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Weblog "Early Bird"

Die globale Schuldenkrise zahlt der Mittelstand

19. Oktober 2017 um 16:11

Die Angst vor der globalen Schuldenkrise, die sich in einem unerwarteten Börsencrash entlädt, steigt seit Wochen. Wie unrealistisch sie ist, zeigt das jüngste Jahrestreffen des Internationalen Währungsfonds.

Dort hat Mohamed El-Erian, der ökonomische Chefberater des deutschen Allianz-Versicherungskonzerns, die Forderung aufgestellt: „Die Politik muss den Notenbanken einen Teil der Verantwortung abnehmen.“

Hinter solchen für Laien unverständlichen Formulierungen verbergen sich:

  • Der Ruf nach Strukturreformen nach dem Modell Agenda 2010. El-Erian nennt sie vorbildlich. In Deutschland hatten sie eine breit angelegte Verarmung mit Hartz IV-Modellen zur Folge.
  • Der Ruf nach mehr fiskalischem Stimulus, d.h. Steuererleichterung für Unternehmen und sehr Wohlhabende.
  • Die Streichung von Staatsschulden (Griechenland!) zu Lasten der Steuerzahler.

El-Erian sagt selbst: „Ich weiss, das ist sehr unpopulär und unfair, aber man muss die Realitäten anerkennen.“ Der Abbau von Studentendarlehen, die in den USA in die Milliarden gehen, wird dazu führen, dass einfache Leute ihre Kinder nicht mehr auf die Universitäten und Business Schulen senden können.

Für den Mittelstand heisst dies: Eine kurze Börsenkrise wird nicht ausgeschlossen, um den Politikern und dem Wahl- wie Stimmvolk der westlichen Welt klar zu machen, dass nur ein ernsthafter Konsumverzicht die Welt vor der grossen Krise retten kann.

UBS-Ermotti und NZZ im Klartext

4. Oktober 2017 um 10:51

Es gibt Tage, die zum Staunen sind.

Wer sich alleine für Attentäter in den USA oder Naturkatastrophen interessiert, übersieht meist die wirklich wichtigen Vorgänge, die unser Leben in der Schweiz bestimmen. UBS-Chef Sergio Ermotti gibt im Ausland bekannt, die Schweiz dürfe nicht damit rechnen, dass die grösste Schweizer Bank auf ewig im Land bleibe. Sie sei im Besitz von Ausländern, worunter der Tessiner vor allem US-Amerikaner versteht.

Gleichentags lässt die „Neue Zürcher Zeitung“ im Wirtschaftsteil wissen, der Schweizer Mittelstand sei, weil hoch verschuldet, eigentlich pleite. Sowie die Zinsen anziehen würden, könnten viele ihre Hypothek nicht mehr bezahlen.

In der gleichen NZZ-Ausgabe kommentiert das bürgerliche Schweizer Leitmedium: „Heuchelei gehört zum Kerngeschäft in der Politik.“

Wollen wir Staatsjournalisten?

3. Oktober 2017 um 10:20

Weil das Leben als qualifizierter Journalist immer schwieriger wird und nicht jedermann, der zehn Sätze hintereinander schreiben kann, für die PR-Branche als Mitarbeiter geeignet ist, suchen kreative Journalisten nun neue Lösungen, um ihre Familien und Partnerschaften finanzieren zu können.

Der aus wechselnden Beschäftigungsverhältnissen hervorgegangene, hoch kreative Hansi Voigt, eine Kultfigur neuer medialer Ausdrucksweisen, kam nun auf die Idee, der Staat, sprich der Steuerzahler, sollten jährlich CHF 5-6 Mio. bereitstellen, um ihn und seinesgleichen zu finanzieren.

Nun könnte ein solcher Neo-Journalismus geeignet sein, die Vergeudung von Steuermilliarden durch den Staat besser deutlich zu machen als es die offiziellen unabhängigen Medien praktizieren. Damit wäre der Einsatz des Spielgeldes von CHF 5 Mio+ schon gerechtfertigt.

Anderseits habe ich keinen Beleg, dass der Vorstand von Mediaforti alias Hansi Voigt-Club jene Recherchequalität zu erbringen vermag, für welche er als Anzahlung diesen respektablen Millionenbetrag verlangt. Ich warte schon einige Monate auf die journalistischen Wunder, die uns Constantin Seibt vor einem halben Jahr versprochen hat. Von den Zinsen seiner Sponsorengelder, die er gewonnen hat, kann er sicher nicht leben.

Wollen wir Staatsjournalisten? Nein. Brauchen wir mehr Journalismus? Nein. Denn wer sich informieren will, hat es längst gelernt, zwischen den Zeilen zu lesen, zu hören und zu sehen, um die reale Welt mit der medial offerierten zu vergleichen. Wer täglich 10-20 Schweizer Medienprodukte zu sich nimmt, dazu einige ausländische Publikationen für die gebildeten Kreise, weiss recht gut, wie die Schweiz und die Welt ticken.

Eine Gemeinde in der Krise – kantonale Steuerzahler springen ein

2. Oktober 2017 um 11:01

Ein Drittel der Steuereinnahmen in der Zürcher Gemeinde Hombrechtikon sind weggebrochen. Auszüge reicher Mitbürger und tiefrote Zahlen einer heimischen Firma führten zu einem Steuerausfall von neun Millionen Franken.

Muss die Gemeinde nun sparen? Keineswegs, denn die Steuerzahler des Kantons Zürich werden über den Kantonalen Finanzausgleich für das Finanzloch aufkommen.

Diese Art der Solidarität hat einiges für sich. Was aber vergessen wird ist die Tatsache, dass es der Mittelstand ist, der für die Steuerausfälle mit Mehrleistungen gerade stehen muss.

Der gleiche Mittelstand muss jetzt einen weiteren enormen Prämienanstieg der Krankenkassen verkraften. Weil zehntausende von Kassenmitgliedern dies nicht mehr können, müssen die Ausfälle vom Kanton getragen werden. Wer zahlt? Der Mittelstand.

Noch wollen es die bürgerlichen Parteien FDP, CVP und SVP nicht wahrhaben, Sozialdemokraten und Grüne schon gar nicht, aber die sie tragenden Bevölkerungskreise sind im Steuern- und Gebührenstress. Die total überhöhte SRG-Steuer ist ein Skandal, die strassenräuberischen Verkehrsgebühren sind es nicht minder.

Oft sind die politischen Entscheider, wie in Hombrechtikon, selbst keine guten Steuerzahler mehr. Sie leben auf Kosten der anderen und tun so, als sei dies ganz normal.

Was bringt die Ostmilliarde?

29. September 2017 um 10:25

Die Schweiz zahlt seit Jahren über eine Milliarde Franken jährlich an die EU-Staaten Europas; in diesem Jahr sind es über 1,2 Milliarden, die an Steuergeldern in die Visegrad-Staaten fliessen. Was bringt das?

Wie wir soeben erfahren, erhält ein seriöser Schweizer Lieferant, der in Polen seine Züge und Bahnen anbietet, die Stadler Rail, dort keine Aufträge mehr. Stadler hat in Krakau und Warschau die billigsten und besten Angebote eingereicht. Den Zuschlag erhalten haben aus politischen Gründen einheimische Firmen.

Ich denke, dies ist nicht der einzige Fall, wo man in Osteuropa mit der einen Hand Schweizer Geld nimmt und mit der anderen Hand Schweizer Angebote ablehnt.

Unser sogenannter Aussenminister Didier Burkhalter, FDP, der sich nur deshalb im Amt halten konnte, weil er immer ein Päckchen mit der Ratslinken machte, hat Milliarden an Steuergeldern in Brüssel und andernorts verschwendet, ohne irgendetwas zu erreichen. Unser Wirtschaftsminister Johannes Schneider-Ammann, FDP, der höchstens zu 30% formulierungs- und handlungsfähig ist, hat weitere Milliarden ohne erkennbaren Erfolg in der Welt verteilt.

Jetzt wollen wir einmal sehen, was im Cassis-FDP-Jahrzehnt besser wird.

Keine Angst, Gröpaz Trump lärmt nur

6. September 2017 um 8:58

Die europäischen Medien tun, als würde in der kommenden Woche in Nordkorea der Krieg ausbrechen. Vergessen wir das: Nordkorea ist der Daumenkasper von China und Russland. Beide Staaten testen mit Hilfe von Nordkorea, was die USA an Provokation vertragen. Trump lärmt nur, hat aber keine passenden Fäustlinge für einen echten Kampf.

Wie er Europa erpresst im Hinblick auf Lieferungen nach Russland oder Lieferungen aus Russland, grenzt an das Lächerliche, können die Amerikaner ihre Raketen auf Cape Canaveral doch nur in den Weltraum schiessen, weil sie sich russischer Raketen bedienen. Boeing kann frühestens 2018 vergleichbare Raketen liefern.

Trump ist ein Maulheld, ein Twitterkasper, aber sicher kein effizienter Politiker. Nordkorea kann er auch deshalb nicht angreifen, weil er gedroht hat, die Handelsbeziehungen zu Südkorea abzubrechen. Die Südkoreaner denken nicht mehr im Mindesten daran (sie haben auch eine neue, relativ liberale Regierung), die Amerikaner zu unterstützen.

Der Pazifik ist längst zur Einflusszone Chinas geworden, wo US-Kriegsschiffe wegen Eigenunfällen bereits zur Lachnummer geworden sind.

Die Philippinen sind zu China bereits übergelaufen, Indonesien wird bald den gleichen Schritt tun.

Der Westen hat nur einen Gröpaz, den grössten Präsidenten aller Zeiten.

Wo Auswandern zur Pflicht wird

5. September 2017 um 10:51

Niemand wird Griechenland zum Wohlstand führen können. „Die Staatsverschuldung ist so gigantisch hoch“, schreibt die Süddeutsche Zeitung, „dass Griechenland auch nach dem Rettungsprogramm auf Jahrzehnte hinaus ein armes Land bleiben wird.“ Die Tageszeitung der reichen Münchner empfiehlt den Griechen, „dieser Zeit mit Anstand und Würde zu begegnen“. Die Vermutung liegt nahe, dass der Führer durch die griechische Wüste Tsipras heissen wird. Wäre ich ein junger Grieche, würde ich auswandern. Schon die Gross- und Urgrossväter haben dies getan. Für deutsche Touristen tanzen? Nie im Leben.

Sind die USA noch kampffähig?

4. September 2017 um 14:08

Es ist wahrscheinlich, dass Kim Jong-un, der Regierungschef Nordkoreas, die USA nur testen will, wie reaktionsfähig sie noch sind. Er tut dies mit Sicherheit auch im Interesse Chinas und Russlands, verdankt er doch diesen beiden Staaten das Überleben seiner Familie an der Regierung seit drei Generationen.

Sind die USA überhaupt noch kampffähig?

  • In Afghanistan gehen sie einer sicheren Niederlage gegen die Taliban entgegen, die bereits weite Teile des Landes unter Kontrolle haben. Das Beispiel erinnert an Vietnam.

 

  • Der Krieg im Irak ist ein Verbrechen der Regierung Bush II, wobei schon der vorausgehende Krieg seines Vaters gegen das gleiche Land „most tricky“ eingeleitet wurde, ganz nach amerikanischer Sitte (Kuba, Vietnam etc.)

 

  • Die US-Flotte im Pazifik ist nach vier selbstverschuldeten Unfällen in einem halben Jahr derzeit manövrierunfähig.

 

  • Die USA haben es nicht vermocht, in Syrien einen Frieden herzustellen. Dazu waren Russland und der Iran viel mächtiger.

 

  • Und: Die USA sind mit Staatsschulden von über zwei Trillionen USD bankrott. Sie werden es noch mehr sein, wenn Ende September im Parlament der Schuldendeckel nochmals um einige hundert Milliarden USD erhöht wird.

 

  • Die USA haben auch keine fähigen Soldaten mehr, kommen doch 65 000 junge Menschen in den USA jährlich allein durch Drogenexzesse ums Leben. Das sind zehn Divisionen. Kämpfen mussten in den letzten 25 Jahren in der glorreichen US Army Lateinamerikaner, die einen US-Pass wollten, oder gleich private Legionärstruppen, die so teuer sind, dass das USD-650 Milliarden-Militärbudget nur knapp dafür genügt.

Was einen Krieg gegen Nordkorea betrifft, sind die letzten Worte des vom Präsidenten gefeuerten Steve Bannon relevant: „Es gibt keine militärische Lösung. Sie haben uns.“ Der grosse Feldherr Donald Trump nahm dies zum Anlass, Südkorea, engste Verbündete der USA seit 70 Jahren, des Defätismus zu beschuldigen.

Deshalb haben die USA einen Präsidenten, dem bisher kein einziger Erfolg zugerechnet werden kann. Er hat einiges zerstört, weshalb die grösste Gefahr der Regierung Trump darin liegt, aus Twitter-Kriegen einen realen Krieg zu machen, einfach deshalb, weil dem aus Deutschland zugewanderten „Tertio“ nichts anderes einfällt. Nero plus?

 

 

 

Nein, der Übernahme der Südpfälzer, der Bewohner jener einst bayrischen Landschaft, aus welcher Donald Trumps Grossvater als Militärdienstverweigerer in die USA flüchtete, heisst „Pälzer Chrischer“ – Pfälzer Schreihälse. Genau als solcher zeigt sich der Präsident der USA, der Führungsmacht des freien Westens.

Ist es nicht zum Heulen?

Scheinheilige Empörung.

1. September 2017 um 17:02

Ich kenne keinen Schweizer, der sich nicht gerne empört über den Waffenmissbrauch in den USA. „Es ist grauenhaft, wie in den USA jeder Zugriff zur Waffe hat und deshalb viele unnötige Morde stattfinden“, ist die Standardformulierung.

Jetzt erfahre ich an der GV des Schweizer Ruag-Konzerns, dass die Umsätze mit Schweizer Munition schlecht gewesen seien. Die amerikanischen Waffenbesitzer hätten sich vor den letzten US-Präsidentenwahlen aus Angst vor Hillary Clinton, die eine Verschärfung der Waffengesetze wollte, übermässig mit Schweizer Pistolen- und Gewehrmunition eingedeckt. Jetzt seien sie damit gut versorgt und würden in der Schweiz weniger einkaufen.

Zweimal tief durchatmen! Bei jeden Mord in den USA, sei es Weiss gegen Weiss oder Weiss gegen Schwarz oder Schwarz gegen Weiss oder Mensch gegen Polizei oder Polizei gegen Mensch oder Schüler gegen seine Lehrer oder Mann gegen Frau oder Kinder gegen ihre Eltern, dass Schweizer Munition es ist, mit welchen Amerikaner sich gegenseitig ins Jenseits befördern. Hunderttausende von Verwundeten nicht einmal eingerechnet.

Was bleibt von der Schweiz übrig?

25. August 2017 um 15:04

Nach einer Banken- und Finanzkrise, die unser Land Milliarden an Substanz kostete, einer Swissair-Krise, die zur Übernahme der Swiss und der Schweizer Flughafen-Standorte Genf und Zürich durch den Deutsche Lufthansa-Konzern führte, stehen wir nun vor einer Hypothekar- und Energiekrise, deren Eintreten und Stärke derzeit nur abgeschätzt werden können.

Bei den Hypothekarkrediten stehen mindestens 300 Milliarden von 950 Milliarden auf dem Spiel. Die Idee der Banken, mit Neuverschuldung durch billiges Geld das Schlimmste zu verhüten, ist heute gestorben.

Wie gross diese Krise werden wird, soll sich im Schweizer Mittelstand entscheiden. Dort sitzen hunderttausende von Gutverdienern und Vermögenden auf Hypothekarkrediten, die sie im Ernstfall ablösen können. Ob dies notwendig werden wird, sollen wir in ca. 3-5 Jahren wissen, manche sprechen auch von zehn Jahren.

Die noch grössere vor uns stehende Energiekrise beruht auf der Tatsache, dass 80% unseres Stroms aus dem Ausland kommen. Am schlimmsten ist es in den Wintermonaten mit dem Krisengipfel Ende Januar/Anfang Februar in den letzten zwei Jahren. Mit den beiden wichtigsten Stromlieferanten, Deutschland und Frankreich, haben wir keine Staatsverträge, d.h. wir hängen in der Luft.

Die Schweizer Energiekonzerne bewegen sich auf die Pleite zu. Schon heute wird im Inland kein Geld mehr verdient; mit viel Tatkraft wird es im Ausland verdient. Obligationen dieser Konzerne von über CHF zehn Mia. sind demnächst einzulösen. Woher nehmen? Die europäischen Strompreise, vor allem für Grossabnehmer, sind mit vier Rappen mindestens 1,5 Rappen tiefer als es die Gestehungskosten in der Schweiz sind.

Die „Dunkelflaute“, jenes Loch in der Stromversorgung, das ganz Europa erlebt und befürchtet, wird auch die Schweiz erreichen. Entgegen aller grünen Visionen wird die aus Deutschland kommende Energie in erster Linie von Braunkohlewerken kommen. Die Energie aus Frankreich beziehen wir aus Kernkraftwerken.

Wird in Deutschland die Braunkohle verboten, weil sie extrem umweltschädlich ist, und wird in Frankreich die Kernenergie verboten, was sich abzeichnet, sitzen wir Schweizer in der Energiefalle. Keine Verträge, keine Lieferungen, es sei denn zu extrem hohen Kosten.

Die Derivatpreise für Stromenergie auf fünf Jahre berechnet liegen bei 3,5 Rappen. Während die erneuerbaren Energien in Deutschland 1,1 Milliarden Euro an Subventionen erhalten, liefern sie nur 5-6% der gesamten Energieleistungen.

In der Schweiz fühlt sich niemand wirklich verantwortlich für die Energiepolitik, weil die politische Führung fehlt. Dies bedeutet für den bevorstehenden Ernstfall: Jedermann möge sich zuhause rechtzeitig einen Generator zulegen, der für die private Energieversorgung Sicherheit bietet. Alles andere ist unsicher.

 
     
     
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