Deutschen die Eisenbahnen, damit wir Schweizer dort Anschluss finden.
  • Sie ruinieren den eigenen Finanzplatz, damit die US-Banken die besseren Geschäfte machen.
  • Sie verkaufen ihre eigenen Firmen ins Ausland, damit dann die Schweizer Arbeitsplätze abgebaut werden.

Macht aus Donald Trump, so er eines Tages zurücktritt, einen Schweizer. Löst damit Bundesrat Schneider-Ammann ab, der nicht einmal twittern kann.

Die USA: Absturz und Krieg?

13. Juni 2017 um 9:59

Die seit 40 Jahren sich verschärfende Dekadenz der USA, wo eine immer kleinere Oberklasse sich auf Kosten der Mittel- und Unterklassen bereichert, findet ihren perfekten Ausdruck im US-Präsidenten Donald Trump. Die richtungslosen Amerikaner haben einen grössenwahnsinnigen Immobilienmanager an die Spitze ihres Landes gewählt. Donald Duck wäre mir lieber gewesen, weil dort Spuren von Intelligenz noch erkennbar waren.

Die US-Amerikaner, einst die grossen Vorbilder des Westens meiner Jugend, sind seit ihrer Niederlage im Vietnam-Krieg nur noch politisch abgerutscht. Jetzt, mit untragbaren 20 000 Milliarden USA verschuldet, haben sie nur noch zwei Alternativen: Den völligen Absturz in die Bedeutungslosigkeit oder den Krieg als Instrument der Rettung.

Wir sollten daher die Amerikaner einerseits nicht mehr zu ernst nehmen, sie aber auch nicht unterschätzen, anderseits uns aber vor Anmutungen schützen, welche sie uns Europäern auferlegen. Es ist doch kaum zu ertragen, dass Dutzende teurer amerikanischer Anwälte während Jahren die FIFA besetzt hielten. Jetzt sind sie einquartiert in einer unbekannten Zahl Schweizer Banken, um dort, wieder in grosser Zahl, die Geschäfte zu überwachen. Nun erwartet der deutsche VW-Konzern über 60 solcher neuer Besatzungstruppen, die auf Kosten des Unternehmens, ganz wie in der Schweiz auch, ihre Nasen in die Unterlagen stecken.

Unsere Eliten haben Angst vor den Amerikanern, denn sie meinen den US-Markt zu brauchen, um ihre Position zu bewahren. Das ist richtig, denn ein globaler Marktführer, sei es Nestlé oder Roche, kann diese Position ohne den US-Markt nicht erringen.

Aus Schweizer Sicht brauchen wir diese Besatzungstruppen nicht, aus deutscher Sicht wohl auch nicht. Aber wer schert sich um „nationale“ Befindlichkeiten, wenn die Erde flach geworden ist?

Ein Sommerabend mit Piroschka in Zürich

7. Juni 2017 um 8:27

Bis zum 18. Juni werden im Zürcher Bernhard Theater noch sieben Vorstellungen gegeben von „Ein Sommer mit Piroschka“. Wer einen unbeschwerten Abend mit viel Musik und Tanz erleben will, sollte dieses Volksstück nicht verpassen.

Das Bernhard Theater ist Zürichs klassische Volksbühne. Dort stehen nicht Wagner’sche Sagenwelten oder Verdi’sche Dramen im Vordergrund. Vielmehr spiegelt sich in den Aufführungen Freud und Leid des Volkes. Was auf der Bühne abgeht, ist den Menschen im Saal nicht fremd.

Der deutsche Schriftsteller Hugo Hartung hat 1954, zur gleichen Zeit, als die Deutschen auch den Tessin wieder entdeckten, „Ich denke oft an Piroschka“ geschrieben, eine leichtfüssige Studentenliebe in der ungarischen Puszta. Sie wurde mit Liselotte Pulver als Piroschka, Gustav Knuth als Bahnhofsvorsteher und Gunnar Möller als Student grandios verfilmt. Regisseur war Kurt Hoffmann, ebenfalls ein Ausnahmetalent der deutschen Nachkriegszeit.

Die Zürcher Piroschka im Bernhard Theater ist die Leistung zweier erprobter heimischer Theatergewächse: Jordi Viladarga, Autor der Theaterfassung, und Susanne Zürrer, Regie. Sie inszenierten mit der Truppe des Estrich Theaters die „Buntheit des Lebens“ (S. Zürrer), welche das Publikum häufig zu Szenenbeifall veranlasste.

Die eigentliche Überraschung war der Ungarisch-Zürcher Komponist Bela Balint als Arrangeur und musikalischer Leiter. Balint, der viele Jahre für Udo Jürgens, Hazy Osterwald, John Ward und Ute Lemper arbeitete und im Pepe Lienhard-Orchester ständiges Mitglied war, schaffte es, zugleich ungarisch lebhaft und doch diskret aufspielen zu lassen, damit die Schauspieler im Vordergrund standen.

Balint ist in der Schweiz längst eine grosse Nummer. Er, in den grossen Bigbands Europas aufgewachsen, verhalf schon 1986 dem Schweizer Beitrag am Concours Eurovision de la Chanson zum 2. Platz. Zwei Jahre später, beim Schweizer Siegertitel, gesungen von Céline Dion, steuerte er die Live-Orchestration bei.

Balint ist heute Inhaber der BB Concert Music, einer Schule für Jazzpiano, Arrangement und Orchestration in Zürich und unterrichtet Klavier an der Hochschule WAM – Jazz Pop Rock Academy in Winterthur.

Zurück zu Piroschka, Zürcher Variante im Bernhard Theater. Aufgefallen ist mir Laura Vogel, die eine nahezu perfekte Choreografie von oft hohem Tempo hinlegte. Die von ihr ausgearbeiteten Schnittstellen und Übergänge liessen keine Sekunde Langeweile aufkommen. Andreas Schiller gab sich erfolgreich als Wiedergeburt von Gunnar Möller im 21. Jahrhundert. Diese norddeutsche Steifheit in Ausdruck und Bewegung, jenes förmliche Verhalten der Mitglieder alter Bruderschaften und studentischer Verbindungen, wurde von ihm perfekt interpretiert. Philippe Béchir, der auf einer weiteren Handlungsebene den Romanautor gab, der sich erinnerte, verströmte pure Nostalgie und erhielt dafür viel Beifall.

Mit Ladina Huber wurde eine Piroschka ausgewählt, die Ihre Begabung unter Beweis gestellt hat.

Viele schöne und lebhafte Charaktere machen den Reiz dieser Aufführung aus. Das Bernhard Theater ist ein Gastro-Theater geblieben. Was an Speis und Trank geboten wird, ist fair. Die Preise sind nicht übertrieben.

Wie gesagt, ein schöner Abend im Zentrum der Stadt. Man sollte ihn nicht verpassen.

Wilde Schweizer Manager – Wirtschaft ohne Wachstum

6. Juni 2017 um 9:52

Wenn sogar die NZZ am Freitag vor Pfingsten schreibt, Deutschland habe im Wirtschaftswachstum die Schweiz seit zehn Jahren überholt und die Schweiz sei nur gewachsen, weil wir in der gleichen Zeit Zuwanderer ins Land gelassen hätten, dann ist Feuer im Dach.

Am gleichen Tag feierten 1400 Schweizer Manager, darunter auch viele Stars, zusammen mit Bundespräsidentin Doris Leuthard, am Swiss Economic Forum in Interlaken ihre wilden Jahre unter dem Motto „Live the wild“. Dieses Forum gehört auch dem Verlag der NZZ, die damit jenes Geld verdienen will, das sonst schwer einzubringen ist.

Timothy Gordon Ash, einer der berühmtesten europäischen Historiker, sprach den Teilnehmern ins Gewissen: „Ich habe keine optimistische Botschaft. Der Westen ist in der Krise.“

Was Schweizer Unternehmer und Manager heute leisten müssen, nenne ich „Das Schneider Ammann-Modell“: So rasch wie möglich ein Drittel der Belegschaft in der Schweiz abbauen und nach Osteuropa und Asien verlagern.

Susanne Wille und Urs Gredig, die zur Schweizer Kreativwirtschaft zählen und via Schweizer TV ihre Prominenz mehr als ihre Leistung gesteigert haben, verdienten sich in Interlaken ein hübsches Taschengeld.

Sogar der „Blick“ applaudiert. Wenn das kein Erfolg ist!

Es ist wie immer: Der Kongress tanzt, das Volk wundert sich.

Es gibt sie, die Gratis-Schweiz für Steuerbefreite

6. Juni 2017 um 9:49

Es ist sonnenklar: Die in Bern von Bundesrat Ueli Maurer (SVP) geplante neue Firmensteuer-Reform geht auf Kosten vieler KMU und Gewerbebetriebe. Höhere Steuern und Gebühren drohen auch dem Normal-Steuerzahler. Die Schweizer Konzerne, die ohnehin ausländischen Aktionären gehören, sollen entlastet werden.

Eines der grössten Geheimnisse in unserem Land verbirgt sich ohnehin hinter der Frage: Wer ist von den Steuern befreit? Millionen Menschen geben sich zum Vorteil von Steuerberatern, Banken und Treuhändern grösste Mühe, die Steuerlast zu senken. Gleichzeitig sind es wohl Hunderttausende, die keine Steuern oder sehr wenig bezahlen.

Über 5000 reiche Ausländer werden nicht nach Einkommen und Vermögen besteuert, sondern nach Aufwand. Für die meisten reichen Griechen, Deutschen, Asiaten und Afrikaner, Amerikaner und Holländer, sind dies einige zehntausend Franken im Jahr. Nicht einmal einen Eigenmietwert müssen sie zahlen, weil die Pauschale alles abdeckt.

In Genf sind es zehntausende von Mitarbeitern der UNO und anderer internationaler Organisationen, die ebenfalls steuerfrei ihr Leben in der Schweiz geniessen dürfen. In Basel, wo die Bank für Internationalen Zahlungsverkehr (BIZ) ihren Sitz hat, zahlen die Mitarbeiter auch keine Steuern.

Eine wachsende Zahl von Schweizern, darunter auch viele Unternehmer, Besitzer von KMU- und Gewerbebetrieben, zahlen kaum Steuern oder nur sehr wenig. Sie gelten als nahezu pleite. Andere erhalten von Kantonen und Gemeinden die Steuern nicht nur gestundet, sondern ganz und teilweise erlassen. Die Hälfte aller Firmen in der Schweiz zahlt ohnehin keine Steuern auf Gewinne.

Wer sehr viel Geld verdient, zieht sich in die Wohlstandsoasen unseres Landes zurück. Diese Schutzgebiete gibt es in jedem Kanton, vielleicht mit Ausnahme der Steuerhöllen im Juragebiet.

Kurzum, die Schweiz und deren Substanz werden von immer weniger Menschen bezahlt. Da ist es kein Wunder, wenn SBB und VBS um Milliarden kämpfen und immer weniger Geld zur Verfügung steht, die Kultur und das freie Geistesleben angemessen zu finanzieren.

Die Erhaltung vieler schöner Bergtäler wollen wir uns nicht mehr leisten, weil der Aufwand zu gross ist. Bär und Wolf brauchen weder Bankfiliale noch Poststelle. Der seit Jahrzehnten dringend notwendige Ausbau unserer Strassen für den boomenden Autoverkehr erfolgt nur unzulänglich. Die Innenstädte werden nicht für den Einkaufsverkehr geplant, sondern die Autos werden vertrieben und mit ihnen verlassen die kleinen Läden die Zentren. Sie haben keine Kunden mehr.

Steuern zahlen ist Bürgerpflicht, hiess es einmal. Längst ist der seine Steuern zahlende Bürger ein Mensch zweiter Klasse. In der ersten Klasse reist man steuerbegünstigt und steuerfrei.

Stahlhelme und Eisenärsche

24. Mai 2017 um 8:18

Einst hatten wir im Kanton Aargau eine „Stahlhelm“-Fraktion überzeugter Freisinniger, die den Liberalismus und die Atomkraftwerke verteidigten. Die Atomkraftwerke, sanft Kernkraftwerke genannt, sind soeben untergegangen. Der Aargauer Liberalismus, wie auch sonst in der Schweiz, ist in die Defensive geraten. An dieser Stelle darf daran erinnert werden, dass zur gleichen Zeit George W. Bush, Präsident der USA, Erfinder der „Achse des Bösen“ und von Guantanamo und verantwortlich für Abu Graib, seinen Vizepräsidenten Dick Cheney und Verteidigungsminister Donald Rumsfeld „Eisenärsche“ nannte. Sie wollten Al Kaida auslöschen, was den US-Amerikanern so wenig gelang wie die Wiederbelebung der amerikanischen Wirtschaft.

Ich denke, die echten Liberalen sollten weniger gläubig und mehr realistisch sein.

 
     
     
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